Antiquitäten wohin das Auge blickt bei Della Rocca

Als eine wahre Flut unterschiedlicher Epochen, Stile und Regionen ergießen sich die 350 Lose der Antiquitätenauktion von Della Rocca Anfang Dezember über den Auktionsmarkt.

NAMIKAWA YASUYUKI (zug.) - Meiji-Vase mit polychromem Emaille, Japan Ende 19. Jh.
NAMIKAWA YASUYUKI (zug.) - Meiji-Vase mit polychromem Emaille, Japan Ende 19. Jh.

Dank des Turiner Auktionshauses Della Rocca können Sie das Jahr stilvoll beenden. Ihre vorletzte Auktion 2018, der am 19. Dezember noch ein Versteigerung von Design folgt, findet am 6. Dezember statt und umfasst 373 Lose mit vielen seltenen und kostbaren Stücken. Lassen Sie uns einige davon gemeinsam entdecken.

Links: Paar große Vasen mit polychromer Verzierung Rechts: Louis XV-Kronleuchter aus Bronze und Bergkristall
Links: Paar große Vasen mit polychromer Verzierung Rechts: Louis XV-Kronleuchter aus Bronze und Bergkristall

Eröffnet wird die Auktion mit der Versteigerung einer umfangreichen Offerte mit chinesischen Porzellanvasen verschiedener Regionen und Epochen. Ganz vorne mit dabei ist ein Paar Vasen aus dem 19. Jahrhundert, das mit polychromen Arabesken, Vasen, Blumen und Tieren verziert ist. Die beiden Vasen stammen aus der Sammlung Luigi Anton Laura.

Nicht minder interessant ist eine Auswahl an Kronleuchtern, die im Anschluss versteigert wird. Das opulenteste Exemplar ist dabei ein sechzehnarmiger Louis XV-Leuchter aus Bronze und Bergkristall.

Links: Füllhornuhr aus vergoldeter Bronze und grünem Marmor, 19. Jh. Rechts: Tischuhr aus vergoldeter Bronze mit chinesischer Figur, 18. Jh.
Links: Füllhornuhr aus vergoldeter Bronze und grünem Marmor, 19. Jh. Rechts: Tischuhr aus vergoldeter Bronze mit chinesischer Figur, 18. Jh.

Weiter geht es mit Uhren, unter denen eine Tischuhr aus vergoldeter Bronze in Form eines Füllhorns besonders hervorsticht. Auch den Sockel aus grünem Alpenmarmor zieren dekorative Elemente aus Bronze. Sie stammt aus dem 19. Jahrhundert.

Ein Jahrhundert früher entstand eine Tischuhr, die ebenfalls aus vergoldeter Bronze gefertigt wurde. Das bedeutende Stück mit einem Dekor aus Blättern und Blüten krönt eine chinesische Figur mit Schirm.

Links: SALOMON VAN RUYSDAEL - Bewaldete Landschaft mit Hirten und Herden, 17. Jh. Rechts: Jan Cornelisz Versponck - Portrait eines älteren Herren, 17. Jh.
Links: SALOMON VAN RUYSDAEL - Bewaldete Landschaft mit Hirten und Herden, 17. Jh. Rechts: Jan Cornelisz Versponck - Portrait eines älteren Herren, 17. Jh.

Zur Antiquitätenauktion von Della Rocca gehören auch Gemälde. Im 17. Jahrhundert male der niederländische Künstler Salomon van Ruysdael eine Bewaldete Landschaft mit Hirten und Herden. Aus der gleichen Epoche stammt das Portrait eines älteren Herrn von Jan Cornelisz Verspronck, dessen Werke gleichermaßen im Rijksmuseum in Amsterdam als auch in der National Gallery of Art in Washington zu finden sind.

Links: P. ROUSSEL - Schrank aus Palisander und Veilchenholz, 18. Jh. Rechts: Kabinettschrank aus ebonisiertem Holz und Elfenbein
Links: P. ROUSSEL - Schrank aus Palisander und Veilchenholz, 18. Jh. Rechts: Kabinettschrank aus ebonisiertem Holz und Elfenbein

Weiter geht unsere Tour mit Schränken, Sekretären und Kommoden. Ein Sekretär aus Palisander mit Intarsien aus Veilchenholz trägt den Stempel des Meisters P. Roussel und wurde um 1745 hergestellt. Ein weiteres Highlight ist ein ebonisierter Schrank mit einer reichen Verzierung aus Elfenbein.

Links: Paar Kommoden aus Walnussholz Rechts: EUGENIO OREFICE - Silberner Tafelaufsatz mit Brunnenfunktion, 1890
Links: Paar Kommoden aus Walnussholz Rechts: EUGENIO OREFICE - Silberner Tafelaufsatz mit Brunnenfunktion, 1890

Unter den Silberwaren gibt es ein kleines technisches Juwel von 1890, das vom Silberschmied Eugenio Orefice hergestellt wurde. Es handelt sich um einen teilvergoldeten Tafelaufsatz, der mit Neptun und Wassertieren verziert ist und mithilfe eines eingebauten Motors auch als Tischspringbrunnen genutzt werden kann.

Ein solches Los wie das folgende ist nicht allzu häufig auf dem Auktionsmarkt anzutreffen. Die Vase stammt aus der Meiji-Zeit am Ende des 19. Jahrhunderts und wird der Werkstatt des Namikawa Yasuyuki zugeschrieben. Namikawa war ein Keramiker, der das japanische Cloisonné erfunden hat, das auch unter der Bezeichnung "shippo" bekannt ist. Da diese Technik sehr erfolgreich, aber dennoch mit einer Laufzeit von 35 Jahren nur sehr kurzlebig war, sind solche Stücke wie das vorliegende eher rar gesät.

NAMIKAWA YASUYUKI (zug.) - Meiji-Vase mit polychromem Emaille, Japan Ende 19. Jh.
NAMIKAWA YASUYUKI (zug.) - Meiji-Vase mit polychromem Emaille, Japan Ende 19. Jh.

Dieser 12 qm große Feuilles de choux-Teppich wurde im 16. Jahrhundert in Flandern gefertigt. Das besondere dieser Teppiche mit dem Namen "Kohlblätter" ist ihr modern wirkendes Design, das seinen Betrachter in eine surreal wirkende Welt mit Pflanzen und Vögeln zu entführen scheint.

Teppich "Feuilles de choux", Brüssel 16. Jh.
Teppich "Feuilles de choux", Brüssel 16. Jh.

Beenden wollen wir den Rundgang mit einem Paar englischer Weihrauchbrenner aus vergoldeter Bronze. Die Einlegearbeiten im antiken Stil, die Deckel und die Gefäßfüße sind aus Blue John, einer Mineraliensorte, die ausschließlich in der Blue John-Höhle in Derbyshire vorkommt.

Paar Weihrauchbrenner aus vergoldeter Bronze mit Blue John, England 19. Jh.
Paar Weihrauchbrenner aus vergoldeter Bronze mit Blue John, England 19. Jh.

Also, nicht vergessen: Die Antiquitätenauktion von Della Rocca findet am 6. Dezember in Turin statt.

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