Am Abend des 26. Mai, 18 Uhr, bittet das Auktionshaus an der Ruhr in Mülheim erneut zur Auktion. Die 500 Lose starke Offerte umfasst dekorative Kunst aus Europa und Asien sowie Schmuck, Uhren und Militaria. 12 Highlights haben wir für Sie einmal herausgepickt.
Aus der Werkstatt eines Dresdner Kunsttischlers stammt dieser schöne Escritoire aus Walnussfurnier mit Messingapplikationen. Gemäß seinem Entstehungszeitraum in den 1750/60er Jahren wurde das Schreibmöbel im Stil des Rokoko ausgeführt.

Aus eben dieser Epoche hat auch ein Spiegel des böhmischen Bildhauers Jakob Eberle die Auktion erreicht. Der Spiegel besticht durch sein reiches vergoldetes Rocaillen-Dekor, das durch einen über der Spiegelfläche schwebenden Putto ergänzt wird.

Auf den verspielten Rokoko folgte der antikisierende Klassizismus. Hier ist ein Paar französischer Girandolen aus dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts zu nennen, bei denen jeweils in vierflammiger Leuchter von der Siegesgöttin Viktoria emporgehoben wird.

Aus der von der Natur inspirierten Epoche des Jugendstil stammt diese außergewöhnliche silberne Fußschale des renommierten Herstellers WMF. Die Ausführung setzt sich ausschließlich aus organischen Formen zusammen, die eine vollplastische weibliche Figur, die einen Vogel in den Händen hält, sowie Lotosblüten und -blätter darstellen.

Auch zwei der führenden Manufakturen für Glaskunst des Jugendstils sind in der Auktion vertreten. Zum einen Daum Frères mit einer eckigen Vase mit polychromen Pulvereinschmelzungen und Veilchendekor, zum anderen Émile Gallé mit einer Vase aus geätztem Glas, das mit einem violetten Blauregen-Dekor verziert wurde.

Natürlich darf auch Porzellan in einer Auktion mit dekorativem Kunstgewerbe nicht fehlen. Aus der Manufaktur Meissen ist beispielsweise die polychrom bemalte Figurengruppe eines höfischen Liebespaares mit dabei. ausgeführt im Jahr 1975, geht das Modell auf einen Entwurf von Johann Joachim Kaendler von 1744 zurück.

Zu den Highlights der Asiatika-Offerte zählt dieser Resonanzkasten bzw. Weihrauchbrenner aus rot und golden bemaltem Eisenholz. Ein Kunstschnitzer aus Thailand wählte dafür um 1920 die Form der Weltschlange Naga.

In der umfangreichen Schmuck-Offerte ist dieses außergewöhnliche Gelbgold-Collier hervorzuheben. In Handarbeit wurden dafür Blüten und Knospen geformt, in die geschnitzte kolumbianische Smaragde eingesetzt wurden. Ein weiterer Smaragd funkelt uns auf einem Weißgold-Ring an, wo er von zwei Diamanten flankiert wird.

Die Uhren-Offerte begeistert mit Modellen von Breitling, Hanhart und Cartier sowie der Damenarmbanduhr Reverso aus dem Hause Jaeger-LeCoultre. Nicht unerwähnt bleiben darf auch dieser gelbgoldene Herrentaschenchronograph von A. Lange & Söhne mit Louis XV-Gehäuse.
Die Auktion wird am 26. Mai ab 18 Uhr ohne Saalpublikum statt, kann jedoch online live verfolgt werden. Auch bezüglich der Vorbesichtigungen gelten besondere Regeln. Alle Informationen dazu finden sie hier.
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