Vom 11. bis 17. September präsentiert Schuler Auktionen bereits seine 178. Kunst- & Antiquitätenauktion – und setzt dabei erstmals auf ein neues Konzept, das den Anstieg der Onlinegebote in den letzten Jahren widerspiegelt. So sind die ersten drei Auktionstage Online only Sales gewidmet, bei denen online und schriftlich mitgeboten werden darf, während die Live Evening Sales an zwei Tagen den Abschluss der Auktionsreihe bilden. Neben der Teilname vor Ort sowie via Telefon darf natürlich auch hier schriftlich oder per Onlineplattform mitgeboten werden.
Insgesamt kommen in der September-Auktion von Schuler mehr als 2.000 ausgesuchte Lose unter den Hammer, die in insgesamt 16 Kategorien präsentiert werden, von Schweizer und internationaler Kunst über Möbel, Design und Objets de vertu bis hin zu Tischkultur, Uhren, Schmuck und Accessoires.

Der erste Tag der Onlineauktionen ist den dekorativen Künsten gewidmet. Besonders spannend ist hier eine 4/4-Violine mit Kasten, die im Jahr 1802 von Giovanni Battista Ceruti angefertigt wurde. Ceruti zählte zu jenen Handwerkern, die im späten 18. Jahrhundert die von Antonio Stradivari und Andrea Guarneri etablierte Geigenbautradition in Cremona wiederbelebten.
Unter den Kunstwerken und Luxusobjekten, denen der zweite Tag gewidmet ist, sind vor allem das Gemälde Der Zeichenlehrer in Sassuolo von Armand Hubert Simon Leleux sowie eine goldene Louis XVI-Spindeluhr zu nennen. Am 15. September schließlich liegt das Gute sowohl nah als auch fern mit einem barocken Kabinettschrank aus Basel, einer großen chinesischen Porzellanvase aus dem 19. Jahrhundert sowie einem tragbaren Behältnis der Qing-Dynastie.

Dekorativ geht es auch am ersten Tag der Live-Auktionen, dem 16. September, zu. Hier muss zunächst auf zwei interessante Sammlungen hingewiesen werden. Zum einen auf eine bedeutende Sammlung von Murano-Glas, die begehrenswerte Stücke wie Ermanno Tosos Vase Nerox und Dino Martens’ Vase Eldorado pulcheria umfasst, zum anderen auf die ganz außergewöhnliche Spitzenbilder-Sammlung der Zürcherin Elisabeth Sprüngli-Halter (1924-2012), die von einer Darstellung der Heiligen Elisabeth aus der Mitte des 18. Jahrhunderts angeführt wird.
Während die Sparte „Jugendstil, Art déco“ mit Stücken von Carlo Bugatti und Daum frères punkten kann, glänzt unter den Objets de vertu eine Golddose mit Emaillemalerei von 1800, während man sich im Bereich der „Tischkultur“ weder das Meissener Kaffeeservice Baron von Münchhausen noch das Besteckset Maison Louis Cartier Trinity entgehen lassen sollte.

Um feinste Handwerks- bzw.Schmiedekunst handelt es sich bei dem feinen persischen Nain-Teppich von ca. 1980 sowie bei einem um 1500 angefertigten Turbanhelm, der ein „frühes und in dieser qualitativ hochstehenden Ausführung sehr seltenes osmanisches Rüststück in sehr gutem Zustand“ darstellt.

Schließlich darf auch diese um 1700 in Prag ausgeführte Horizontal-Tischuhr, die die Offerte „Möbel, Spiegel, Leuchter“ eröffnet, nicht unerwähnt bleiben. Gefertigt aus feuervergoldeter und versilberter Bronze gewähren die vier verglasten Seiten des aufwändig verzierten Gehäuses auch im geschlossenen Zustand einen Blick auf das Uhrwerk. Die gravierte Signatur auf der Platine verrät, dass es sich um eine Arbeit Nikolaus Röslers handelt. Ein vermutlich flämischer Prunkspiegel aus der Zeit um 1700 ist in dieser Sparte ebenfalls zu nennen.

Am zweiten Tag der Live-Auktionen stehen Kunst und Luxus im Mittelpunkt. Zum Auftakt darf auf Werke internationaler Künstler mitgeboten werden, darunter Max Slevogt (siehe Titelbild), Lesser Ury und Sayed Haider Raza. Auch Andy Warhol, Marilyn, 1964 des im vergangenen Jahr verstorbenen Richard Pettibone, eines der führenden Vertreter der Appropriation Art, darf an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben.
Nachdem auch Schweizer Künstlern wie Alois Carigiet, Albrecht Kauw und Albert Manser die Bühne bereitet wurde, wird es zum Abschluss noch einmal luxuriös.

Dies geschieht zunächst mit der Schmuck-Offerte, die Stücke wie einen mit einem Brillanten und Farbsteinen besetzten Ring von Cartier umfasst, sowie der Kategorie „Armband- und Taschenuhren“, in der vor allem die Armbanduhr Gondolo von Patek Philippe zu nennen ist. Unter den Accessoires de mode treffen wir schließlich auf viele begehrte Marken wie Hermès, Dior, Cartier, Chanel und Louis Vuitton.
Die Online only Sales finden am 11., 12. und 15. September statt und starten an allen drei Tagen um 10 Uhr. Die Evening Sales folgen am 16. und 17. September. Auktionsbeginn ist jeweils um 18 Uhr im Auktionshaus Schuler, Seestraße 341, in Zürich. Vorbesichtigungen sind dort vom 5.-9. September möglich.

