Die umfangreichste "Flora Danica"-Auktion bei Cambi

Am 12. und 13. Juni wird es bei Cambi äußerst dekorativ, wenn Silber, Möbel, Kunstwerke, Majolika und Porzellan versteigert werden. Eine gesonderte Auktion ist vollständig dem "Flora Danica"-Service gewidmet - einem der schönsten und exklusivsten Porzellandekore weltweit.

Die umfangreichste "Flora Danica"-Auktion bei Cambi

Am 12. und 13. Juni bildet das Castello Mackenzie in Genua die dekorative Kulisse für eine Reihe nicht weniger dekorative Auktionen. Los geht es am 12. Juni um 15 Uhr mit einer Auktion, bei der ausschließlich Stücke aus der bekannten Flora Danica-Serie von Royal Copenhagen zum Aufruf kommen sowie um 16 Uhr mit der Versteigerung von Porzellan und Majolika.

Der erste Auktionskatalog umfasst 200 Stücke der Flora Danica-Serie in insgesamt 53 Losen - die größte Auswahl dieses Services, die jemals versteigert wurde.

ROYAL COPENHAGEN Links: 6 Dessertteller "Flora Danica", 2. Hälfte 20. Jh. Rechts: 1 ovale Platte und 2 quadratische Schalen "Flora Danica", 1972/73
ROYAL COPENHAGEN Links: 6 Dessertteller "Flora Danica", 2. Hälfte 20. Jh. Rechts: 1 ovale Platte und 2 quadratische Schalen "Flora Danica", 1972/73

Das berühmte Dekor, das bis heute von Royal Copenhagen produziert wird, geht auf ein Service zurück, das die dänische Königsfamilie der russischen Zarin Katharina II. Ende des 18. Jahrhunderts zum Geschenk machen wollte. Die Anfertigung des Services nahm 13 Jahr in Anspruch und Katharina starb, bevor es vollständig war. Daher blieb das Service in Dänemark.

ROYAL COPENHAGEN - 10 Tassen mit Deckeln und Untertassen "Flora Danica", 1972/73
ROYAL COPENHAGEN - 10 Tassen mit Deckeln und Untertassen "Flora Danica", 1972/73

1863 erhielt die dänische Prinzessin Alexandra eine Neuauflage des Services anlässlich ihrer Hochzeit mit dem britischen Thronfolger, dem späteren Edward VII. Das öffentliche Interesse am Service war so groß, dass die Manufaktur beschloss, es für den regulären Verkauf zu produzieren.

ROYAL COPENHAGEN Links: Suppenterrine mit Deckel "Flora Danica", 2. Hälfte 20. Jh. Rechts: Ovale Platte "Fauna Danica", 2. Hälfte 20. Jh.
ROYAL COPENHAGEN Links: Suppenterrine mit Deckel "Flora Danica", 2. Hälfte 20. Jh. Rechts: Ovale Platte "Fauna Danica", 2. Hälfte 20. Jh.

Die Motive für das Flora Danica-Service lieferte die gleichnamige botanische Enzyklopädie des deutschen Botanikers Georg Christian Oeder. Doch es sind nicht nur die feinen Motive, die das Service so besonders machen. Auch die hochqualitative Anfertigung und Bemalung von Hand sind kaum zu übertreffen.

In der anschließend stattfindenden Auktion kommen Porzellan und Majolika aus dem 16.-20. Jahrhundert zum Aufruf. Einige Stücke stammen aus der Sammlung von Amedeo Cocchi, der vor drei Jahren verstorbene Ehrenpräsident der italienischen Stiftung "Mercanti d'Arte". Dazu gehören eine mit Vogelmotiven bemalte Kaffeekanne und ein mit chinesischen Szenen verziertes seltenes Tablett, die beide um 1750 in der Manufaktur von Pasquale Antonibon angefertigt wurden.

