Am 12. September verlor die Welt einen ihrer großen kreativen Köpfe, der seine Liebe zu einzigartigem und erschwinglichem Design im Europa der Nachkriegszeit verbreitete. Werfen wir einen Blick auf das Leben von Sir Terence Conran, dem schon früh das Konzept des demokratischen Designs vorschwebte.
Terence Conran kam 1931 in London zur Welt, wo er später Textil an der Central School of Art and Design studierte. 1951 arbeitete er auf dem berühmten Festival of Britain, einer Messe in London, die die Forstschritte Großbritanniens auf dem Gebiet der Kunst und des Kunsthandwerks feierte. Fünf Jahre später gründete Conran sein eigenes Unternehmen, Conran Design Group, das auf die zeitgenössische Innenausstattung von Geschäften und Restaurants spezialisiert war.

Allgemeine Bekanntheit erhielt sein Name, als er 1964 sein Geschäft Habitat eröffnete, ein Laden für erschwingliche und stylische Haushaltsgegenstände, die von farbenfrohen Polstermöbeln und einzigartigen Töpfen bis hin zu skurrilen Deckenlampen und Bettdecken mit Pop Art-Mustern reichten. Conran, der an die Verbesserung des Wohngefühls durch Design glaubte, vor allem im Anschluss an den Krieg mit seinen Herausforderungen und Rationierungen, wollte Design für jeden erreichbar machen.
Wie auf der Website von The Conran Shop, seinem Onlinehandel, zu lesen ist, bediente er sich für seine Designs bei den verschiedensten Inspirationsquellen, die wichtigsten waren jedoch das Bauhaus und skandinavische Handwerkskunst. Von seiner Tischlampe Hector Bibendum, die an die Silhouette des Michelin-Männchens angelehnt ist, bis zu dem markanten Flair des Matador Chair, kombinierte Conran Funktionalität mit einer erheiternden Ästhetik.
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In den 1980er Jahren war die Ladenkette Habitat zu einem internationalen Imperium für Lifestyle, Mode und Design angewachsen, das Storehouse hieß. 1983 wurde er von Elizabeth II. geadelt und durfte sich fortan Sir Terence Conran nennen. Außerdem übernahm er die Leitung bei einigen wichtigen Design- und Erneuerungsprojekten in London, darunter das Michelin House, die ursprüngliche Zentrale des Reifenherstellers im Vereinigten Königreich. Unter seiner Leitung wurde der Art déco-Koloss in ein Gebäude mit Läden und Restaurants, darunter das mit Michelin-Sternen ausgezeichnete Bibendum, verwandelt. Auch dem Shad Thames-Viertel wurde dank Conrans Vision neues Leben eingehaucht, u. a. durch das 1989 eröffnete Design Museum.

Durch die Wiederbelebung des Stadtbildes und der Designszene Londons spielte Conran eine bedeutende Rolle für die Etablierung Londons als bedeutendes Designzentrum in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
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Nachdem Conran Storehouse 1990 den Rücken gekehrt hatte, gründete er Conran Holdings, das Restaurants, ein Londoner Hotel und die Ladenkette Conran Shop umfasste, die damit fortfuhr, in ihren Niederlassungen in London, Paris, Seoul und Tokio seine Möbeldesigns zu verkaufen.

2012 präsentierte das Design Museum eine Retrospektive zu Conrans Werk. Vier Jahre später eröffnete der Designer die neuen Räumlichkeiten des Museums in Kensington.
Seine kreativen Gene vererbte Terence Conran auch an seine fünf Kinder, die in den Bereichen Mode, Restaurants und Innendesign tätig sind.
Am 12. September 2020 starb Sir Terence Conran im Alter von 88 Jahren in Berkshire und hinterließ ein Erbe aus demokratischem Design und Architektur, geschäftlichem Scharfsinn und einer blühenden Kunstszene in London.


