Eine wundervolle Frühjahrs-Melange im Auktionshaus Neumeister

Wie man den Winterblues am besten vertreibt? Mit hinreißendem Schmuck, zarten Rokokozeichnungen, badenden Sommerfrischlern und zeitlosem Stuhldesign!

Eine wundervolle Frühjahrs-Melange im Auktionshaus Neumeister

Am 19. und 20. März öffnet das Münchner Auktionshaus Neumeister seine Tore und lädt ein zu zwei Versteigerungen, die Schmuck und Alter Kunst gewidmet sind. Zum Aufruf kommen insgesamt 572 Lose, deren hohe Qualität und Vielfalt viele Interessenten anlocken werden.

Die Schmuckauktion beginnt am 19. März um 16 Uhr. Sie umfasst europäische Pretiosen des 18. und 19. Jahrhunderts, Jugendstilschmuck, Vintage- und Designerstücke sowie Armband- und Taschenuhren. Das Top-Los ist hier ein wundervolles Collier aus Platin und Gelbgold, das mit 88 Brillanten und 22 Rubinen besetzt ist. Wer Abwechslung mag, kann das Schmuckstück in zwei Armbänder aufgeteilt tragen.

Links: Collier, Platin, GG, Brillanten, Rubine, Gebrüder Hemmerle, München 1980 || Rechts: Armband mit natürlich farbigen Diamanten, Galerie du Diamant, Paris um 2015 | Fotos: Neumeister
Links: Collier, Platin, GG, Brillanten, Rubine, Gebrüder Hemmerle, München 1980 || Rechts: Armband mit natürlich farbigen Diamanten, Galerie du Diamant, Paris um 2015 | Fotos: Neumeister

Eine luxuriöse Variante des wieder hochaktuellen Bettelarmbands kommt mit einem außergewöhnlichen Handgelenkschmuck zum Aufruf, den 32 Fancy Diamanten in natürlichen Geld- und Grünnuancen zieren.

Freunde des Smaragdschmucks werden von zwei besonders schönen Stücken sicherlich begeistert sein. Neben mehr als 200 Brillanten ist ein italiensicher Ring aus Weiß- und Gelbgold mit einem herzförmigen Smaragd von 18,31 ct besetzt.

Links: Ring mit herzförmigem Smaragd und Brillanten, Italien || Rechts: Rivièrearmband mit Smaragden und Diamanten, Deutschland 1990er Jahre | Fotos: Neumeister
Links: Ring mit herzförmigem Smaragd und Brillanten, Italien || Rechts: Rivièrearmband mit Smaragden und Diamanten, Deutschland 1990er Jahre | Fotos: Neumeister

41 Smaragde von zusammen 9,42 ct finden auf einem zarten Rivièrearmband aus Weißgold Platz. Teilen müssen sie ihn mit 13 Diamanten im Fancyschliff.

Auch Objets de Vertu dürfen sich über einen Platz in der Schmuckofferte freuen. Die wundervolle Art déco Puder- und Necessairedose aus Platin, Gold Diamanten, und Onyx, die um 1925-30 in Paris angefertigt wurde, darf in keiner Sammlung fehlen.

Puder- und Necessairedose, Janesich, Paris um 1925-30 | Foto: Neumeister
Puder- und Necessairedose, Janesich, Paris um 1925-30 | Foto: Neumeister

Der zweite Auktionstag, an dem die Versteigerungen um 14 Uhr beginnen, besticht mit seiner überaus breitgefächerten Offerte. Freuen darf man sich auf Gemälde und Grafik vom 15.-20. Jahrhundert, Kunst aus Ostasien, Möbel und Design, Porzellan, Silber und vieles mehr.

Orpheus bezaubert Bäume und Tiere mit seinem Harfenspiel, Öl/Lwd., Niederlande 2. Viertel 17. Jh. | Foto: Neumeister
Orpheus bezaubert Bäume und Tiere mit seinem Harfenspiel, Öl/Lwd., Niederlande 2. Viertel 17. Jh. | Foto: Neumeister

Von einem unbekannten Meister der Niederländischen Schule des 17. Jahrhunderts stammt hier das Gemälde Orpheus bezaubert Bäume und Tiere mit seinem Harfenspiel. Mit viel Liebe zum Detail und hoher Kenntnis hat der Maler eine große Zahl an Tieren und Vögeln wiedergegeben, die dem antiken Sänger Orpheus lauschen. Ein interessantes Detail ist auch der musizierende Affe, der den damals bereits hochaktuellen Trend des vermenschlicht dargestellten Primaten widerspiegelt.

