An fünf Tagen präsentiert das Zürcher Auktionshaus Schuler seine diesjährige Dezember-Auktion mit einem breitgefächerten Angebot, das aus den unterschiedlichsten Kategorien, Regionen und Epochen stammt. Während an den ersten beiden Auktionstagen (27. und 28. November) rund 560 Lose live im Auktionssaal zum Aufruf kommen, darf vom 1.-3. Dezember auf weitere Lose online mitgeboten werden.
Einige Highlights möchten wir Ihnen nun näher vorstellen.
Die Versteigerungen am 27. November sind Dekorativer Kunst, Einrichtung und Lifestyle gewidmet. Sie beginnen mit der Kategorie „Teppiche, Flachgewebe, Textilien“, in der ein sehr feiner Seiden-Hereke von ca. 1970 besonders hervorgehoben werden muss. Im Bereich der „Tischkultur“ begeistert ein 12-teiliger Satz Platzteller des beliebten Flora Danica-Services von Royal Copenhagen, das sich in der anschließenden Silberofferte wunderbar durch acht venezianische Kerzenstöcke aus dem 18. Jahrhundert ergänzen lässt. Hier sei auch auf einen vergoldeten Schalenboden hingewiesen, dessen getriebenes Motiv eine Episode aus der Moses-Geschichte zeigt.

Nach Miniaturen und Objets de vertu stehen Jugendstil und Art déco auf dem Programm – eine Offerte, in der feine Glasarbeiten nicht fehlen dürfen. Zu diesen zählt die große Bodenvase Byrones, die um 1910 bei Daum Frères in Nancy angefertigt wurde. Das Muster zeigt die Blüten, Blätter und Beeren der Zaunrübe, einer giftigen Pflanze, die als bezauberndes Vasendekor mit weniger Vorsicht zu genießen ist.

Nach den Kategorien „Kunsthandwerk“ und „Antiken“, in denen ein Paar Kreuzassistenzfiguren aus dem Umkreis Hans Leinbergers sowie ein ägyptischer Skarabäus aus der 26. Dynastie hervorzuheben sind, stehen historische Waffen auf dem Programm. Als Top-Los kommt hier ein Parade-Rundschild zum Aufruf, das in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Norditalien, vermutlich Mailand, aus Eisen getrieben und vergoldetet wurde. Das zentrale Motiv zeigt auf dramatische Weise den Raub der Sabinerinnen, während umlaufend Tierkämpfe und amouröse Zweisamkeiten zu sehen sind.
Nach „Möbel und Einrichtung“ mit einer Schwyzer Holzräderuhr und einer Luzerner Louis XVI-Kommode sowie „Vintage Design und Klassiker“ mit dem Barwagen „Modell 1952“ von Alfred Roth bildet die Kategorie „Murano-Glas“ den Abschluss des ersten Auktionstages, mit der Vase Simeon, die Marco Zanini 1991 für Venini entworfen hat, als eines der Highlights.
Der zweite Auktionstag ist ganz der Kunst und dem Luxus gewidmet. Zunächst erobern internationale Künstler die Auktionsbühne. Hervorzuheben sind hier das in Pastell und Tinte auf Papier ausgeführte Werk Taureau (1951) von Le Corbusier sowie Eduardo Chillidas Aquatintaradierung Aundi III (1970).

Der Titel der von Chillida in seinem unverwechselbaren Stil ausgeführten Arbeit stammt aus dem Baskischen und bedeutet „groß“, was angesichts der Blattgröße von 120 x 159 cm mehr als gerechtfertigt ist.
Im Anschluss fordern die Werke von Künstlern aus der Schweiz die Aufmerksamkeit des kunstliebenden Publikums ein. Hier ist auch das Top-Los der Gesamtofferte zu finden: Gottardo Segantinis Gemälde Malojapass mit Hirten und Schafherde (1955/56).

Gottardo Segantini war der Sohn des Malers Giovanni Segantini, hatte jedoch zunächst keine Ambitionen, in dessen Fußstapfen zu treten. Während eines Ingenieurstudiums in Zürich entdeckte er schließlich doch die Kunst für sich und übernahm das Atelier seines mittlerweile verstorbenen Vaters in Maloja. Die dortige Landschaft porträtierte er immer wieder in seinen Gemälden, wofür das vorliegende Werk ein eindrucksvolles Beispiel ist.
Im Anschluss wechseln wir in die Welt der luxuriösen Kostbarkeiten; zunächst mit der Schmuck-Offerte, in der eine glamouröse Demi-Parure mit Türkis-Cabochons, facettierten Saphiren und Brillanten besonders hervorzuheben ist.

Auch die nachfolgende Kategorie „Armband- und Taschenuhren“ hat Begehrenswertes zu bieten, wobei der roségoldene Zeitanzeiger der Referenz 4537 von Vacheron Constantin eine besondere Sammler-Rarität aus dem Jahr 1953 darstellt. Die seltene Uhr besticht durch ihre für ihre Entstehungszeit außergewöhnliche Größe sowie die Fancy lugs, also die hervorgehoben gearbeiteten Befestigungen des Armbands.
Die letzte Kategorie der Live-Auktionen ist schließlich den „Accessoires de mode“ gewidmet, in der Taschen begehrter Marken, darunter eine Rainbow-Boy von Chanel, nicht fehlen dürfen.
So abwechslungsreich wie die Live-Auktionen präsentieren sich auch die Online-Auktionen am 1.-3. Dezember, die zudem durch die Kategorien „Wein, Whisky und Spirituosen“ und „Asiatica“ am letzten Auktionstag ergänzt werden.

Zu den Highlights aus Fernost zählen zwei dekorative Schätze der Qing-Dynastie. Zum einen eine große Bodenvase mit Blumen- und Vogeldekor in Famille noire, zum anderen ein fein geschnitzter weißer Jadeberg, der eine figürliche Szene auf einem Felsen zeigt.
Die Live-Versteigerungen finden am 27. und 28.November (ab 14 bzw. 17 Uhr) im Auktionshaus Schuler, Seestraße 341, in Zürich statt, gefolgt von den Online-Auktionen an den ersten drei Dezembertagen (Beginn jeweils um 10 Uhr). Die Ausstellung zur Auktion kann vom 21.-25. November im Auktionshaus besucht werden.




