Mit über 4.000 Losen startet die Teutoburger Münzauktion vom 23. bis 26. Februar ins neue Auktionsjahr. Unter den Highlights sind viele seltene Münzen mit den Porträts europäischer Herrscher zu finden. Gehen Sie mit uns auf eine Entdeckungsreise durch die Geschichte Europas!

Ganz im Westen regierte Georg II. von 1727 bis 1760 als König von Großbritannien. Sein Brustbild ziert eine sehr seltene "XVI Gute Groschen"-Münze (was 1/2 Reichstaler entspricht), die 1742 in Clausthal geprägt wurde. Warum das heute niedersächsische Clausthal? Weil Georg aus dem Hause der Welfen auch Herzog von Braunschweig und Lüneburg war.

Auch die nächste seltene Münze führt uns in gleich zwei Herrschaftsgebiete. Maximilian II. Emanuel war nämlich nicht nur Kurfürst von Bayern, sondern zeitweilig auch Statthalter der Spanischen Niederlande (das heutige Belgien).

Auf einem Golddukat von 1666 ist ein weiterer Kurfürst abgebildet: Friedrich Wilhelm von Brandenburg. Seine Erfolge auf dem Schlachtfeld und außenpolitischer Natur brachten ihm den Beinamen "Der großer Kurfürst" ein.

Während der Traum von der Königswürde für die Hohenzollern erst in der nächsten Generation Wahrheit wurde (Preußen), ergriff August der Starke, Kurfürst von Sachsen, selbst die Gelegenheit, sich eine Königskrone aufs Haupt zu setzen. Die Wahl zum König von Polen ließ er sich einiges Kosten. Ein Doppeldukat auf die Krönung Augusts von 1697 ist ein weiteres Highlight der Auktion.

Keinen gewählten, sondern einen von seinem jüngeren Bruder auf den Thron gesetzten König erblicken wir auf dieser spanischen 320-Reales-Münze von 1812. Der König war Joseph Bonaparte, der große Bruder Napoleons, der 1806 zunächst den Thron von Neapel bestieg, bevor er zwei Jahre später nach Spanien wechselte.

Um eine Münze von hoher numismatischer Bedeutung handelt es sich bei einem Louis d'or au bandeau von 1755, dem einzig bekannten Exemplar dieses Jahrgang aus der Münzstätte Caen. Abgebildet ist natürlich der damals in Frankreich herrschende Ludwig XV., dessen Beiname "der Vielgeliebte" von seiner ursprünglichen Beliebtheit beim Volk auf seine rege Mätressenwirtschaft umgemünzt wurde.

Ein nicht weniger aufregendes Liebesleben als ihre männlichen Kollegen führte Zarin Katharina II. von Russland. Gerüchte über die merkwürdigsten Auswüchse ihres Privatlebens wurden von ihren Feinden, darunter auch Katharinas eigener Sohn Paul, gestreut.

1867 wurden Kaiser Franz Joseph I. von Österreich und seine Gemahlin Elisabeth zum König und zur Königin von Ungarn gekrönt und das Habsburgerreich entlang der Donau wurde zur k.u.k. Doppelmonarchie Österreich-Ungarn. An dieses Ereignis erinnert die hier vorliegende 100-Kronen-Münze von 1907.

Die Numismatik-Auktion findet vom 23.-25. Februar statt. Beginn ist an allen drei Auktionstagen um 9:30 Uhr.

Die mehr als 3.000 Lose starke Offerte umfasst nicht nur einzelne Münzen, sondern auch interessante Konvolute, darunter ein riesiger Bestand in fünf Kartons mit Münzen aus aller Welt, von der Antike bis zur Moderne. Ebenso interessant ist ein Los mit 1079 20-Heller-Münzen aus Deutsch-Ostafrika von 1916, das auch sehr seltene Prägungen umfasst.

Wer sich weniger für Metall denn für wertvolles Papier interessiert, der sei auf die Briefmarkenauktion hingewiesen, die am 25. Februar um 15:30 Uhr beginnt und rund 550 Lose umfasst. Eines davon ist eine fantastische Sammlung aus der Schweiz in 10 Alben mit meist gestempelten Briefen von 1850 bis 1981.

Den Abschluss der Auktionsreihe bildet am 26. Februar um 10 Uhr die gut 260 Lose starke Banknotenauktion. Eines der Highlights ist hier ein sehr seltener 10-Mark-Schein, der am 22. August 1949 in der noch jungen Bundesrepublik Deutschland im Umlauf gebracht wurde.
Die Versteigerungen finden bei der Teutoburger Münzauktion GmbH, Brinkstraße 9, in Borgholzhausen statt. Vorbesichtigungen sind dort nach telefonischer Terminvereinbarung möglich.
