Vom 18. bis 20. Mai präsentiert die Uppsala Auktionskammare seine internationale Qualitätsauktion mit moderner und zeitgenössischer Kunst und Design, die von schwedischen und internationalen Meistern stammt. Unter den Highlights finden Sie Werke von Rolf Hanson, Leander Engström, Christo und Yohanan Simon sowie einen großartigen Victor Vaserely, der erstmals versteigert wird. Mitgeboten werden darf außerdem auf das Beste des nordischen Designs, das u.a. von Axel Salto, Mats Theselius und Josef Frank entworfen wurde.

Rolf Hanson zählt zu den besten schwedischen Künstler der Gegenwart. Sein unverwechselbarer Stil zeichnet sich durch leuchtende Farben und Ausdrucksstärke aus. Inspiriert von Carl Fredrik Hills Gemälde Trappgata in Montigny-sur-Loing aus dem Jahr 1876, griff Hanson da Treppenmotiv in den 1990er Jahren auf. Das in der Auktion vorliegende Gemälde von 2008 ist Teil der sogenannten „Treppenhaussuite“, deren Werke zu den begehrtesten des Künstlers zählen. 2021 fand bei Artipelag in Stockholm die bislang umfangreichste Einzelausstellung mit Arbeiten von Rolf Hanson statt.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde Europa von einer Welle der Euphorie überrollt und eine neue Künstlergeneration wollten den Idealen und Werten der alten Zeit entfliehen. Farbe, Form und eine neue Art von „Internationalität“ standen im Fokus. Leander Engström gehörte der modernistischen Schule an und pilgerte, wie es viele Künstlergenerationen vor ihm getan hatten, nach Italien, wo der sich in die hügelige und von der Sonne verwöhnte Landschaft der Toskana verliebte. Dieses besondere Motiv stammt aus Florenz und der Titel bezieht sich auf den dargestellten Fluss Arno, der durch die Stadt fließt.

Zwei Wochen im Mai 1983 waren zwei Inseln vor der Küste von Miami von Flächen aus leuchtend rosa Stoff umgeben. Hinter dieser Installation steckte natürlich das Künstlerduo und Ehepaar Christo und Jeanne-Claude. Die Verwirklichung des Projekts erforderte eine akribische Planung und die Beteiligung von über 430 Personen. Surrounded Islands war eine Hommage an Miami und seine wunderschönen Strände. Die Installation erregte internationale Aufmerksamkeit und lockte Besucher aus der ganzen Welt an.

Citineu-II entstand am Ende von Victor Vasarelys Karriere, als der Künstler bereits weithin bekannt war. Die Größe und die klare Farbpalette ergeben einen monumentalen Eindruck und es ist selten, dass ein Werk Vasarelys von diesem Kaliber zum Verkauf steht. Tatsächlich ist die Auktion bei der Uppsala Auktionskammare die erste, bei der Citineu-II angeboten wird.
Vasarely war einer der Begründer der Optical Art, die in der Regel abgekürzt Op-Art genannt wird. Es war eine neue Kunstbewegung, die einen universellen Ausdruck finden und damit ein breites Publikum ansprechen wollte. Vasarely tat dies mit optischen Täuschungen, wofür er auf abstrakte Kompositionen mit klaren Farben und geometrischen Formen setzte, die keinerlei Interpretation bedürfen. Auch Citineu-II fordert den Betrachter zu einer individuellen Reaktion heraus.

In Deutschland aufgewachsen und in Paris und New York ausgebildet, ließ sich Yohanan Simon schließlich in Israel nieder, wo er zu einem der bedeutendsten Porträtisten des jüdischen Alltags wurde. Während seines Aufenthaltes in New York hatte er sich mit dem mexikanischen Künstler Diego Rivera angefreundet, dessen Sozialismus ihn stark beeinflusste.

Der dänische Keramiker Axel Salto zog es vor, mit seinem Handwerk den Prinzipien der Natur zu folgen, anstatt zu versuchen, sie einzufangen oder gar zu verbessern. Bei der vorliegenden Vase scheint er eine Knospe vor Augen gehabt zu haben, die kurz vor der Blüte steht. Die harmonischen Formen vermitteln die für Salto typische Ruhe, die seinen Werken oft einen meditativen Charakter verlieht.

Mats Theselius eilte schon früh der Ruf voraus, einer der einflussreichsten Möbeldesigner seiner Generation zu sein. Seine Ausbildung absolvierte er von 1979 bis 1984 am Konstfack und wurde später Professor für Kunst und Kunsthandwerk an der Universität Göteborg. Theselius’ Stil zeichnet sich durch eine sinnliche Formensprache und eine überraschende Materialwahl aus.

Obwohl er in Österreich geboren wurde, ist Josef Frank zu einem Synonym für die schwedische Moderne geworden. In den 1930er Jahren kehrte er seiner Heimat den Rücken und ging nach Schweden, wo 1934 seine lebenslange Zusammenarbeit mit Estrid Ericson und ihrer Firma Svenskt Tenn begann. Gemeinsam entwickelten sie den verspielt-eleganten Stil, für den das Unternehmen bis heute bekannt ist. Zwischen 1937 und 1943 entwarf Josef Frank Schränke mit tapezierten Oberflächen. Am bekanntesten sind jene mit botanischen Mustern, im vorliegenden Fall wählte er den Pariser Stadtplan von Georges Peltier.
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