Ende letzten Monats standen im renommierten Wiener Auktionshaus Dorotheum alte Kunst und Antiquitäten im Fokus, als dort vom 24.-29. April die Classic Week stattfand. Am Abend des 28. April wurde eine Offerte mit Gemälden des 19. Jahrhunderts aufgerufen, die Werke von Künstlerinnen und Künstlern wie Alexander Koester, Antoinetta Brandeis, Friedrich Gauermann, und Józef von Brandt umfasste.

Ebenfalls im Angebot war ein Mädchenporträt des serbischen Males Uroš Predić (1857-1953), das dessen Nicht Angelina im Alter von sieben Jahren darstellt. Der in Wien ausgebildete Predić war einer der bedeutendsten Vertreter des Realismus in Serbien und widmete sich neben der Porträt- vor allem der Historienmalerei.
Das vorliegende Gemälde kam am Montag mit einem Schätzpreis in Höhe von 15.000-20.000 Euro zum Aufruf und löste ein zehnminütiges Bietergefecht aus, welches schließlich bei 169.500 Euro (inkl. Aufgeld) endete. Erfreulich ist, dass das Serbische Nationalmuseum das Höchstgebot abgab und das Gemälde somit für seine Sammlung sichern konnte.
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Auch die Versteigerung von Werken Alter Meister, die am darauffolgenden Abend den Abschluss der Classic Week bildete, hatte so manches Highlight zu bieten. Dazu zählte eine in schwarzer Tusche auf einer Holztafel ausgeführte Salvator-Mundi-Studie aus der Werkstatt Leonardo da Vincis, die dessen Mitarbeiter Fernando Llanos zugeschrieben wird. Eine Beteiligung Leonardos kann dabei nicht ausgeschlossen werden. Eine so begehrenswerte Provenienz lässt Bieterherzen natürlich höher schlagen, sodass der Schätzpreis in Höhe von 100.000-150.000 Euro durch die erzielten 650.000 Euro (inkl. Aufgeld) weit übertroffen wurde.
Ebenfalls erfolgreich versteigert wurden Werke von Raffael, Herri mit de Bles, Hendrick Avercamp und Erasmus Quellinus II.
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