1914 in Helsinki in eine Künstlerfamilie hineingeboren, ihre Mutter war Designerin und Illustratorin, ihr Vater Bildhauer, widmete sich Tove Jansson (†2001) schon früh dem Zeichnen und Schreiben und begann im Alter von 14 Jahren an ihrem ersten illustrierten Roman zu arbeiten, der schließlich 1933 veröffentlicht wurde.

1930 begann sie ihr Kunststudium; zunächst an der Konstfack in Stockholm und an der Akademie der Schönen Künste in Helsinki, anschließend an der École des beaux-arts in Paris. Während dieser prägenden Jahre veröffentlichte Jansson einige Illustrationen und Kolumnen in verschiedenen europäischen Zeitungen.
Während ihres Studiums in Paris stieß Tove Jansson auf den kulturellen Konformismus der Belle Époque, verließ die Beaux-Arts und flüchtete in ein kleines Atelier, das von einem Schweizer Künstler geführt wurde, der sie dann unter seine Fittiche nahm. Und obwohl die Mumins sie schon seit ihrer Kindheit begleiteten, widmete sich Tove Jansson von diesem Moment an mit ganzer Kraft ihrer Schöpfung. Die Welt der Mumins wird für die zu einer Flucht vor dem Krieg und vor dem, was sie damals als persönliches Scheitern in Paris betrachtete.
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Nach dem Zweiten Weltkrieg schrieb und illustrierte Jansson sein erstes Buch über die Mumins, Småtrollen och den stora översvämningen ("Mumins lange Reise"). Als Reaktion auf die Gräuel des Krieges wollte die Künstlerin etwas Naives und Unschuldiges schaffen. Dieser erste Band hatte nicht den erwarteten Erfolg, doch mit dem zweiten, Kometjakten/Kometen kommer ("Komet im Mumintal"), wurde sie zunehmend bekannter. Anschließend veröffentlichte sie entweder allein oder in Zusammenarbeit mit ihrem Bruder Lars Jansson sechs weitere Mumins-Bücher. 1966 erhielt sie den Hans-Christian-Andersen-Preis, der ihren Beitrag zur Kinderliteratur würdigte. Allerdings hörte sie ab den 1970er Jahren nach und nach auf, Geschichten über die Mumins zu schreiben, um sich künftig auf andere Arbeiten zu konzentrieren.
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Neben den Mumins widmete sich Tove Jansson ab den 1970er Jahren dem Schreiben und der Veröffentlichung mehrerer Romane. Außerdem illustrierte sie weiterhin Buchumschläge, Zeitschriften, Artikel uvm. Diese vielen Facetten sind es, die die Ausstellung "Houses of Tove Jansson" beleuchtet. Auf den fünf Etagen der 16 Avenue Foch im 16. Arrondissement von Paris wird Tove Jansson demnächst aus jedem Blickwinkel gefeiert werden: ihre impressionistischen und abstrakten Tendenzen, ihre Romane, Gedichte, Theaterstücke und vor allem auch ihre Persönlichkeit. Tove Jansson, die offen homosexuell lebte, brach mit den Normen ihrer Zeit, indem sie ihr Leben so führte, wie sie es für richtig hielt. In der Ausstellung geht es natürlich auch um die Mumins, aber auch um jenen Archipel in Finnland, wo sie die meiste Zeit verbrachte. Mit anderen Worten: Es ist schwierig, Leben und Arbeit von Tove Jansson zu trennen. Die Ausstellung stellt auch eine glückliche Rückkehr Tove Janssons nach Paris dar, die seit jeher eine besondere Beziehung zu der Stadt pflegte, die sie zusammen mit ihrer Partnerin Tuulikki Pietiä im Laufe ihres Lebens oft besuchte.
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"Houses of Tove Jansson“ wird am 29. September während der Pariser Fashion Week eröffnet und läuft bis zum 28. Oktober im Rahmen von Paris+ der Art Basel. Organisiert wird sie von The Community, einer Pariser Kunstinstitution, in Zusammenarbeit mit dem Nachlass der Künstlerin und Moomin Characters.
