Historische Stücke und bedeutende Sammlungen mit klassischer Kunst, Handwerk, Asiatika und Schmuck präsentiert Bukowskis vom 8. bis 10. Juni in seinem „Important Spring Sale“. Hier kann man Künstler wie Carl Larsson, Julia Beck, Helene Schjerfbeck und Akseli Gallen-Kalela entdecken oder sich in einen traumhaft schönen Ring von Graff verlieben.

1894 machte sich Bruno Liljefors auf den Weg zur Insel Östra Lagnö im nördlichen Teil von Stockholms Schärengarten. Hier erhielt die Palette des schwedischen Tiermalers kräftigere Töne und eine freiere Pinselführung. Liljefors’ Begegnung mit diesem Teil der Natur stand im Gegensatz zu der Landschaft von Uppland, die er bis dahin zu malen gewohnt war. Seine Malerei war zuvor stark in wissenschaftlicher Beobachtung verwurzelt gewesen, doch seine Zeit auf den Schären gab ihm die Möglichkeit, eine freiere und von den französischen Impressionisten inspirierte Malweise zu erkunden. Das Gemälde Ejdrar på skär („Eiderenten auf den Schären“) von 1912 zeigt den Archipel und sein Leben in einer blaugetönten Palette, natürlich mit Tieren im Vordergrund.

Im vergangenen Jahr versteigerte Bukowskis das Gemälde Söndagsmorgon für 35.250.000 SEK (ca. 3,4 Millionen Euro). Die Darstellung dreier Mädchen aus Mora stellte damit einen neuen Auktionsrekord für ein Gemälde eines schwedischen Künstlers auf. Ausgeführt worden war das Rekordwerk im Jahr 1891 von Anders Zorn, von dem nun wieder ein beeindruckendes Werk zum Aufruf kommt.
„1903 kaufte Zorn einen Dachboden aus dem 16. Jahrhundert und richtete ihn als Zweitatelier neben dem alten in Zorngården ein. […] Ein kleiner Vierpass an der Außenwand und das Sekundärlicht aus dem Flur waren die einzigen Lichtquellen. Es gab weder einen Kamin, noch hatte er Oberlichter. Alle Gemälde, deren Namen den Dachboden oder jenes Bett beinhalten, sind dort entstanden und es sind die konzentrierten Lichtstrahlen des Vierpassfensters, die das flackernde Licht in Omorgnad erzeugten.“ Dieses Zitat von Anders Zorns Biografin Gerda Boëthius beschreibt mehrere Aspekt seiner Kunst.
Zorn ging es bei seiner Kunst darum, seine Technik herauszufordern und weiterzuentwickeln. Dies führte dazu, dass er selbst diverse Beleuchtungsprobleme für sich schuf, um sie dann meisterhaft zu überwinden. Das Gemälde der Auktion Omorgnad - interiör med naken kulla, Örjas Ida, bildet da keine Ausnahme. Hier fällt das Licht auf die Seite des Models und beleuchtet das ganze Motiv.

Vielen ist der französische Künstler Yves Klein als eine der führenden Figuren der Kunstbewegung Nouveau Réalisme bekannt. Am berühmtesten ist er jedoch für die Schaffung des tiefblauen Farbtons „International Klein Blue (IKB)“. Dessen visuelle Wirkung liegt in der starken Abhängigkeit von Ultramarinblau, aber auch in der großen Menge dieser Farbe, die der Künstler auf seine Werke aufträgt, was die Leinwände weiter strukturiert. Das vorliegende Monochrome Bleu Sans Titre (IKB) ist ein schönes Beispiel, das eine sehr reiche und strukturierte Oberfläche hat.

Bukowskis’ Abteilung für Möbel und Kunsthandwerk präsentiert einen wunderschönen gustavianischen Tisch von Georg Haupt, Meister in Stockholm von 1770 bis 1784. Der Tisch ist mit Birke, Amaranth, Palisander, Buchsbaum und Ebenholz furniert und verfügt über Beschläge aus vergoldetem Messing. Die Intarsien der Deckplatte zeigen zentral die Darstellung einer Dame, die das gekrönte Monogramm von Königin Lovisa Ulrika stickt. Die Signatur an der Innenseite des Tischs nennt den Hoflieferanten Haupt als Schöpfer des Möbelstücks sowie das Jahr 1781 als Entstehungszeitraum. Eine zweite schwedische Inschrift besagt: „Lovisa Freundt, erwarb diesen Tisch 1858 von ihrem Vater“.

Diese Kallskål („Kaltschale“) aus Silber, hergestellt von Nicolaus Breuman, der in den 1660/70er Jahren in Stockholm tätig war, ist eines der frühesten Beispiele dieser Art von Objekten, die von 1670 bis in die 1740er Jahre aus Silber hergestellt wurden, während im 19. Zinn vorherrschte. Der Name der Gefäße sowie ihr Einsatzgebiet wurden oft diskutiert. Die Schalen sind ausschließlich im nordischen Kulturraum bekannt und wurden in Schweden Kallskål, Kallskålskål und manchmal auch Grötskål genannt. Wahrscheinlich dienten sie im 17. und 18. Jahrhundert zum Servieren einer beliebten Speise, das aus einer alkoholischen Basis mit Zusatz von Zucker, Gewürzen und Orangenschalen bestand. Die Schalen könnten aber möglicherweise auch zum Servieren von warmen Speisen, wie Fleischeintöpfen oder Haferbrei, verwendet worden sein.

Auch die Schmuckabteilung von Bukowskis hat viele einzigartige und schöne Objekte zu bieten. Hier finden Sie alles von modernen Diamantringen bis hin zu Diademen aus dem 19. Jahrhundert. Zu den Highlights gehört dieser Cocktailring der britischen Marke Graff, der mit einem gestuften Turmalin und zwei herzförmigen Brillanten besetzt ist. Turmaline in dieser intensiven Farbe und Größe sind selten zu finden, sodass wir es hier mit einem ganz besonderen Schatz zu tun haben.
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