Am 7. Juli organisiert das Auktionshaus Rossini eine Auktion mit moderner, zeitgenössischer und griechischer Kunst, deren erster Teil Gemälden, Arbeiten auf Papier und Skulpturen moderner und zeitgenössischer Künstler im Allgemeinen gewidmet ist, während im zweiten Teil Künstler aus Griechenland im Rampenlicht stehen.
Unter den 171 Losen des ersten Teils befinden sich zwei Zeichnungen von Foujita. Der japanische Künstler war zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Paris gezogen, wo er sich mit Künstlern wie Picasso und Modigliani anfreundete. Die beiden für Foujita charakteristischen Zeichnungen veranschaulichen dessen hybriden Stil mit präzisen Linien und definierten Konturen, der an die traditionelle japanische Kunst erinnert.

Ebenfalls aufgerufen wird ein Gemälde von Alfons Walde. Der österreichische Künstler und Architekt ist für seine verschneiten Berglandschaften und die Erforschung des natürlichen Lichtes bekannt. Dieses Temperagemälde zeigt eine Frau an einem windigen Tag, die, gemeinsam mit der sie umgebenden Landschaft, in warmes Sonnenlicht getaucht wird, das den weißen Schnee in Gelb- und Orangetönen erstrahlen lässt.

Unter den zeitgenössischen Werken müssen zwei Acrylarbeiten von Hans Hartung aus den Jahren 1971 und 1972 hervorgehoben werden. Der deutsch-französische Maler beschäftigte sich auch mit Bildhauerei, Fotografie und Architektur. Die beiden bei Rossini angebotenen Werke stammen aus seiner Hochzeit in den 1970er Jahren, als seine Kompositionen der lyrischen Abstraktion von Bewegungen bestimmt und von kreativen Emotionen geleitet waren. Als Gegenvorschlag zu der distanzierten und zurückhaltenden geometrischen Abstraktion liefert Hartung hier zwei Werke, die von der expressionistischen Begeisterung durchdrungen sind – das Geheimnis seines Erfolgs.

Auch drei Arbeiten von Henri Michaux sind mit von der Partie. Der Schriftsteller, Romancier, Dichter und Künstler ist für seinen esoterischen Stil bekannt, seine Arbeit als Autor widerspiegelt sich in seinen visuellen Werken, die abstrakt, faszinierend und seltsam verblüffend ist. Die hier abgebildete Arbeit aus Acryl und Tusche ist angefüllt von den Emotionen und den abstrakten organischen Formen, die für seinen Stil charakteristisch sind und eine vage Illusion mehrer auf der Oberfläche des Papiers verstreuter Figuren erzeugen.

Abschließen wollen wir den Blick auf den ersten Teil der Auktion mit zwei Ölgemälden der koreanischen Malerin Seund Ja Rhee, die nach dem Koreakrieg nach Paris gezogen war. Als überwiegend abstrakte Malerin lag ihr die Harmonie von Form und Farben am Herzen, wie es auch bei dem vorliegenden Werk von 1962 der Fall ist. Hier erzeugt das Nebeneinander komplementärer Farbtupfen den Effekt eines magnetischen Funkelns.

Fortgesetzt wird die Auktion mit einer gleichermaßen originalen als auch seltenen angebotenen Auswahl an moderner griechischer Kunst, die in 60 Losen zum Aufruf kommt. Unter den Gemälden und Skulpturen von Künstlern des 19. und 20. Jahrhunderts befinden sich vier Werke von Yannis Gaïtis, dessen Kompositionen zwischen Abstraktion und Figurativem oszillieren. Mit Formen, die uns zwar seltsam vertraut erscheinen, aber durch die Wahrnehmung des Künstlers verzerrt wurden. Erwähnt werden muss vor allem das großformatige Leinwandwerk Tiefes Blau, mit dem Gaïtis die Wirkung der Farbe und der freimütigen Führung des Pinsels erforschte.

In den sieben Werken von Thanos Tsingos spiegelt sich das bewegte und abenteuerliche Leben des Malers und Architekten wider. Nachdem er im Zweiten Weltkrieg als Soldat gekämpft hatte, wurde er aufgrund seines politischen Engagements zu lebenslanger Haft verurteilt, später jedoch begnadigt. Für Rote und grüne Klippen zwischen Himmel und Meer wählte Tsingos eine unerwartete, kraftvolle und sogar rasende Malweise, die die scheinbare Schlichtheit der Landschaft zugunsten der kraftvollen Farben zurückstellt.

Auch einer der bedeutendsten griechischen abstrakten Maler, Jannis Spyropoulos, darf nicht unerwähnt bleiben. Das Gemälde Fischerdorf an der Küste, das sich dem Diktat der Perspektive widersetzt, zeugt jedoch von Spyropoulos’ eigentlicher Vorliebe für die figurative Kunst.

Die Auktion findet am 7. Juli im Auktionshaus Rossini statt. Die Ausstellung zur Auktion ist dort ab dem 5. Juli geöffnet.
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