Für Sammler seltener und historischer Uhren sind die Spezial-Auktionen des Hamburger Auktionshauses Cortrie Termine, die sie sich rot im Kalender anstreichen sollten. Am 12. April ist es wieder soweit, wenn in der 267. Auktion des Hauses 339 Lose mit hochwertigen und sammelwürdigen Taschen- und Armbanduhren und weiteren spannenden Zeitanzeigern zum Aufruf kommen.
Einige der vielen Highlights möchten wir Ihnen im Folgenden vorstellen.

In einer so anspruchsvoll bestückten Offerte darf ein moderner Klassiker wie der Cosmograph Daytona von Rolex natürlich nicht fehlen, der hier in einer äußerst seltenen Version vorliegt. Zum einen ist die 1993 bei Bucherer erworbene Uhr noch mit dem Spitzenkaliber El Primero von Zenith ausgestattet, das Rolex vor der Entwicklung seines eigenen Chronographenkalibers für die Daytona verwendete, zum anderen muss das seltene "inverted 6“-Diamantzifferblatt hervorgehoben werden. Eine Rarität wie diese darf in keiner Sammlung fehlen!

Ein absolutes Spitzenstück liegt auch mit einer äußerst bedeutsamen Taschenuhr des ehemaligen Glashütter Herstellers J. Assmann Deutsche Anker-Uhren-Fabrik (1852-1926) vor. Das hochwertige Savonnettegehäuse à-goutte 16953 beherbergt ein nummerngleiches Werk, das neun Komplikationen antreibt, darunter ewiger Kalender, Mondphase und Mondalter, Minutenrepetition und Chronograph mit 30-Minuten-Zähler. Es handelt sich um eine der seltensten Glashütter Uhren aus der Zeit um 1900.

Eine weitere Rarität unter den Taschenuhren kommt mit der „Montre Medaillon Excentric“ von Breguet aus dem Jahr 1815 zum Aufruf. Neben ihrem hervorragenden Erhaltungszustand zeichnet diese Uhr ihre extrem seltene, experimentelle Ankerhemmung mit Sicherheitsvorrichtung sowie die Kombination mit einer Komplikation (Datumsanzeige) aus.

Rund 35 Jahre früher wurde diese einzigartige Grande Sonnerie-Kutschenuhr für den chinesischen Markt angefertigt. Hersteller war Timothy Williamson, einer der erfolgreichsten Londoner Uhrmacher, die für den Markt in Fernost produzierten. Die Uhr, von der keine zweite Ausführung dieser Art bekannt ist, besticht mit ihrem aufwändig gestalteten Gehäuse, das mit roten Schmucksteinen besetzt und umlaufend mit einem Emaille-Rankenwerk auf blauem Grund verziert ist.

Als „sensationell selten“ beschreibt Cortrie in seinem Katalog diese Armbanduhr von Vacheron & Constantin aus dem Jahr 1916. Besetzt mit 94 Brillanten und 12 geschliffenen Onyx-Steinen, erscheint dieses frühe Uhrengehäuse aus Platin für das weibliche Handgelenk geschaffen worden zu sein. Die Maße von ca. 38 x 21mm weisen die Uhr jedoch als Modell für den Herrn aus – eine absolute Seltenheit für die Zeit und die Art der Ausführung. Und sind Damenuhren dieser Art schon begehrte Sammlerobjekte, darf die vorliegende Herrenuhr getrost als absolutes Muss bezeichnet werden.

Abschließend möchten wir auch auf die Tischuhren der Offerte verweisen und ihnen ein ganz besonderes Exemplar vorstellen, bei dem es sich um eine Arbeit des Uhrmachers Reimann handeln könnte, der um 1580 in Nürnberg aktiv war. Alle vier Seitenwände des vergoldeten Messinggehäuses bestehen aus massiven Silberplatten, deren Reliefs sehr detailliert und in höchster künstlerischer Qualität jene Episode der römischen Mythologie erzählen, in der die Männer, die soeben Rom gegründet hatten, mangels einer eigenen weiblichen Bevölkerung, die Frauen ihrer Nachbarn, der Sabiner, raubten. Renaissance-Tischuhren mit Reliefgehäusen sind extrem selten und meist nur in Museen zu finden.
Die Auktion findet am 12. April ab 16:30 Uhr ohne Saalpublikum statt. Die Gebotsabgabe kann schriftlich, telefonisch oder online erfolgen. Vorbesichtigungen sind noch bis zum 11. April nach Terminvereinbarung im Auktionshaus, Süderstraße 282, in Hamburg möglich.

