Über 2.800 Lose versteigert das Auktionshaus Franke im Zuge seiner Winterauktion, die vom 4.-6. Februar in Nürnberg stattfindet. Zum Aufruf kommen schöne, spannende und seltene Objekte in insgesamt 28 Kategorien, die Gemälde, Möbel und Jugendstil/Art déco genauso umfassen wie Porzellan, Schmuck und Silber.

Zum Auftakt kommen am 4. Februar ab 14 Uhr die 724 Lose der Kategorie "Schmuck/Kleinuhren" zum Aufruf. Hier möchten wir Ihr Augenmerk auf einen traumhaften Anhänger lenken, den nicht ein, sondern gleich zwei große Aquamarine zieren. Das in mit Diamanten besetztes Platin und Gelbgold gefasste Stück entstand um 1910/20.

Unser nächstes Los könnte auch der dem Schmuck folgenden Kategorie "Münzen/Medaillen" entstammen: Das gelbgoldene Armband Meister der Musik, das aus sieben Sammlermedaillen mit den Porträts von Bach, Händel, Mozart, Beethoven, Schubert, Wagner und Brahms besteht.

Am zweiten Auktionstag, der bereits um 10 Uhr beginnt, folgt auf Briefmarken, Bücher, Teppiche und Mode die 107 Lose umfassende Kategorie "Glas", in der eine von Ercole Barovier entworfene und 1938 bei Barovier & Toso ausgeführte Vase aus farblosem Glas nicht unerwähnt bleiben darf.

Beinahe genauso umfangreich ist die Kategorie "Grafik", die nach einem Abstecher in die Welt der Historika und Militaria folgt. Unter den älteren Stücken muss der Kupferstich Die Enthauptung der heiligen Katharina in Gegenwart des Maxentius des Münchener Meisters Martin Zasinger (1477-1555) hervorgehoben werden.

Auf dem frühen 20. Jahrhundert stammt Das Hohe Lied aus der Reihe Bücher der Bibel in der Übersetzung von Martin Luther, das 26 Lithografien von Lovis Corinth zieren. Gedruckt wurde das Werk 1911 bei der Pan-Presse des Berliner Verlegers und Kunsthändlers Paul Cassirer, dessen Ziel es war, damit Buchdruck und Originalillustrationen zu verbinden.
Des Weiteren kommen am Nachmittag des 5. Februars Moderne Gemälde/Grafik, Asiatika, Ethnologie, Varia, Sakrales und Volkskunst sowie Wein/Spirituosen zum Aufruf.
Der dritte und letzte Auktionstag startet, ebenfalls um 10 Uhr, mit der 247 Lose umfassenden Kategorie Porzellan. Hier gehören zwei figürliche Schöpfungen aus der Manufaktur Meissen zu den Highlights.

Da wäre zunächst die zweiteilige und äußerst detailreiche Gruppe Der entdeckte Liebhaber zu nennen, die auf ein um 1770 geschaffenes Modell von Johann Joachim Kaendler zurückgeht.

Ganz bezaubernd ist auch das Hentschelkind Kind, aus einer Tasse trinkend. Hübsche Details sind hier das umgestürzte Spielzeugpferd und die Schale, die das blaue Meissner Zwiebeldekor aufweist.

Im Anschluss folgen 143 kunsthandwerkliche Erzeugnisse aus der Zeit des Jugendstils und Art décos, darunter ein naturalistisch gestalteter silberner Kerzenleuchter von Koch & Bergfeld, der ein wunderbares Beispiel für den floralen Jugendstil darstellt.

Einen Wechsel von Flora zu Fauna und vom Jugendstil zum Art déco vollzieht die Offerte mit einer außergewöhnlichen Pâte de verre-Schale, die um 1920 bei Almaric Walter in Nancy ausgeführt wurde. Mit einem Blatt als Schale und einer Eidechse als dekoratives Detail stand auch hier die Natur Pate.

Weiter geht es mit Design, Keramik, Silber und Metall, woran sich die 52 Lose umfasende Kategorie "Skulpturen" anschließt. Hier sei auf die Bronze Sterbender Achill des Berliner Bildhauers Ernst Gustav Herter hingewiesen. Dabei handelt es sich um eine kleine Version des marmornen Originals, welches Kaiserin Elisabeth von Österreich in ihrem Schloss Achilleion auf der Insel Korfu aufstellen ließ. Der trojanische Held war die liebste mythologische Figur der Griechenland-affinen Kaiserin.

Die anschließend antretende Gemälde-Offerte umfasst 172 Lose mit Werken aus verschiedenen Jahrhunderten und Genres. Aus dem Jahr 1928 stammt ein Gemälde des deutschen Malers Ferdinand Leeke. Im Mittelpunkt von Leekes Œuvre standen Bilder zu den Opern Richard Wagners. Mit dem vorliegenden Froschkönig begab er sich in eine andere märchenhafte Welt.

Nach Zeichnungen/Aquarelle und Möbel bilden Uhren schließlich den Abschluss der Auktionstage bei Franke. Als ein ganz wundervolles Vintage-Stück muss hier auf einen Wecker von Cartier hingewiesen werden, dessen vergoldetes Gehäuse geometrische Muster zieren.
Die Auktion findet vom 4.-6. Februar 2021 im Auktionshaus Franke, Kalchreuther Straße 125, in Nürnberg statt. Vorbesichtigungen sind dort ab dem 30. Januar nach telefonischer Voranmeldung möglich.
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