Der 16. Mai steht im Hamburger Auktionshaus Stahl ganz im Zeichen von großartiger Kunst und Kunsthandwerk und traumhaftem Schmuck. Die Offerte mit 760 Losen reicht von Alten Meistern bis zur Moderne, von antiken Pretiosen bis zu aktueller Juwelierkunst.

Die an Highlights nicht arme Offerte umfasst auch ein Hauptwerk des Tiermalers Heinrich von Zügel, der besonders für seine impressionistischen Darstellungen von Schafen und Kühen bekannt ist. In dem vorliegenden Gemälde Kühe im Halbschatten hat er die beiden gefleckten Protagonisten vor einer grünen Kulisse in Szene gesetzt, in der seine Beherrschung des Spiels von Licht und Schatten perfekt zur Geltung kommt.

Mit Max Liebermann ist ein weiterer Hauptvertreter des deutschen Impressionismus in der Auktion vertreten, dessen Meisterschaft in der Darstellung von Lichteffekten geradezu sprichwörtlich war, sprach und spricht man doch von den "Liebermann'schen Sonnenflecken". In der Auktion kommt jedoch ein gezeichneter Liegender Akt zum Aufruf.

Was Heinrich von Zügel Kühe und Schafe waren, waren Enten für Alexander Koester, der die gefiederten Wasservögel zu seinem Hauptmotiv machte, was ihm bereits zu Lebzeiten den Spitznamen "Enten-Koester" einbrachte. Als das am teuersten bewertete Gemälde der Auktion wird das großformatige Zehn Enten am Brünnele angeboten.

Ebenfalls Teil der Offerte sind Werke italienischer und flämischer Alter Meister aus einer schwedischen Privatsammlung. Nicht unerwähnt bleiben darf hier die Darstellung eines jugendlichen Johannes der Täufer vor einer wilden Landschaft, die dem Caravaggisten Niccolò Renieri zugeschrieben wird.

Unter den Gemälden des 19. Jahrhunderts hervorzuheben ist das Landschaftsgemälde Auf der Wanderung von Carl Spitzweg. Eine weitere Landschaft stammt vom französischen Impressionisten Henri-Edmond Cross, der sich mit seinen mediterranen Werken dem Pointilismus zuwandte, was auch in der vorliegenden Sommerlandschaft deutlich wird.

Eines der ungewöhnlichsten Werke der Auktion stammt mit Schrödingers Katze vom zeitgenössischen Künstler Bruno Griesel, einem Vertreter der Neuen Leipziger Schule, dessen Werke bereits in Europa und den USA ausgestellt wurden.

Neben der Sammlung Alter Meister ist auch die Sammlung eines Hamburger Unternehmers mit 40 Louis XVI- und Empire-Pendulen Teil der Offerte.

Hier trifft man auf die die Meister französischer Uhrmacherkunst des ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhunderts, deren Schöpfungen den Streitwagen des Telemachos oder Amor à la Laterna Magique darstellen. Ebenfalls hervorzuheben ist das seltene Paar Le Porteur-Tischuhren mit Herkules und einer Tanzenden Omphale.

Ebenfalls aus der Epoche des Klassizismus, wenn auch des späten, stammt eine Kratervase der KPM Berlin mit Ansichten von Schloss Charlottenburg und der Luiseninsel im Berliner Tiergarten. Die Antike nicht nur imitierend, sondern wirklich antik ist ein großer apulischer Glockenkrater aus der Mitte des 4. Jahrhunderts vor Christus. Die rotfigurige Bemalung zeigt eine Opferszene mit Dionysos sowie drei Männer im Gespräch.

Zum Schluss sei noch auf diesen Schreibtisch aus furniertem Bergahorn- u. Nusswurzelholz des französischen Art déco-Designers und Innenarchitekten Jean-Michel Frank hingewiesen. Zu seinen Lebzeiten konnte Frank mit seinen Entwürfen Persönlichkeiten wie Alberto Giacometti, Cole Porter oder Nelson Rockefeller begeistern. Und nun vielleicht auch Sie?
Die Auktion findet am 16. Mai um 11 Uhr im Auktionshaus Stahl im Graumannsweg 54 in Hamburg statt. Alle Informationen zum Ablauf der Auktion finden Sie hier.
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