Aktuell darf bei iGavel auf die Lose von zwei spannenden Auktionen mitgeboten werden, die am 24. bzw. 30. Juni enden. Um Ihnen einen ersten Eindruck zu vermitteln, haben wir einige Highlights daraus für Sie zusammengestellt.
Sammlung von Lady Grundy inkl. Schmuck sowie Stücke weiterer Eigentümer (bis 24. Juni)
Lady Grundy kam 1922 in England zur Welt, wo sie bis Ende des Zweiten Weltkriegs lebte. 1945 schiffte sie sich in Liverpool auf der SS Mataroa nach Singapur ein. Dort und in Malaysia betrieb sie drei Schönheitssalons und wurde zur damals einzigen Vertretung von Christian Dior in Asien. Von einer unermüdlichen Reiselust getrieben, besuchte sie Moskau inmitten des Kalten Kriegs, lebte mit den Kopfjägern der Iban in deren Landhäusern im Dschungel von Sarawak (Borneo) und reiste intensiv durch Malaysia, China und viele weitere Länder Asiens. Zwischendurch lebte sie wieder ein paar Jahre in London, wo sie ihren Ehemann, Air Marshall Sir Edouard Grundy, kennenlernte, von dem ebenfalls einige Stücke, darunter Medaillen, in der Auktion angeboten werden.

Während ihrer Reisen trug Lady Grundy Stücke aus aller Welt zusammen. Eines der Top-Lose der daraus zusammengestellten Offerte ist das Pastellporträt eines Balinesischen Häuptlings, ausgeführt um 1953 vom niederländischen Künstler Rudolf Bonnet, einer bedeutenden Persönlichkeit der Kunstszene auf Bali.

Ein weiteres bedeutendes Pastell der Auktion zeigt die australische Sopranistin Osca Marah im Profil. Die Arbeit stammt vom kanadischen Künstler Richard Mathews.

Des Weiteren werden - als Erinnerung an Lady Grundys aufwändigen Lebensstil - Pelze und Schmuck angeboten. Ein Highlight der 60 Lose starken Schmuckofferte ist eine dreireihige Perlenkette mit einer mit Smaragden und einer Mabé-Perle besetzten Schließe.

Weitere Stücke der Sammlung umfassen eine in das warme Licht eines Sonnenuntergangs getauchte Landschaft des Dresdner Malers Carl Robert Kummer, gefasst in einen schönen Rahmen aus der Entstehungszeit. Wie Lady Grundy bereiste auch Kummer viele Länder, nutzte diese Aufenthalte in Mitteleuropa, Ägypten, Korsika, der Schweiz und Portugal jedoch zum malen und zeichnen. In seiner Heimatstadt Dresden war er Mitglied an der Akademie der Schönen Künste, wo er ab 1859 eine Professur innehatte. Weitere Gemälde mit Sonnenuntergängen von Kummer befinden sich in Museen in Dresden und Leipzig.

Ebenfalls Teil des Katalogs ist das Fragment einer steinernen Christusfigur der Europäischen Schule aus dem 16./17. Jahrhundert, ein Platinring mit Diamant im Marquise-Schliff von 1,5 ct sowie ein spätklassizistischer Konsoltisch mit Marmorplatte, den um 1825 Anthony Quervelle oder dessen Werkstatt in Philadelphia ausgeführt hat.
Mid-Century und zeitgenössische Kunst und Design (bis 30. Juni)

Die Top-Lose dieser Auktion sind zwei Arbeiten des südafrikanischen Künstlers William Kentridge: der Linolschnitt Horse (Universal Archive) sowie die Bronze Sculpture for Return (Commendatore Naso). Kentridges Werk untersucht mit verschiedenen Medien das Leben in Südafrika nach der Apartheid, oftmals fragmentiert und neu zusammengefügt.

Eine dynamische Gruppe Lithografien umfasst Werke der amerikanischen Künstler Alex Katz und Fairfield Porter sowie Glasskulpturen von Dale Chihuly und Salvador Dalí, wobei letztere, ergänzt durch Elemente aus vergoldeter Bronze, von Daum ausgeführt wurde.

Die Möbelofferte wurde mit Entwürfen der führenden Designer des 20. Jahrhunderts zusammengestellt. Zum Aufruf kommen Klassiker wie Saarinens Tulip-Tisch mit passenden Stühlen, Wegners Sessel Papa Bear, Bertoias Diamond Chair sowie eine Triennale-Lampe von Arredoluce.

Nicht unerwähnt bleiben dürfen acht Skulpturen von John Bucci, dem Schöpfer des ikonischen Mid-Century-Konzeptautos La Shablla, das 1964 bei der Weltausstellung in New York gezeigt wurde. Buccis künstlerische Interessen waren breitgefächert, wodurch funktionale Objekte wie Tische und Konsolen genauso entstanden wie freistehende Skulpturen aus Plexiglas, Stahl, aufgelesenen Dingen und Holz.
Alle aktuellen Lose von iGavel finden Sie hier bei Barnebys.
