1873 war der in München ausgebildete und tätige Maler Franz Defregger mit seinem Gemälde Die beiden Brüder auf der Weltausstellung in Wien vertreten. Das frühe Hauptwerk des Malers, der mit Arbeiten wie dieser den Beginn der bäuerlichen Genremalerei einläutete, kam beim Publikum gut an, doch nach der Ausstellung verlor sich die Spur des Gemäldes, das zwar durch Reproduktionen überliefert wurde, jedoch im Original als verschollen galt – bis jetzt.

In Schweizer Privatbesitz wurde Defreggers bedeutendes Gemälde, das die erste Begegnung eines älteren Jungen mit seinem neugeborenen Brüderchen in bäuerlicher Umgebung darstellt, nun wiederentdeckt und am 15. Dezember kommt es als eines der Highlights der Dezember-Auktion des Zürcher Auktionshauses Schuler zum Aufruf.
Wie gewohnt hat Schuler auch seine Auktion im Dezember in Online- und Saal-Versteigerungen aufgeteilt. Nachdem am 11. Dezember ausschließlich online auf eine vielseitige Offerte mitgeboten werden darf, folgen vom 13.-15. Dezember die Saalauktionen mit einem nicht weniger abwechslungsreichen Angebot.

Los geht es am 13. Dezember um 9 Uhr mit der Kategorie „Tischkultur“, die insgesamt 50 Lose umfasst. Eines davon ist diese Terrine aus dem Service Flora Danica von Royal Copenhagen. Flora Danica ist eines des exklusivsten Porzellanservice der Welt und wer ein funkelnagelneues haben möchte, muss es auch heute noch bei der Manufaktur bestellen. Auktionen sind da eine willkommene Alternative und mit gut erhaltenen Stücken wie dem vorliegenden auch absolut lohnenswert.
Weitere Kategorien des ersten Auktionstages sind Silber, Miniaturen und Objets de vertu sowie Ikonen, Kunsthandwerk und Teppiche.

Auch am 14. Dezember beginnend die Versteigerungen um 9 Uhr. Jetzt stehen Asiatica als erstes auf dem Programm. Ein ganz bezauberndes Highlight ist hier dieses Netsuke, das Mitte des 19. Jahrhunderts von Shigemasa in Japan ausgeführt wurde. Aus verschiedenen Holzarten wurde hier ein umgekippter Eimer dargestellt, über dessen Rand eine Schnecke mit Häuschen kriecht. Der Körper der Schnecke ist dabei so gewölbt, das er als Öse („Himotoshi“) zum Durchziehen der Schnur diente, mit der das Netsuke am Gürtel (Obi) befestigt werden konnte.

Nach Antiken und Schmuck folgt am zweiten Auktionstag die Kategorie „Taschen- und Armbanduhren“, die knapp 50 Zeitanzeiger begehrter und gesuchter Hersteller umfasst. Einer dieser Hersteller ist natürlich Rolex, der mit insgesamt 11 Uhren in der Auktion vertreten ist, darunter eine GMT-Master II aus Gelbgold von 2009/10 in einer besonders luxuriösen Ausführung, bei der an Edelsteinen nicht gespart wurde. So ist das Zifferblatt vollständig mit Brillant-Pavé verziert, während die modelltypische Zweifarbigkeit der Lünette mit Saphiren und Rubinen kreiert wurde.

Die GMT-Master von Rolex ist ein absoluter Klassiker unter den Armbanduhren, genauso wie es die Kelly Bag von Hermès unter den Handtaschen ist. In der letzten Kategorie des Tages, „Accessoires de mode“, kommt das begehrte Modell in einer Pochette-Variante aus dem Jahr 2006 zum Aufruf. Bestehend aus grau-braunem Glattleder und palladinierten Metallbeschlägen, hat die sehr gut erhaltene Tasche ihre Originalverpackung mit dabei.
Der 15. Dezember endet mit Großuhren, die auf Möbel, Weine und Design folgen. Den Auftakt des letzten Auktionstags bilden ab 9 Uhr jedoch zunächst Werke von Schweizer Künstlern, die anschließend von ihren internationalen Kollegen, darunter Franz Defregger mit seinem eingangs erwähnten Hauptwerk, abgelöst werden.
Die Versteigerungen finden im Auktionshaus Schuler, Seestraße 341, in Zürich statt. Die Ausstellung ist dort noch bis zum 8. Dezember zugänglich.
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