1851 benannten Antoine Norbert de Patek und Jean Adrien Philippe ihre sechs Jahre zuvor unter dem Namen Patek & Co. gemeinsam in Genf gegründete Uhrenmanufaktur in Patek Philippe & Co. um. Im selben Jahr machte sich Patek auf die Suche nach Einzelhändlern, die seine Produkte verkaufen könnten.
In New York traf er auf Juwelier Charles Lewis Tiffany, der ebenfalls jenem Jahr entschieden hatte, dass seine Produkte künftig mit dem Sterlingsilber-Standard hergestellt werden sollten. Die beiden visionären Geschäftsmänner wurden sich schnell einig und besiegelten ihre künftige Zusammenarbeit mit einem Handschlag.

Dieser denkwürdige Moment jährt sich nun zum 170. Mal. In der kommenden Auktion des Hamburger Auktionshauses Cortrie, die am 13. Februar stattfinden wird, gehören zwei Zeugnisse dieser bis heute andauernden Kooperation zu den Highlights: Eine seltene "oversize" Armbanduhr von ca. 1928 sowie eine quadratische Art déco-Frackuhr mit Platingehäuse von ca. 1920.

Bei der Armbanduhr muss auf den Schriftzug "Tiffany & Co." auf dem Zifferblatt hingewiesen werden, denn der New Yorker Juwelier ist der einzige Händler in Amerika, dessen Name auf einer Patek Philippe-Uhr erscheinen darf.

Weitere Highlights von Patek Philippe, die bei Cortrie zum Aufruf kommen werden, sind eine Nautilus Jumbo aus Edelstahl (Ref.3700/1) von 1982, die nicht nur mit ihrem sehr guten Zustand sondern auch mit ihren umfangreichen Dokumenten begeistert, sowie ein bedeutendes Observationschronometer von 1903, das im Jahr seiner Herstellung mit dem "Honorable Mention Award" ausgezeichnet wurde.

Nicht um ein Observations-, sondern um ein Expeditionschronometer handelt es sich bei einem weiteren Highlight, das seine passende Mahagonibox mit dabei hat. Das Chronometer 1313 von ca. 1840 wurde von Johann Heinrich Kessels angefertigt, dem berühmtesten unter den frühen Chronometerherstellern. Vor allem seine Expeditionschronometer sind auf dem Auktionsmarkt ein seltenes Gut.

Die Offerte von Cortrie begeistert nicht nur mit ihren Raritäten, sondern auch mit ihrem breitgefächerten Angebot, die Sammler der unterschiedlichsten Uhrentypen zufriedenstellen wird.

Zu den größeren Exemplaren gehört eine frühe Reutter-Atmos Pendule Perpetuelle von 1935 in sehr schönem Erhaltungszustand. Nur ganz klein hingegen (ca. 20 x 33 mm) ist hingegen eine mit Rubinen besetzte Ringuhr von George Achard & Fils Geneve von ca. 1780.

Nicht nur dekorativ, sondern auch praktisch ist diese goldene Puderdose, in deren Deckel eine wiederum durch einen Deckel geschützte Uhr eingearbeitet ist.

Wie die Dose zieren auch diese Musikspieluhr blaues Emaille und Orientperlen. Die museale The Musical Harp von ca. 1810 wird Piguet & Capt Geneve zugeschrieben.

Ebenfalls museal und ebenfalls musikalisch ist dieser Taschenuhren-Musikautomat Typ Theater, der vermutlich um 1820 von Du Bois et Fils hergestellt wurde. Nur neun Exemplare sind heute von dieser Rarität bekannt.

Zu den ältesten Stücken der Auktion gehört diese bedeutende Renaissance-Karossenuhr mit Selbstschlag. Das durchbrochen gearbeitete Messinggehäuse weist eine florale Komposition auf, die an die beliebten Stillleben der damaligen Zeit (ca. 1640) erinnert.

Zum Schluss sei noch einmal auf eine ganz besondere Armbanduhr hingewiesen: Die seltene und äußerst luxuriöse Herrenuhr Diamant Squelette von Vacheron & Constantin (Ref. 43502-1) aus den 1980er/90er Jahren. Hier ist nicht nur das sichtbare, superflache Automatikwerk ein Hingucker, sondern auch das sehr fein gearbeitete Flecht-Armband.

Die Auktion findet am 13. Februar um 16:30 Uhr im Auktionshaus Cortrie, Süderstraße 282, in Hamburg statt. Besichtigungen sind dort vom 2.-12. Februar nach vorheriger Terminabsprache möglich.
