Gold ist nicht nur verlockend und schön anzusehen, sondern auch vielseitig einsetzbar. Den Beweis dafür liefert die kommende Auktion im Auktionshaus Rütten am 7. Dezember, die 360 Lose mit Kunst, Kunsthandwerk, Uhren und Schmuck umfasst.

Schmuck ist natürlich der Klassiker unter den Kategorie, in denen Gold zum Einsatz kommt, so geschehen bei zwei Damenringen der Offerte. Einer dieser Ringe aus Weiß- und Gelbgold ist interessant gestaltet mit einer Art Knoten aus mehreren Goldschnüren und ist mit Brillanten von zusammen ca. 0,85 ct besetzt. Der andere Ring ist neben 10 Brillanten (zus. ca 0,90 ct) mit einem zentralen Saphir von ca. 1,85 ct besetzt.

Bei zwei weiteren Losen mit Goldschmuck wird das Edelmetall mit verschiedenen Farbsteinen kombiniert. Da wäre zum einen ein extravaganter Herzanhänger von Ehinger-Schwarz, zum anderen ein Ensemble aus Collier und Armband, die jeweils mit unterschiedlichen Halbedelsteinen besetzt sind.

Der Hingucker auf dem Kaminsims war und ist eine Figurenpendule aus feuervergoldete Bronze. Eine solche ist auch Teil der Offerte bei Rütten und wurde im frühen 19. Jahrhundert in Frankreich hergestellt. Über dem ebenfalls goldenen Zifferblatt thront die mythologischen Zwillinge Artemis und Apollon in vollplastischer Ausführung.

Ebenfalls rundum ausgearbeitet wurde ein gefasstes und teilvergoldetes Paar Barockengel aus Lindenholz. In ihren Händen halten sie jeweils ein Füllhorn, das als Kerzenhalter dient.

Um Details hervorzuheben kommt Gold auch in der Malerei zum Einsatz. Gerne werden beispielsweise die Insignien von Heiligen mit in Gold gemalt. So tat es auch Raffael um 1514 in seinem Tondo Madonna mit Kind und dem Heiligen Johannes der Täufer, das in der Auktion in einer schönen Kopie aus dem 19. Jahrhundert vorliegt.

Nicht auf Leinwand oder Holz, sondern auf eine Porzellanplatte der KPM Berlin wurde die Kopie eines Gemäldes des Illustrators Friedrich Paul Thumann sehr fein gemalt. Mit güldenem Haar beugt sich hier die mythologische Figur Psyche über einen Wasserspiegel. Jemand, der dies ebenfalls tat, ist auf dem Bild ebenfalls zu sehen: Narcissus, bereits verwandelt in die nach ihm benannte Blume.

Ebenfalls aus Porzellan kommen zwei mit goldenen Details verzierte Prunkservice 1. Wahl von Meissen aus dem 20. Jahrhundert zum Aufruf. Während das eine ausschließlich auf ein Streublumendekor setzt, kombiniert das andere Service dieses mit einem kobaltblauen Fond.

Um 1940 wurde in Murano diese Kopie einer Barovier-Hochzeitsschale aus dem 15. Jahrhundert von Angelo Barovier angefertigt. Das Original entstand vermutlich anlässlich der Hochzeit des Herzogs von Ferrara.

Über goldfarbene Details verfügt auch ein Couchtisch aus China aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Figuren und die Vegetation bestehen aus Perlmutt, Jade und Bein.
Die Versteigerung findet am 7. Dezember ab 13 Uhr im Auktionshaus Rütten in der Nymphenburger Str. 133 in München statt. Vorbesichtigungen sind vom 2.-5. Dezmerb sowie am Auktionstag möglich.
