Entdecken Sie mit uns die Highlights der aktuellen Auktionsreihe von Quittenbaum Kunstauktionen, die Mitte des Monats die Herzen von Designliebhabern und -sammlern höher schlagen lassen.
Am 16. Juni darf ab 15 Uhr auf 480 Lose aus dem Bereich Jugendstil und Art déco mitgeboten werden. Der große Einfluss, den Lichtquellen, allen voran das um die Jahrhundertwende noch relativ junge elektrische Licht, auf die kreativen Köpfe jener Epoche hatte, wird in den zahlreichen Leuchten deutlich, die die Offerte zu bieten hat.

Hervorzuheben sind hier Deckenleuchten von Lötz Wwe., Klostermühle, Otto Prutscher, Dagobert Peche sowie Tischleuchten von Gustav Gurschner und den Etablissements Gallé. Ein weiteres Highlight ist hier die Deckenleuchte Libellen, die um 1903 von Schülern Koloman Mosers geschaffen wurde.
Unter den herausragenden Vasen der Offerte geraten zunächst eine zwei Steingutkreationen in unser Blickfeld, die von Vilmos Zsolnay, Pecs ausgeführt wurden. Bei der Henkelvase mit Hummerdekor handelt es sich um einen Entwurf von Sándor Apáti Abt, während der Krug mit Blatthenkel von Lajos Mack stammt.

Auch die Glasfabrik Johann Lötz Wwe. ist in dieser Sparte erneut vertreten mit Schöpfungen von Franz Hofstötter und der Vase creta mit Behängen, die, wie viele weitere Lose der Auktion, aus dem Nachlass eines bekannten deutschen Sammlers stammt. Des Weiteren dürfen die Glasvasen und Marketerie-Möbel von Émile Gallé, ein Wandspiegel aus der Werkstätte Hagenauer, ein Schreibtisch und ein Papiermesser von Henry van de Velde sowie die Bronzefigur Mädchen mit Zigarette von Bruno Zach nicht unerwähnt bleiben.
Der 17. Juni ist ab 15 Uhr gänzlich der Auktion „Radikal Schön“ gewidmet, die bedeutendes Design aus einer Privatsammlung 256 Losen umfasst.
Angeführt wird die Offerte von einer Reihe außergewöhnlicher Sitzmöbel, die teilweise einen skulpturalen Charakter aufweisen, allen voran der Sessel Capitello von Studio 65, das Sitzobjekt Sitzobjekt UP7 - Il Piede von Gaetano Pesce sowie das Sitzobjekt Torneraj von Giorgio Ceretti, Pietro Derossi und Riccardo Rosso. Alle drei Entwürfe wurden von Gufram, Balangero ausgeführt.

Weitere Highlights sind Joe Colombos ikonischer Tube chair, der Gartenhocker Allunaggio von Achille und Pier Giacomo Castiglioni sowie einige Entwürfe von Charles und Ray Eames, darunter das Sitzobjekt La chaise, das von dem kreativen Ehepaar 1948 für einen Wettbewerb des Museums of Modern Art in New York entworfen wurde.
Neben Gaetano Pesces Tisch Sansone II und Shiro Kuramatas Schreibtisch Ritz hat die Auktion jede Menge Ikonen des 20. Jahrhunderts im Angebot, darunter Ettore Sottsass’ Schreibmaschine Valentine, Achille Castiglioni Stereoanlage RR-126 sowie den Kleiderständer Cactus von Guido Drocco und Franco Mello.
Auch am 18. Juni dreht sich ab 15 Uhr zunächst alles um Design, das nun in einer 265 Lose starken Offerte zum Aufruf kommt.

Viele Highlights der Auktion verdanken wir der Kreativität Ettore Sottsass’, allen voran das Totem Odalisca. Die Totems entstanden ab den 1960er Jahren, nachdem Sottsass viel gereist war. Er ließ sich dafür von fremden Kulturen inspirieren und schuf einen spirituellen Gegenentwurf zu dem in erster Linie kommerziellen und funktionalen Design der Konsumgesellschaft. Ebenfalls hervorzuheben sind die Regale Max und Alessandria d’Egitto sowie die Stehleuchte Svincolo (die beiden letzteren stammen aus der Kollektion bau.haus von 1979). Hinzu kommen drei Keramikobjekte aus der Yantra-Serie.

Unter den Sitzmöbeln glänzen zwei Entwürfe von Ron Arad. Zum einen der unikale Armlehnsessel Big Easy Vol. 2 sowie das vielseitige Sitzobjekt 2 R Not, das als Hocker, Stuhl oder niedriger Armlehnsessel genutzt werden kann. Doch auch Mark Brazier-Jones’ samtener Sessel Sutra Throne lädt zum Verweilen ein.
Zu guter Letzt darf auch eine seltene figürliche Skulptur des dänischen Bildhauers Axel Salto nicht unerwähnt bleiben. Kopf von 1949 wurde von der KPM Royal Copenhagen ausgeführt und noch im Jahre seines Entstehens in der Kunsthal Charlottenborg in Kopenhagen ausgestellt.
Den perfekten Abschluss der Auktionsreihe bildet um 18:30 Uhr schließlich die Offerte „Autorenschmuck & Juwelen“, die 130 Lose umfasst und Kreationen etablierter Schöpfer wie Hermann Jünger und Paul Binder genauso umfasst wie Künstlerschmuck von und nach Niki de Saint Phalle, Keith Haring, René Magritte und César Baldaccini.

Unter den Ringen sticht neben einem byzantinisch anmutenden, jedoch aus dem Jahr 2005 stammenden Ring mit Devotionsbildern von Sevan Biçakçi vor allem ein Ring mit vier austauschbaren Kugeln von Friedrich Becker hervor, der damit an jede Stimmung und jedes Outfit angepasst werden kann. Diese Schlüsselarbeiten des Künstlers und wurde 1959 mit dem Bayerischen Staatspreis ausgezeichnet.
Auf eine passende obere Extremität warten ein goldener Armreif von Hermann Jünger sowie ein unikaler Armschmuck mit Wassermelonen-Turmalin und Lapislazuli von Maurizio Fusari, während eine Masken-Brosche von Johann Michael Wilm und eine kinetische Brosche/Anhänger von Pol Bury an jedem Revers eine gute Figur machen. Im Bereich des Halsschmucks verdienen vor allem die Kette Venetian Yellow von Annamaria Zanella und ein Collier von Piergiuliano Reveane besondere Erwähnung.
Die Versteigerungen finden vom 16.-18. Juni im Auktionshaus Quittenbaum, Theresienstraße 60, in München statt. Vorbesichtigungen sind dort vom 11.-15. Juni möglich.
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