"Ich hatte so ein Gefühl", erklärte Serena Urry, Chefkonservatorin des Cincinnati Art Museum in Ohio, während sie sich daran erinnerte, wie sie während der Untersuchung eines Gemäldes von Paul Cézanne feststellte, dass sich unter der Malschicht ein weiteres Kunstwerk verbarg. Urry hatte Risse bemerkt, die eine ungewöhnliche Farbe zu erkennen gaben, woraufhin sie eine Röntgenuntersuchung beantragte.
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Hinter dem Stillleben von 1865 befindet sich ein gut erkennbares Selbstporträt des Künstlers. Unter den etwas mehr als zwanzig Selbstporträts, die der Künstler nach 1860 meistens mit Bleistift ausführte, wäre dieses eines der ersten. Cézanne war damals in seinen Zwanzigern und arbeitete unter dem Einfluss des barocken Stils von Delacroix und des Realismus von Courbet. Erst 1872 begann er sich an der Seite Pissarros in das Abenteuer namens Impressionismus zu stürzen.
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Auch wenn die Konservatorin bislang noch nicht zu ergründen vermochte, weshalb genau Cézanne sein Selbstporträt übermalte, ist zu bemerken, das dies nicht ungewöhnlich zu jener Zeit war. In jüngster Zeit haben viele Museen solche Entdeckungen gemacht, darunter mit Werken von Modigliani, Picasso und van Gogh.
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Es werden weitere Analysen vonnöten sein, um mehr über die verwendeten Farben herauszufinden, wofür vor allem fortschrittliche Technologien wie die multispektrale Bildgebung und Röntgenfluoreszenz zum Einsatz kommen werden.
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