Vom 4.-7. April feiert die Kunstmesse Art Paris ihre 21. Ausgabe unter der Kuppel des Grand Palais in Paris. Mit 150 teilnehmenden Galerien aus 20 Ländern versammelt die Messe die besten europäischen Künstler von der Nachkriegsära bis heute. Dennoch bleibt genug Zeit und Raum, um neue internationale Talente zu entdecken.

In diesem Jahr liegt der Fokus auf den Arbeiten von Künstlerinnen und den Ländern Lateinamerikas. Angesichts dieser beiden Themen legen die teilnehmenden Galerien besonders viel Wert auf die Ausgewogenheit an ihren Ständen, die allerdings weit über diese beiden Kategorien hinausgeht.
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der teilnehmenden weiblichen Kunstschaffenden um 50% gestiegen. 43% der Ausstellungen des Solo Show Projektes sind visuellen Künstlerinnen gewidmet.

Seit 2015 ist das Solo Show Projekt dazu da, neue oder bereits bekannte moderne und zeitgenössische Künstler zu entdecken oder wiederzuentdecken. Dies geschieht in Einzelausstellungen, die über die gesamte Fläche der Messe verteilt sind. Mit Unterstützung von Barnebys kehrt das Projekt 2019 mit 46 Einzelausstellungen auf die Art Paris zurück. Es sind 10 Ausstellungen mehr als im vergangenen Jahr, was einen neuen Rekord in der Geschichte der Messe bedeutet.

Den ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern wird während der gesamten Dauer des Events eine beachtliche Sichtbarkeit eingeräumt. Darüber hinaus ist die hohe Anzahl der angekündigten Ausstellungen laut den Sprechern der Art Paris ein "Indiz für die Auswahl der Arbeiten, das alle Galerien dazu veranlasst, durch das Projekt enger und präziser mit der Messe zusammenzuarbeiten."
Fokus auf Leonor Fini und Mikiya Takimoto
Auch die surrealistische Malerin Leonor Fini und der Fotokünstler Mikiya Takimoto (vertreten durch Weinstein Gallery / Galerie Minsky und Clémentine de la Féronnière) fanden einen Platz im Solo Show Projekt. Beide sorgen mit ihren Arbeiten für eine Vielfalt und für Neuheiten, die es wert sind, entdeckt oder in allen Details neu entdeckt zu werden.

Geboren als Tochter einer italienischen Mutter und eines argentinischen Vater, verbrachte Leonor Fini ihre Kindheit und Jugend in Triest in Italien bei ihrer Mutter und deren Familie. 1937 ging sie nach Paris, wo sie auf André Breton und dessen Kreis der Surrealisten traf. Leonor Finis künstlerische Welt besteht aus inszenierten Frauen und androgynen Charakteren, die in einer traumgleichen Atmosphäre agieren, die gleichermaßen erotisch als auch brutal erscheint. Leonor Fini gehört zu jener Handvoll Künstlern der Messe, die in jede der beiden Hauptkategorien eingeordnet werden können und wird in der ihr gewidmeten Ausstellung mit neun Werken geehrt.

Die Einzelausstellung von Mikiya Takimoto beginnt mit der Fotografie eines Space Shuttles, dem ultimativen Symbol für herausragende, vom Menschen geschaffene Technologie. In seinen Arbeiten nimmt uns Takimoto mit an den Rand der Erde, fliegt wie ein Vogel über das Meer, erklimmt umgeben von giftigen Dämpfen einen Vulkan oder richtet sein Auge auf die dem Untergang geweihten Unermesslichkeit der Polargebiete. Takimotos Arbeit beleuchtet das Paradox zwischen Schönheit und katastrophaler Zerstörung und analysiert die Mechanismen unseres Planeten. Der Weltraumfotograf hinterfragt die Position, die sich hartnäckig am Rande der Realität der Welt behauptet.
Der Weg, den die 46 Künstler des Solo Show Projektes beschreiten, ist voller Überraschungen und erlaubt der Kunstmesse Art Paris, ihren Standart zu erhöhen, und dennoch ihrer primären Mission nachkommen zu können: Unterstützung, Kreativität und die kontinuierliche Entdeckung neuer Horizonte.
Alle Informationen zum Solo Show Projekt finden Sie hier. Das Programm der gesamten Messe finden Sie auf der Art Paris Website.
