Eitel Klein erblickte 1906 im mittelfränkischen Hörlbach das Licht der Welt, wo sein Vater Lehrer an der Dorfschule war. 1922 zog die Familie nach Nürnberg, wo Klein nach seinem Schulabschluss die Kunstgewerbeschule besuchte und anschließend in München Malerei studierte. Nach seinem Abschluss im Jahr 1933 arbeitete er als freischaffender Maler, auch wenn sein Stil nicht der Kunstauffassung der neuen Regierung entspricht. Während des Zweiten Weltkriegs zum Kriegsdienst eingezogen, geriet Klein 1944 in Gefangenschaft, aus der er erst sechs Jahre später heimkehrte.
In der Nachkriegszeit setzte Klein sein künstlerisches Schaffen fort, heiratete und wurde Vater einer Tochter. Alleine oder mit seiner Familie reiste Klein nach Österreich, Frankreich und Italien, oft auch nach Ibiza, die Wahlheimat seiner älteren Schwester. Spät entdeckte er noch das Zeichnen und die Druckgrafik für sich und starb 1990 im Alter von 84 Jahren, nachdem er bis zuletzt jeden Tag gemalt hatte.

In der Sommerauktion des Nürnberger Auktionshaus Franke kommen acht Gemälde von Eitel Klein zum Aufruf, die aus seinem Nachlass stammen. Ausgeführt in der von ihm bevorzugten Temperatechnik, sind sie auf Kleins Reisen oder im heimischen Atelier entstanden.
Die Auktion findet an drei Tagen, vom 17. bis 19. Juli, statt und um fasst 2246 Lose, die in 27 Kategorien zum Aufruf kommen.

Zum Auftakt darf am ersten Auktionstag ab 13 Uhr auf Schmuck und Kleinuhren mitgeboten werden. Neben Modellen von Longines, Omega und Ebel muss hier ganz klar auf eine zeitlose Herrenarmbanduhr aus dem Hause Rolex hingewiesen werden. Die „Oyster Perpetual Datejust“ zählt zu den begehrten Klassikern unter den Armbanduhren und wird in der Auktion in einer robusten und dennoch eleganten Edelstahlversion angeboten.

Für die Dame ist sicherlich die Armbanduhr Pola Negri von Lapponia interessanter. Die finnische Marke ist mit insgesamt 14 Losen in der Auktion vertreten, darunter auch mit diesem Collier mit skulpturalem Mittelteil, das mit zwei facettierten Schmucksteinen, vermutlich zwei Aquamarinen, besetzt ist.
Der zweite Auktionstag kann ab 10 Uhr mit einem breitgefächertem Angebot punkten, das Teppiche und Asiatika genauso umfasst wie Glas, Spielzeug, Moderne Gemälde und Grafik.

In der letztgenannten Kategorie muss neben Arbeiten von Käthe Kollwitz und Antonio Tempesta vor allem auf zwei Werke von Albrecht Dürer hingewiesen werden. Zum einen auf Christus am Kreuz aus der Kleinen Passion, zum anderen auf den seltenen und beliebten Kupferstich Die Jungfrau mit dem Haarband im Strahlenkranz auf der Mondsichel, der auf das Jahr 1514 datiert ist.

Abschließend wird am 18. Juli die Kategorie „Wein/Spirituosen“ aufgerufen, in der ein weiteres Highlight der Auktion zu finden ist, das Sammler von irischem Whiskey sicherlich begeistern wird. Die Rede ist von einer Flasche Very Rare Vintage Whiskey von Midleton von 1984, dem ersten Jahrgang dieser mittlerweile bei Kennern gesuchten, streng limitierten Edition, die bereits vielfach ausgezeichnet wurde.
Wer ein Heißgetränk einem Glas Whiskey vorzieht, sollte sich den Auftakt am letzten Auktionstag nicht entgehen lassen, wenn Porzellan zum Aufruf kommt. Neben Kaffee- und Teeservicen bekannter Hersteller muss hier vor allem auf eine Kakaokanne hingewiesen werden, die in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in der Manufaktur Ansbach ausgeführt wurde.
Nach Kategorien wie Jugendstil/Art déco, Design und Silber wird mit „Gemälde“ jene Offerte aufgerufen, die die Werke aus dem Nachlass Eitel Kleins umfasst. Doch sind diese dabei nicht das einzige Highlight.

Auch das Gemälde Ceres, umgeben von drei Amoretten darf an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Gemalt wurde es von einem Maler aus dem Umkreis des französischen Rokokomalers Charles André van Loo, der einer Malerdynastie aus Flandern entstammte. Die vorliegende Darstellung der römischen Göttin des Wachstums und der Fruchtbarkeit, der mit einem Füllhorn ihr übliches Attribut beigegeben wurde, begeistert mit seiner feinen Ausführung sowie einer stimmigen Farbgebung.
Die Sommerauktion des Auktionshauses Franke findet vom 17.-19. Juli in der Kalchreuther Straße 125 in Nürnberg statt. Vorbesichtigungen sind dort am 15. und 16. Juli möglich.


