In einer dreitägigen Auktion versteigert das Auktionshaus Zofingen vom 15. bis 17. April gut 2.400 Lose aus insgesamt 28 Kategorien, die Kunst und Kunsthandwerk genauso umfassen wie Antiquitäten, Design und Asiatika.

Am ersten Auktionstag kommen nach Groß-, Armband- und Taschenuhren die Schmuckofferte zum Aufruf, die viele schöne Ringe umfasst, darunter diesen gelbgoldene Entourage-Ring mit kolumbianischem Smaragd von ca. 3,20 ct, den 16 Altschliff-Diamanten von zusammen ca. 0,80 ct umgeben.

In der sich daran anschließenden Kategorie "Teppiche" muss auf diesen Kirman-Bildteppcih hingewiesen werden, der um 1940 im Süd-Iran angefertigt wurde. Das Bild mit einer Dame, die einem Herrn inmitten von Blumen und Bäumen ein Glas Wein einschenkt, erinnert an die Weinkultur, die bis 1979 im Iran existierte.
Am 16. April kommt Kunsthandwerk in allen Variationen zum Aufruf, das nicht nur aus Europa, sondern auch aus Asien stammt.

Aus dem China der Qianlong-Periode stammt diese feine Deckelvase, die mit transparentem grünem Emaille bemalt wurde. Als Motive dienten buddhistische Symbole auf der Gefäßschulter sowie Drachen auf der Wandung, bei denen es sich um Glückssymbole handelt.

In Japan wurden um 1900 diese beiden großen Platten (Ø 61 cm) hergestellt, die unterschiedliche Blütenmuster aus Emaille-Cloisonné zieren. Nach diesem Abstecher über das Japanische Meer kehren wir nach China zurück, wo im 20. Jahrhundert dieses feine Zierschnitzerei aus rotgefärbter Bambuskoralle entstand.

Unter den Objekten der Volkskunst muss dieses gotische Minnekästchen hervorgehoben werden. Die mit geschnitzten Rosetten und Zierfriesen verzierte Schatulle aus Lindenholz wurde um 1500 vermutlich in Frankreich angefertigt.

Nach Kategorien wie "Altes Glas" und "Klassisches Porzellan" geht es weiter mit Objekten des Jugendstil und des Art déco. Einer der Hauptakteure jener Epoche waren die Tiffany Studios in New York, aus denen auch diese Tischlampe Daffodil mit floralem Dekor stammt.

Ein weiteres hinreißendes Objekt aus dieser Kategorie is dieser Tafelaufsatz aus der Zsolnay Porzellanmanufaktur im ungarischen Pécs. Nach einem Entwurf von Sixtus Sigismund Dsbanski wurde aus Keramik die Figur Fischerin - Allegorie des Wassers geformt und mit einer Eosinglasur überzogen.
Der dritte Auktionstag (17. April) ist schließlich ganz der Kunst gewidmet und hat Bronzen und Plastiken sowie Druckgrafik, Gemälde und Zeichnungen im Angebot, die in internationale und Schweizer Kühnster eingeteilt sind.

Vom polnischen Maler Tadeusz Styka kommt das Gemälde Lion and Lioness ("Löwe und Löwin") zum Aufruf. Styka arbeitete vor allem als Porträtmaler, widmete sich aber auch der Tiermalerei, bei der er Löwen als Motiv bevorzugte.

Der vielseitige Schweizer Künstler Hans Erni ist mit diesem kubistischen Stillleben vertreten, das er in seiner Zeit in Paris Anfang der 1930er Jahre schuf. Signiert ist das Werk mit "François Greque", einem Pseudonym, das Erni in Paris verwendete.

Eine der seltenen Stickarbeiten nach einem Motiv von Ernst Ludwig Kirchner kommt mit Akrobatin zum Aufruf. Kirchner entwarf nach seinem Umzug in die Schweiz Stickmotive, die er von ortsansässigen Frauen umsetzen ließ, darunter Lise und Gret Gujer. In seinem Gemälde Das Wohnzimmer von 1921 ist eine stickende Frau dargestellt.

Von gleich drei Malern – Johann Georg Hamilton (Pferde), Hubert Maurer (Bildnisse) und Johann Christian Brand (Landschaften) – stammt dieses in Öl auf Kupfer ausgeführte Porträtpaar aus dem Jahr 1783, das Kaiserin Maria Theresia und ihren Sohn Kaiser Joseph II. jeweils zu Pferd zeigt. Maria Theresia (1717-1780) ist in jungen Jahren bei ihr Krönung zur Königin von Ungarn im Jahr 1740 dargestellt.

Zum Schluss sei noch auf ein Gemälde des Frankfurter Landschafts- und Tiermalers Christian Adolf Scheyer hingewiesen. Schreyer hatte 1861 eine Reise nach Algerien unternommen und dadurch den damals sehr populären Orientalismus für sich entdeckt. Diesem ist auch das vorliegende Gemälde La Halte des Cavaliers Orienteaux ("Rastende orientalische Reiter") zuzuordnen.
Die Versteigerungen finden vom 15. bis 17. April im Auktionshaus in der Klösterligasse 4 in Zofingen statt. Die Ausstellung kann dort noch bis zum 11. April besucht werden.
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