Einmal mehr kann das seit 25 Jahren bestehende Münchener Auktionshaus Quittenbaum in seinem Jubiläumsjahr mit einer hervorragenden Offerte brillieren, die Designer aus Italien und aller Welt sowie die Meister von Murano vereint. Von den vielen Highlights, die vom 10.-12. Oktober zum Aufruf kommen, möchten wir Ihnen nun einige näher vorstellen.
Der erste Auktionstag steht ganz im Zeichen des italienischen Designs, das in insgesamt 282 Losen zum Aufruf kommt und die ganze Bandbreite der kreativen Köpfe Italiens präsentiert: Plattenspieler und Radiogeräte kommen hier genauso zum Aufruf wie Leuchten und Sitzmöbel und nicht wenige Stücke sind bei Sammlern äußerst begehrt.

Dazu zählt definitiv die Vasenserie Make Up 100% von Alessi, die hier vollständig aus der ersten Produktion von 1992 vorliegt. Die Form der Vasen schuf Alessandro Mendini, für die Gestaltung sorgten 100 namhafte Künstler wie Paola Navone, Philippe Starck, Carla Accardi und Ettore Sottsass. Apropos Ettore Sottsass: der ist in der Auktion ebenfalls mit zwei seiner streng limitierten Totems aus Keramik vertreten, Minareto und Menta.

Von 1954 bis 1967 war der französische Designer Max Ingrand künstlerischer Leiter bei Fontana Arte. Aus diesem Zeitraum, um 1958, stammt dieser seltene runde Sofatisch aus schwarz lackiertem Metallblech und Messingblech, dessen konkave Spiegelglasoberfläche die Umgebung reflektiert.
Auch in der dem internationalen Design gewidmeten Auktion am 11. Oktober kommt eine Tisch-Rarität zum Aufruf. Diese stammt von Philippe Starck, der mit insgesamt 16 Losen in der Auktion vertreten ist.

Den Tisch Illusion entwarf Starck 1992 für den Hersteller Fiam, der das Möbelstück lediglich in einer Kleinserie produzierte. Es ist nicht das erste Exemplar des Tischs, dessen Oberfläche aus dunkelblauem Glas den Eindruck einer Tischdecke erweckt, das dieses Jahr bei Quittenbaum unter den Hammer kommt. Bereits im Frühsommer konnte dort eine Illusion für den Rekordpreis von 30.000 Euro versteigert werden.

Ebenfalls in einer Kleinserie stellte der britische Designer Ron Arad 1989 den Sessel Little Heavy in seiner Londoner Werkstatt One Off her. Der Sessel – oder vielmehr das Sitzobjekt – besteht aus geschweißtem und bronzefarben patiniertem Stahlblech. Nur 20 Exemplare wurde hergestellt, weshalb Little Heavy ein begehrtes Sammlerstück und eines der wichtigsten Lose der Offerte darstellt.
Weitere Highlights der Auktion sind der Tisch Meribel von Charlotte Perriand und der von Charles und Ray Eames entworfene Lounge Chair 670 mit passendem Ottoman, die mit Lederbezügen in zartem Rosa begeistern und ein echtes Eye-Catcher-Duo sind. Die Auktion umfasst insgesamt 215 Lose.
Den Abschluss der Auktionsreihe bildet am 12. Oktober die 227 Lose umfassende Offerte mit Murano-Glas, die besonders hochkarätige Kreationen von der berühmten Glaskünstler-Insel präsentiert. Die Offerte widerspiegelt die ganze Kreativität der Manufakturen von Murano im 20. Jahrhundert, die sich in den 1920er Jahren neu erfanden und in den kommenden Jahrzehnten mit italienischen und internationalen Künstlern zusammenarbeiteten.

Zwei seltene Highlights stammen aus den nur wenig produktiven 1940er Jahren, die Vasen Variegato, die Carlo Scarpa für Venini entworfen hat. Die beiden dünnwandigen Vasen sind umsponnen von braunen bzw. violetten und orangenen Fäden und weisen eine leicht irisierende Oberfläche auf.

Ebenfalls bei Venini wurde in den 1950er Jahren die Vase Scozzese von Fulvio Bianconi hergestellt, die, wie ihr Name bereits andeutet, ein Muster in Anlehnung an Schottenkaros ziert. Doch ist diese nicht die einzige Vase mit Schottenkaro in der Auktion. Eine weitere schuf Ercole Barovier 1963, um den sechs Jahre zuvor verstorbenen Couturier Christian Dior zu ehren.
Die Versteigerungen finden vom 10.-12. Oktober im Auktionshaus Quittenbaum, Theresienstraße 60, in München statt. Vorbesichtigungen sind dort vom 5.-9. Oktober möglich.
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