Für seine letzte Auktion des Jahres kann das Hamburger Auktionshaus Stahl ein weiteres Mal eine schöne Offerte von höchster Qualität präsentieren. An zwei aufeinander folgenden Tagen werden rund 650 Lose zum Aufruf kommen, die Kunstsammler, Uhrenenthusiasten und Freunde funkelnden Schmucks gleichermaßen begeistern werden.
Den Auftakt bildet am 28. November die Schmuck-Auktion, die neben funkelnden Preziosen auch Armbanduhren, Schreibgerät und Accessoires im Angebot hat.

Angeführt wird diese Offerte von einem spektakulären Ring des Hamburger Juwelier Wilms. Hier bereitet ein schlichter Reif aus Platin die Bühne für einen Diamanten im Smaragdschliff von 7,85 ct. Der krappengefasste Stein ist leicht getönt und weist eine sehr gute Symmetrie auf. Auch ein Weißgoldring mit natürlichem Ceylon-Saphir von 15,15 ct wird sicherlich viele Bieter anlocken.
Zwei weitere diamantbesetzte Highlights der Offerte sind für das Tragen an Hals und Handgelenk bestimmt. Dabei handelt es sich um ein verspieltes Mikado Flamenco-Armband von Tamara Comolli sowie das klassische, zweireihige Collier Ice Cube von Chopard.

Unter den Armbanduhren des Katalogs stechen vor allem die Zeitanzeiger für den Herrn hervor, die von begehrten Herstellern wie Rolex, Gérald Genta, IWC und Jaeger-LeCoultre stammen. Als Top-Lose der Offerte sind es jedoch zwei Uhren von Patek Philippe, die an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben dürfen: Zum einen das klassische Modell Ellipse aus Roségold von 2019, zum anderen die sportliche Aquanaut aus Edelstahl aus dem Jahr 2001.

Vielfältig präsentiert sich die Fashion-Offerte. Hier darf nicht nur auf Mode und Modeschmuck mitgeboten werden, sondern natürlich auch auf Handtaschen. Zum Aufruf kommen farbenfrohe Limited Editions von Louis Vuitton sowie Klassiker von Chanel und Hermès, wobei die begehrte Birkin Bag und deren „ältere Schwester“, die Kelly Bag, selbstverständlich mit von der Partie sind.
Abschließend muss auch auf einen Satz von neun Pens of the Year von Graf von Faber-Castell hingewiesen werden, deren Schäfte mit edlen Materialien wie Jade und Bernstein ummantelt sind.
Der zweite Auktionstag am 29. November ist der Kunst-Offerte gewidmet, die Alte Meister und Kunst des 19. Jahrhunderts genauso umfasst wie moderne und zeitgenössische Werke, Bronzen und Skulpturen sowie Kunstgewerbe und Antiquitäten.

Hier ist auch das Top-Los der gesamten Auktion zu finden, das exquisite Stillleben mit Krebs aus dem Jahr 1634, dessen Restsignatur auf Willem Claesz. Heda als Schöpfer hinweist. Heda zählt zu den Hauptmeistern der Monochromen Banketje, also jener Bankettstillleben, die sich durch eine zurückhaltende Farbgebung mit silbrigem Gesamtton auszeichnen. Zum Zeitpunkt des Entstehens des vorliegenden Werks befand sich Heda auf dem Höhepunkt seines Schaffens; drei Jahre zuvor war er in die Lukasgilde seiner Heimatstadt Haarlem aufgenommen worden. Die teilweise geschälte Zitrone, das Römerglas und die silberne Tazza, von der hier nur eine abmontierte Schale abgebildet ist, sind wiederkehrende Elemente, die auch in anderen Gemälden Hedas zu finden sind.

Rund 300 Jahre später verewigte Otto Modersohn einen herbstlichen Hochzeitszug auf einem 49,5 x 65,5 cm messenden Stück Karton. Modersohn war 1897 eines der Gründungsmitglieder der Künstlerkolonie Worpswede gewesen, trat jedoch bereits zwei Jahre später aus der Vereinigung wieder aus. Worpswede, wo er sich 1889 niedergelassen hatte, verließ er jedoch erst 1907, nachdem seine zweite Ehefrau, Paula Modersohn-Becker, gestorben war. Modersohn wählte das nahegelegene Fischerhude zu seinem neuen Wohnsitz. Dort entstand vermutlich auch das vorliegende Werk, das zwar unsigniert ist, dessen Authentizität jedoch durch Nachfahren des Künstlers bestätigt wurde.

Ein seltener Artist’s Proof liegt mit Keith Harings Farbsiebdruck Pyramid von 1989 vor. Das dreieckige, auf eloxiertem Aluminium ausgeführte Werk stellt eine eng an eng mit Figuren und Formen ausgefüllte Pyramide dar, deren kultischer Charakter durch gebeugte Figuren betont wird, die eine mögliche Schöpfergestalt an der Spitze zu verehren scheinen. Das verwirrende und doch geordnete Gewirr aus Linien wurde in einer Auflage von 30 Exemplaren gedruckt, zuzüglich sechs Artist’s Proofs.
Weitere Highlights der Kunst-Offerte stammen von Gotthard Graubner, Edward Dwurnik, David Hockney, Peter Nagel und Erol Akyavas.
Die Versteigerungen finden am 28. und 29. November jeweils ab 11 Uhr im Auktionshaus Stahl, Graumannsweg 54, in Hamburg statt. Die Ausstellung ist dort vom 24.-27. November geöffnet.

