Wie gewohnt gönnt sich das Auktionshaus Franke in Nürnberg auch in diesem Jahr keine lange Winterpause und startet bereits vom 27. bis 29. Januar ins Auktionsjahr 2022. Die dreitägige Winterauktion umfasst knapp 3.500 Lose aus insgesamt 28 Kategorien. Sammler von Kunst, Uhren, Porzellan, Münzen und Asiatika werden hier genauso fündig wie Freunde von Antiquitäten, Luxusartikeln, Silber und Schmuck. Entdecken Sie mit uns nun fünf Highlights der bezaubernden Offerte!
Beginnen wir mit den Gemälden der Auktion, zu denen auch dieses Werk des in München geborenen Malers Hubert Kaplan gehört, welches durch sein Motiv ganz hervorragend in eine Winterauktion passt.

Äußert stimmungsvoll hat Kaplan hier eine von zahlreichen Figuren bevölkerte Winterlandschaft vor einer Bergkulisse am Chiemsee wiedergegeben. Gemälde dieser Art sind das Spezialgebiet des Tier-, Figuren- und Landschaftsmalers Kaplan, dessen Lieblingsmotiv seine bayerische Heimat rund um den Chiemsee und den Tegernsee ist. Für die Gestaltung seiner Werke lässt sich Kaplan von den holländischen Romantikern des 19. Jahrhunderts wie Barend Cornelis Koekkoek und Andreas Schelfhout inspirieren.
Hubert Kaplan ist mit einem weiteren Landschaftsgemälde vom Chiemsee sowie drei Werken mit Enten und Hühnern in der Auktion vertreten.
Auch zwei der insgesamt drei Gemälde des Impressionisten Otto Pippel, die bei Franke zum Aufruf kommen, entführend uns in die Alpenregion. Zum einen Berglandschaft – Der Königssee, zum anderen Blick in die Hohe Tauern. Hier lässt Pippel den Betrachter aus schwindelerregender Höhe in ein von Wolken verhangenes und von hohen Bergen eingerahmtes Tal blicken. Geradezu idyllisch nimmt sich sagen das Motiv im Vordergrund aus, das zwei grasende Kühe auf der Alm darstellt.

Das dritte Gemälde Pippels entführt uns in eine Landschaft südlich der Alpen, genauer gesagt in die pittoreske Toskana, und zeigt ein auf einem Hügel gelegenes Dorf unter blauem, mit Wattewolken bevölkertem Himmel.
Unser Titelmotiv ist in der 184 Lose starken Porzellanofferte zu finden, die Figuren und Service bzw. Serviceteile begehrter Manufakturen wie Nymphenburg, Herend, KPM Berlin, Rosenthal und Royal Copenhagen umfasst.

Besonders gut ist Porzellan aus Meissen in der Offerte vertreten, wobei dieser krähende Haushahn auf Holzstoß ganz vorne mit von der Partie ist. Die ca. 40 cm hohe und beeindruckende 5 kg schwere Figur wurde nach 1933 ausgeformt und polychrom gefasst, geht jedoch auf ein wesentlich älteres Modell zurück. Dieses wurde 1741 vom bedeutenden Meissener Modelleur Johann Joachim Kaendler ersonnen, dessen Spezialgebiet naturnahe Tierfiguren waren.

So begehrt die Stücke aus Meißen für Porzellanliebhaber sind, sind es Erzeugnisse aus Murano für Freunde und Sammler von kunstvoll gestaltetem Glas. Einer der bedeutenden Künstler, die im 20. Jahrhundert die traditionelle Glaskunst aus Murano erneuerten, war Fulvio Bianconi, der zudem als Grafikdesigner tätig war. Sehr deutlich wird bei dem vorliegenden Stück, die Vase Pezzato, die Bianconi um 1950 für Venini & C. schuf, wie sehr sich der Künstler mit der Farbfeldmalerei Paul Klees beschäftigte.
Zum Schluss möchten wir auch ein Los der kleinen aber feinen Uhrenofferte nicht unerwähnt lassen: Ein Exemplar des Tischuhrenmodells Atmos von Jaeger-LeCoultre aus Glas und vergoldetem Messing aus den 1960/70er Jahren.

Die Uhr, deren Aufzug durch temperatur- und atmosphärische Druckunterschiede angetrieben wird, wurde 1928 vom Schweizer Ingenieur Jean-Léon Reutter erfunden. Wenige Jahre später übernahm Jaeger-LeCoultre die Rechte an der Uhr und stellt diesen Klassiker seitdem in Serie her.
Die Auktion findet vom 27. bis 29. Januar im Auktionshaus Franke, Kalchreuther Straße 125, in Nürnberg statt. Gebote können schriftlich, telefonisch, online oder vor Ort abgegeben werden.
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