Statt Winterschlaf steht im Nürnberger Auktionshaus Franke diesen Monat die erste Auktion des Jahres auf dem Programm. Am 15.-17. Januar kommen rund 1.900 Lose zum Aufruf, die Schmuck, Uhren und Accessoires genauso umfassen wie Kunst, Design und Sammlerstücke. 6 Highlights möchten wir Ihnen nun näher vorstellen.
Eröffnet wird die Winterauktion am Donnerstag, den 15. Januar um 13 Uhr mit der Kategorie „Schmuck/Kleinuhren“. Hier fällt zunächst die schöne Auswahl an Armschmuck ins Auge, allen voran die vielen gelbgoldenen Gliederarmbänder, die auch im Jahr 2026 in keiner Schmuckschatulle fehlen dürfen.

Ebenfalls nicht unerwähnt bleiben dürfen drei Ringe des Nürnberger Traditionsgoldschmieds Schott, der 2013 nach 106 erfolgreichen Jahren seine Pforten für immer schloss. Neben einem Ring mit großem facettierten Turmalin sowie einem weiteren mit schön lüstrierender Tahiti-Zuchtperle kommt dieser Weißgoldring zum Aufruf, der mit einer Opal-Triplette und einem Kranz aus Brillanten und Rubinen besetzt ist.

Ein weiteres schönes Schmuckstück, das hervorgehoben werden muss, ist dieses zauberhafte Collier aus der Zeit des Jugendstils. Der floral gestaltete Anhänger besticht mit filigraner Durchbrucharbeit, feinen Zuchtperlen und weißen Diamanten, was dem damals beliebten Trend des „weißen Schmucks“ entspricht. Die Goldpunze in Form eines Adlerkopfes deutet auf Frankreich als Herkunftsland hin.
Nachdem Münzen und Medaillen den ersten Auktionstag beenden, geht es am 16. Januar um 10 Uhr weiter mit Briefmarken und Postkarten, Büchern, Spielzeug, Textilien und Teppichen. Anschließend steht die Kategorie „Luxusartikel/Vintage/Mode“ auf dem Programm.

Besonders hervorzuheben sind hier die mehr als 30 Lose mit Seidencarrés von Hermès, die die gesamte Bandbreite der Gestaltungsmöglichkeiten widerspiegeln, die den beliebten Halswärmern zu eigen ist. Ein Highlight ist hier das Carré Cheval Fusion, das 2014 vom französisch-ukrainischen Künstler Dimitri Rybaltchenko entworfen wurde, der damit sein früheres Design Vif argent von 2007 aufgriff („vif argent“ ist eine alte französische Bezeichnung für Quecksilber, welches offensichtlich als Inspirationsquelle diente).
Die weiteren Kategorien des zweiten Auktionstages sind Glas, Historika/Militaria, Grafik, Moderne Gemälde/Grafik, Asiatika, Ethnologie, Varia sowie Wein/Spirituosen.
Das nächste Los, das wir Ihnen vorstellen möchten, kommt in jener Kategorie zum Aufruf, die die Auktionen am 17. Januar um 10 Uhr eröffnet: Porzellan.

Die ca. 60 cm hohe Figur Capriccio (ital. für „Laune“, „Caprice“) mit polychromer Unterglasurmalerei zeigt einen auf einem Steinbock reitenden Faun. Entworfen wurde sie vom Bildhauer Ferdinand Liebermann, einem der wichtigsten Gestalter in der Frühzeit der 1910 gegründeten Kunstabteilung der Manufaktur Rosenthal in Selb.
Auf die Schöpfungen des Jugendstils und Art décos folgen Keramik und anschließend Design. Hier sind neben stylischen Mid-century-Leuchten und einem Paar Vitrinenschränken in Form von Obelisken vor allem zwei Lose mit Entwürfen von Harry Bertoia hervorzuheben.

Die Lose umfassen zum einen einen Satz von sechs Side Chairs und zum anderen zwei der ikonischen Diamond Chairs. Diese Möbel, deren Sitzschalen aus einem Gitterwerk aus beschichtetem Metall bestehen, waren Teil einer Drahtmöbelkollektion, die Bertoia 1952 für Knoll entworfen hat. Die vorliegenden Stühle stammen aus den 1960/70er Jahren.
Nach Silber und Metall darf auf Skulpturen mitgeboten werden. Darauf folgt die Kategorie „Gemälde“, in der ein Werk von Eduard Grützner, das mit seiner intensiven Lichtstimmung beeindruckt, genauso zum Aufruf kommt wie eine unsignierte Kopie der Mona Lisa aus dem 19./20. Jahrhundert.

Als weiteres Highlight ist das Porträt der Maria Anna Sophie von Sachsen zu nennen, bei dem es sich um eine spätere Wiederholung einer Arbeit des Münchener Hofmalers George Desmarées handelt. Die in höfischem Kleid dargestellte Maria Anna war eine Enkelin August des Starken und ab 1747 verheiratet mit dem bayerischen Kurfürsten Maximilian III. Joseph. Da die Ehe kinderlos blieb, stand nach dem Tod des Kurfürsten 1777 zu befürchten, dass Bayern seine Eigenständigkeit verlieren könnte, wogegen Maria Anna erfolgreich politisch agierte.
Es folgen Zeichnungen und Aquarelle sowie Möbel und schließlich Uhren, die den Abschluss der dreitägigen Auktion bilden.
Die Winterauktion von Franke findet vom 15.-17. Januar im Auktionshaus, Kalchreuther Straße 125, in Nürnberg statt. Vorbesichtigungen sind dort am 13. und 14. Januar nach telefonischer Terminvereinbarung möglich.

