"Von Zürich aus in alle Welt" könnte das Motto der kommenden Auktion des Auktionshauses Schuler lauten, die vom 22.-26. Juni stattfinden wird. In fast 3000 Losen kommen Kunst, Schmuck, Uhren, Kunsthandwerk und Antiquitäten sowie Mode, Antiken, Asiatika, Wein und Spirituosen zum Aufruf.

Eine wichtige Station der Auktionsreise von Schuler ist Russland. Hier kommt mit Natalija Goncharova eine der begehrtesten und teuersten Künstlerinnen auf dem Auktionsmarkt zum Aufruf. Zum einen mit dem 1910/11 entstanden Ölgemälde Promenade au bord de l'eau, zum anderen mit dem als Gouache und Aquarelle ausgeführten Blatt Projet d'illustration pour le poème de Bobrov (Le pacte) von 1913. Goncharova zählte zu den bedeutendsten Vertretern der Russischen Avantgarde, die der Bewegung wichtige Impulse gab.

Im spätzaristischen Russland machte vor allem der Juwelier Fabergé von sich reden und hat auch heute nicht an Glanz verloren. Bei Schuler darf auf einen silbernen Brieföffner mit plastischer Schlange mitgeboten werden, der um 1890 von Werkmeister Julius Rappoport gefertigt wurde.

Sowohl für Natalja Goncharova als auch für Fabergé bildete die traditionelle russische Kunst eine (sehr unterschiedlich interpretierte) Inspirationsquelle. Die prächtigen Ikonen sind dabei nicht wegzudenken. Eine solche mit vergoldetem Silberoklad und Cloisonné-Emaille, die Christus als Weltenbeherrscher zeigt, wird ebenfalls angeboten.

Weiter südlich wird im heutigen Iran seit Jahrhunderten die Kunst des Teppichknüpfens gepflegt. Ein gut erhaltener, 368x475 cm messender Heriz-Serapi, der um 1900 im damaligen Nordwest-Persien aufgeführt wurde, ist eines der Highlights der Teppich-Offerte.

Einen großen Sprung nach Osten machen wir mit einem herausragenden Album mit 10 Nishiki-e (japanischer Farbholzschnitt) des Künstlers Utagawa Toyoharu, der mit seinen Arbeiten auch dem bedeutenden Katsushika Hokusai (Die große Welle vor Kanagawa) den Weg ebnete.

Zurück in Europa darf man sich in der Kategorie "Helvetica" auf die Gouache Basel, Blick auf den Münsterplatz freuen, die ein unbekannter Künstler Ende des 18. Jahrhunderts ausführte.

Vom englischen Maler Edward Compton können fünf Arbeiten aus einer Privatsammlung zum Aufruf. Vor allem zu nennen ist hier das wunderbare Aquarell Der Rosenlaui-Gletscher mit Wellhorn und Wetterhorn von 1879.

Sehr fein ausgeführt wurde auch dieser barocke Trois-Corps-Sekretär aus Nussbaum, Ahorn und Pflaumenholz, dessen Intarsien Figuren und ein Wappen darstellen.

Um eine rund 150 Jahre jüngere Arbeit handelt es sich bei diesem Hanauer Vogelautomaten in Form eines Flügels, dessen gefiederter Protagonist durch einen Aufziehmechanismus (Schlüssel vorhanden) in Bewegung versetzt wird.

Von der Fauna zur Flora geht es in der Schmuck-Offerte mit einer naturalistisch gearbeiteten Tremblant-Blumen-Brosche aus Gelbgold von ca. 1950, die mit Rubinen, Saphiren, Smaragden und Brillanten besetzt ist.

Ebenfalls erwähnt werden muss hier ein Collier des Zürcher Juweliers Binder, dessen Geldgoldelemente jeweils eine Perlmutteinlage einfassen.

Zum Schluss sei noch auf ein Paar römische Mosaik-Paneele der späten Kaiserzeit oder der byzantinischen Epoche (3.-7. Jh.) hingewiesen. Die feinen Arbeiten aus polychromen Steintesserae zeigen jeweils einen Pfau mit drei Blüten.
Die Versteigerungen finden vom 24.-26. Juni als Saalauktion (Gebotsabgabe natürlich auch online möglich) im Auktionshaus Schuler, Seestraße 341, in Zürich statt. Bereits am 22. Juni darf bei der Blauen Auktion ausschließlich online mitgeboten werden. Auktionsbeginn ist an allen Tagen um 9 Uhr. Die Ausstellung ist vom 13.-19. Juni jeweils von 11-18 Uhr geöffnet.
Entdecken Sie jetzt alle aktuellen Lose von Schuler hier bei Barnebys!
