In den 1990er Jahren begann man im italienischen Design-Unternehmen Alessi, das seit Jahrzehnten für seine hochwertigen Haushaltswaren aus Edelstahl bekannt war, andere Materialien in sein Sortiment auf zunehmen, darunter auch Porzellan. 1992 entwarf Alessandro Mendini, der seit den 1970er Jahren mit Alessi zusammenarbeitete, eine Vase mit spitz zulaufendem Deckel. Für die Gestaltung wurden 100 zeitgenössische Künstler, darunter Philippe Starck, Paola Navone, Ettore Sotsass und Carla Accardi, herangezogen, die jeweils ein Dekor entwarfen. Von jeder dieser 100 Dekore wurden lediglich 100 Exemplare hergestellt, sodass sich eine Gesamtzahl von nur 10.000 Vasen ergibt.

Eine streng limitierte Auflage ist die beste Voraussetzung für die Schaffung eines Sammlerobjekts. Das trifft natürlich auch auf die Vasen-Serie 100% Make-up von Alessi Tendentse zu. Am Freitag, den 17. Dezember, bietet sich im Auktionshaus Schuler nun die einmalige Gelegenheit, die komplette Serie der 100 individuell gestalteten Vasen zu ersteigern. Ebenfalls mit dabei ist ein maßgefertigtes Wandregal aus Glas und rot lackiertem Holz, sodass sich der glückliche Höchstbietende auch über die Unterbringung dieses Design-Schatzes keine Gedanken machen muss.
In seiner Weihnachtsauktion am 17. Dezember präsentiert das Zürcher Auktionshaus eine breitgefächerte Offerte mit Kunst, Schmuck, Uhren, Antiquitäten und Design, aus der wir Ihnen nun weitere Highlights vorstellen möchten.

Ein weiteres Highlight der Porzellanofferte ist dieses Tête-à-Tête von Herend mit polychromen Ansichten des ungarischen Kurortes Balatonfüred, der im 19. Jahrhundert seine Blütezeit hatte. Aus dieser Epoche stammt auch der Entwurf des Services, das in der Auktion in einer Ausführung des 20. Jahrhunderts zum Aufruf kommt.

Ansichten spielen auch auf diesem ausgefallen Täbris mit „Vierjahreszeiten-Musterung“ eine große Rolle. Neben vier historischen persischen Bauwerken sind darauf die zwölf Tierkreiszeichen, eine Szene aus einem Gedicht des persischen Dichters Omar Khayyam, Königsporträts, Szenen des bäuerlichen Alltags und Ornamente aus der antiken Metropole Persepolis abgebildet.

Bei einem Abstecher nach Osten, genauer gesagt nach Japan, entdecken wir diese Bildrolle mit sechs erotischen Farbholzschnitten des Künstlers Kitagawa Utamaro (1753–1806). Diese als Shunga („Frühling“) bezeichnete Bildgattung war in Japan lange allgemein akzeptiert. Zu einem nachhaltigen Verbot kam es erst im 19. Jahrhundert durch den zunehmenden westlichen Einfluss.

Ein weitaus unschuldigeres Vergnügen bildete Adolf Dietrich 1925 in seinem auf Karton ausgeführten Ölgemälde Eislauf auf dem Untersee ab. Winterbilder sind nur selten in Dietrichs Œuvre anzutreffen. Das vorliegende entstand zudem zu einer Zeit, als der Schweizer Künstler in seiner Heimat kaum bekannt, in Deutschland aber schon mehrfach ausgestellt worden war.

Unter den altmeisterlichen Gemälden sind vor allem das vom Meister der Natività di Fiesole ausgeführte Andachtsbild Maria mit dem Kind sowie das beeindruckende 251 x 173,5 cm messende Gemälde Maria mit Kind und den Heiligen Jacobus und Philippus zu erwähnen. Letztes wurde im späten 16. Jahrhundert von einem Vertreter der Bologner Schule ausgeführt.

Verglichen mit der Malerei ist die Fotografie ein wahrhaft junges Medium. Ein weiteres Highlight der Auktion stammt aus jener Zeit, als die Fotografie noch in den Kinderschuhen steckte. Louis Daguerre entwickelte in den 1830er Jahres das erste kommerziell nutzbare Verfahren, das schon bald von Jean-Gabriel Eynard-Lullin in der Schweiz eingeführt wurde. Das Gruppenporträt, das bei Schuler zum Aufruf kommt, zeigt unter anderem Eynard-Lullins Ehefrau, die Bildhauerin Anna Eynard-Lullin.

Ein weiterer Schatz aus der Schweiz liegt mit dieser barocken Anrichte vor, die um 1750 in Beromünster, Luzern, aus Nussbaum, Ahorn und Wurzelholz hergestellt wurde. Neben dem Rahmen aus geschnitzten Akanthusranken sind vor allem die floralen und figürlichen Intarsien zu erwähnen.

Mit viel kunsthandwerklichen Können wurden die vier Limoges-Objekte der Offerte angefertigt, die aus einer Bremer Privatsammlung stammen. Eines davon ist dieses Kästchen mit farbigem Emaille champlevé, das zur Aufbewahrung der Heiligen Öle diente. Die vier Objekte wurden vermutlich im 13. Jahrhundert geschaffen.

Auch in der Silberofferte gibt es viel Erwähnenswertes zu entdecken. Neben einer Teekanne auf Présentoir, die das Wappen der Freiburger Patrizierfamilie d’Affry ziert, muss auf ein Tee- und Kaffeeservice von Gerald Benney hingewiesen werden, das mit seinem Mix aus glatten und strukturierten Oberflächen besticht.

Glänzende Wunder aus edlen Metallen kommen natürlich auch in der Schmuckofferte zum Aufruf, die antike und moderne Pretiosen gleichermaßen umfasst – und zwei Exemplare der seltensten Perle der Welt. Die Conchperlen werden nicht von Muscheln, sondern von der Conch-Meeresschnecke gebildet und begeistern mit ihrer geflammten, zart orangefarbenen Oberfläche.

In der Uhrenofferte kommt der erste Teil einer Berner Privatsammlung zum Aufruf, die viele begehrte Marken umfasst. Eines der Highlights ist gleichzeitig auch das älteste Stück der Sammlung: eines der frühesten Modelle der Oyster-Serie, die Rolex 1926 auf den Markt gebracht hatte. Das diese Uhren tatsächlich, wie vom Hersteller angegeben, wasserdicht sind, wurde bereits 1927 von der Schwimmerin Mercedes Gleitze bewiesen, die mit einer solchen Rolex-Uhr den Ärmelkanal durchquerte.
Ergänzt wird die Saalauktion, die am 17. Dezember im Auktionshaus Schuler, Seestrasse 341, in Zürich stattfindet, durch die nicht weniger abwechslungsreiche Blaue Auktion, die am 13. Dezember als Online Only-Auktion präsentiert wird.
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