Es ist wie der Körper einer Frau. Alles ist absolut sinnlich.
Entworfen im Jahr 1974 vom ungarischen Architekten Antti Lovag (1920-2014), ist der Palais Bulles auch heute noch eine der revolutionärsten Architekturen überhaupt. Aktuelle steht das 1.200 m²-Anwesen bei Christie's Real Estate International zum Verkauf, wo es von Michaël Zingraf Real Estate angeboten wird – mit Preis auf Anfrage.
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Eingebettet in die Klippen des Massif de l'Esterel an der Côte d'Azur, verkörpern die Terrakottakugeln, aus denen der Palais Bulles besteht, Antti Lovags architektonische Philosophie, in der gerade Linien "eine Aggression gegenüber der Natur" darstellen.
Architekt Lovag besaß eine einzigartige Auffassung seiner Profession. Die unkonventionelle Dimension seines Ansatzes betonend, bezeichnete er sich selbst als "Habitologe". Im Grunde hatte Lovag nur wenig oder sogar gar kein Interesse an der Architektur an sich und bevorzugte es, sich auf den Menschen und den Raum, in dem er lebt, zu konzentrieren, um so eine "Hülle" zu schaffen, die alle Bedürfnisse umfasste.

Entworfen wurde das Anwesen für den Industriellen Pierre Bernard. Erbaut zwischen 1975 und 1989 war es das zweite Haus dieses Typs von Lovag und die zweite Arbeit, die Bernard bei ihm in Auftrag gab. Der Architekt hatte zuvor bei einem Haus für Antoine Gaudet in Tourrettes-sur-Loup mit dieser innovativen Technik experimentiert.
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"Es ist wie der Körper einer Frau. Alles ist absolut sinnlich", sagte Modedesigner Pierre Cardin, der enorm zur Reputation des Palais Bulles beitrug.

Nach Bernards Tod war es Cardin, der das Palais Bulles 1991 kaufte, und sich angeblich von dessen üppigen Formen inspirieren ließ. "Seit Beginn meiner Karriere, war der Kreis eine Konstante in meinen Kreationen. Ich wollte ein Förderer des Ungewöhnlichen sein", bekannte er einmal. Im Palais Bulles stellte Cardin seine Sammlungen mit Möbeln, Kunst und Designobjekten aus und präsentierte verschiedene Events, wie beispielsweise 2015 die Dior Fashion Show.
Alles, vom Boden bis zur Decke, von den Fenstern bis zu den sich windenden Gängen, ist kugelig oder geschwungen. Das Palais Bulles ist eine unglaubliche Ansammlung von Volumen, die Lovag als Rückkehr zu unseren Wurzeln und den Habitaten unserer Vorfahren betrachtete.

Mit seinen 1.200 m² und einem atemberaubendem Blick auf die Bucht von Cannes ist dieses Fleckchen Paradies ganz vorne anzusiedeln, wenn es um zeitgenössische Architektur geht. Diese außergewöhnliche Versammlung von Kugeln beherbergt eine weitläufige Lounge, einen Empfangssalon und 10 Suiten, die von zeitgenössischen Künstlern wie Patrice Breteau, Jérôme Tisserand, Daniel You, François Chauvin oder Gérard Le Cloarec gestaltet wurden.
Das Auditorium im Außenbereich bietet einen Blick über das Meer und 500 Menschen Platz, während sich die Gärten mit Teichen und einem Swimmingpool über eine Fläche von 8.500 m² erstrecken. Das skulpturale Haus aus Terracotta fügt sich perfekt in seine Umgebung und die rosa Felsen des Esterel ein.

Bereits 2016 bot Pierre Cardin sein Palais Bulles zum Verkauf an, mit einem geschätzten Wert von 350 Millionen USD. Heute nennt die Website von Christie's International Real Estate keinen spezifischen Betrag – diesen erfährt man nur auf Anfrage.
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1999 nahm das französische Ministerium für Kultur das Palais Bulles in seine Liste der historischen Denkmäler auf. Dem Maison Gaudet, dem ersten Haus Lovags in diesem Stil, wurde diese Ehre bereits ein Jahr zuvor zuteil.
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