François Boucher (1703 Paris 1770), Studie nach dem Kopf eines Mädchens, Farbkreise/Papier, wohl 1750er Jahre | Foto: Neumeister
François Boucher (1703 Paris 1770), Studie nach dem Kopf eines Mädchens, Farbkreise/Papier, wohl 1750er Jahre | Foto: Neumeister

Etwa 100 Jahre später schuf der französische Maler François Boucher diese Kopfstudie eines jungen Mädchens vermutlich als Auftragsarbeit für einen Sammler. Boucher versinnbildlicht bis heute wie kein anderer Künstler den leichten und nicht selten erotisch angehauchten Geist des Rokoko.

Charles Vetter (1858 Kahlstädt/Ostpreußen - 1936 München), Der Stachus in München bei Nacht, Öl/Lwd., signiert und datiert, 1908 | Foto: Neumeister
Charles Vetter (1858 Kahlstädt/Ostpreußen - 1936 München), Der Stachus in München bei Nacht, Öl/Lwd., signiert und datiert, 1908 | Foto: Neumeister

Mit vier Arbeiten ist der Impressionist Charles Vetter in der Auktion vertreten. Vetter malte mit Vorliebe Straßenszenen seiner Wahlheimat München. Besonders hervorzuheben sind jene Werke, die die bayrische Landeshauptstadt bei nächtlichem Regenwetter zeigen.

Leo Putz (1869 Meran 1940), Am Chiemsee - Die Badenden, Öl/Lwd., signiert und datiert, 1921 | Foto: Neumeister
Leo Putz (1869 Meran 1940), Am Chiemsee - Die Badenden, Öl/Lwd., signiert und datiert, 1921 | Foto: Neumeister

Bewegen wir uns nun fort aus dem regnerischen München und reisen stattdessen an den Chiemsee, wo der Frühexpressionist Leo Putz 1921 zwei badende Frauen malte. Derartige Badeszenen sind wiederholt im Œuvre des Künstlers zu finden, der zudem ein virtuoser Portraitist und Landschaftsmaler war.

Mit der Begeisterung für Kunst aus China, die im Europa des 18. Jahrhunderts weit verbreitet war, fanden auch die Wächterlöwen ihren Weg dorthin und wurden nachgeahmt. Ein Paar solcher Löwen, das in einer Manufaktur im nordfranzösischen Rouen aus Fayence gefertigt und polychrom bemalt wurde, stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Paar sitzender Löwen, Fayence, polychrom bemalt, Rouen 1. Hälfte 18. Jh. | Foto: Neumeister
Paar sitzender Löwen, Fayence, polychrom bemalt, Rouen 1. Hälfte 18. Jh. | Foto: Neumeister

Die folgenden beiden Möbelstücke versinnbildlichen hervorragend die rasante Entwicklung, die die Möbelherstellung vom Kunsthandwerk zum Designerobjekt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert durchlebt hat. Während Joseph Maria Olbrichs um 1905 geschaffener Notenschrank noch ein wundervolles Beispiel für die Kunsttischlerei mit Intarsien aus Edelhölzern darstellt, ist Mies van der Rohes rund 25 Jahre später entstandener Freischwinger MR 20 bereits voll und ganz in der Moderne angekommen.

Links: Joseph Maria Olbrich, Notenschrank, Perlahorn, Palisander, Darmstadt um 1905 || Rechts: Mies van der Rohe, Freischwinger MR 20, Stahlrohr, Korbgeflecht, Ausführung Berliner Metallgewerbe, Joseph Müller, Berlin 1927-30 | Fotos: Neumeister
Links: Joseph Maria Olbrich, Notenschrank, Perlahorn, Palisander, Darmstadt um 1905 || Rechts: Mies van der Rohe, Freischwinger MR 20, Stahlrohr, Korbgeflecht, Ausführung Berliner Metallgewerbe, Joseph Müller, Berlin 1927-30 | Fotos: Neumeister

Alle vorgestellten Objekte werden am 19. und 20. März im Auktionshaus Neumeister in der Barer Straße 37 in München versteigert. Vorbesichtigungen können dort vom 14.-18. März vorgenommen werden.

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