Links: Kaffeekanne aus der Manufaktur Pasquale Antonibon, Nove 1740-60 Rechts: Tablett aus der Manufaktur Pasquale Antonibon
Links: Kaffeekanne aus der Manufaktur Pasquale Antonibon, Nove 1740-60 Rechts: Tablett aus der Manufaktur Pasquale Antonibon

Des Weiteren wird viel Majolika aus Ligurien zum Aufruf kommen, darunter dieser außergewöhnliche Brunnen des 18. Jahrhunderts, für den es kein vergleichbares Objekt gibt und der 1939 in der Ausstellung über antike ligurische Majolika im Königlichen Palast in Genua gezeigt worden war.

Seltener Brunnen mit Deckel, Savona 2. Hälfte 18. Jh.
Seltener Brunnen mit Deckel, Savona 2. Hälfte 18. Jh.

Das Porzellan und die Majolika der Auktion stammt aus so bedeutenden Produktionsorten wie Meißen, Wien, Ludwigsburg, Fürstenberg, Doccia, Neapel, Venedig, Nove und Turin. Zu den Highlights gehört figürliches Porzellan mit pastoraler Thematik, das im 18. Jahrhundert für gewöhnlich als Tischdekoration diente. Die beiden nachfolgend abgebildeten Exemplare wurden in den 1770er Jahren in der Manufaktur Ginori in Doccia nahe Florenz hergestellt.

Links: Porzellangruppe der Manufaktur Ginori, Doccia 1770-80 Rechts: Porzellangruppe der Manufaktur Ginori, Doccia 1770-80
Links: Porzellangruppe der Manufaktur Ginori, Doccia 1770-80 Rechts: Porzellangruppe der Manufaktur Ginori, Doccia 1770-80

Am 13. Juni stehen bei Cambi um 15 Uhr Sammlerstücke aus Silber sowie um 17:30 Uhr bedeutende Kunstwerke und Möbel im Auktionskalender. Die Silberauktion umfasst Stücke internationaler Hersteller sowie feine Arbeiten, die aus italienischen Sammlungen stammen.

Ein interessantes Stück ist eine silberne Schnupftabakdose, die der Goldschmied Mario Buccellati in den 1920/30er Jahren für den Schriftsteller Gabriele D'Annunzio angefertigt hat. Die Dose gedenkt dem Aufstand der italienischen Marine gegen die damalige österreichisch-ungarische Monarchie, der am Ende des Ersten Weltkrieges in der kroatischen Bucht von Buccari in einem Überfall auf ein österreichisches Schiff gipfelte. D'Annunzio hatte an diesem Überfall selbst teilgenommen.

MARIO BUCCELLATI - Silberne Schnupftabakdose, 1920/30
MARIO BUCCELLATI - Silberne Schnupftabakdose, 1920/30

Den Abschluss des zweitägigen Auktionsreigens bildet die Versteigerung von bedeutenden Kunstwerken und repräsentativen europäischen Möbeln. 111 Objekte werden unter den Hammer kommen, die aus verschiedenen italienischen Privatsammlungen stammen.

Zu den Highlights dieser Auktion gehören ein Kabinettschrank, der mit polychromen Pietra dura-Platten verziert ist, sowie ein Paar aufwändig mit Intarsien versehene Kommoden im klassizistischen Stil. Beide Stücke stammen aus dem 18. Jahrhundert.

Links: Kabinettschrank aus Ebenholz mit Pietra dura-Platten, Florenz 18. Jh. Rechts: Paar klassizistische Kommoden mit Intarsien, letztes Viertel 18. Jh.
Links: Kabinettschrank aus Ebenholz mit Pietra dura-Platten, Florenz 18. Jh. Rechts: Paar klassizistische Kommoden mit Intarsien, letztes Viertel 18. Jh.

Hier sehen Sie noch einmal alle Termine auf einen Blick:

"Das Flora Danica-Service" - 12. Juni, 15 Uhr

"Majolika und Porzellan" - 12. Juni, 16 Uhr

"Sammlerstücke aus Silber" - 13. Juni, 15 Uhr

"Bedeutende Kunstwerke und Möbel" - 13. Juni, 17:30 Uhr

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