Pablo Picasso, Gio Ponti, Andy Warhol und Günther Förg sind nur einige der großen Namen, die Teil der fünf Auktionen sind, die Bruun Rasmussen vom 8. bis 11. März abhält. Daraus haben wir für Sie einmal sieben Highlights herausgepickt, die vom Jugendstil bis zur Pop Art reichen.

1907 verkaufte Knut Fjaestad seine Wohnung in der Stockholmer Altstadt und erwarb stattdessen ein Haus aus dem 18. Jahrhundert auf einem Bauernhof in Lidingö inmitten des Stockholmer Schärengartens. Einige Jahre später gründete er ein Unternehmen für Weine aus schwedischen Beeren und wurde königlicher Hoflieferant. Nach dem Haus, das er bewohnte, wurde der Wein, Rotwein und Madeira-Wein, "Bjälbo-Abfüllung" genannt. Die Geschäfte liefen gut, bis im Ersten Weltkrieg der Zucker rationiert wurde, was zur Einstellung der Produktion führte. Knut Fjaestad begann sich für Holzarbeiten zu interessieren, während sich sein jüngerer Bruder Gustaf der Skulptur zuwandte. Nicht gänzlich geklärt ist es, wer zuerst damit begann, Möbel im naturalistischen Jugendstil herzustellen. Knut jedenfalls besaß eine eigene Werkstatt auf dem Bauernhof in Lidingö und führte dort verschiedene Möbelstücke aus. Bei Bruun Rasmussen kommt jetzt ein kleiner Tisch oder Hocker zum Aufruf, der aus einem einzigen Stück Holz geschnitzt wurde. Auch hier kann man nur vermuten, dass es Knut Fjaestad war, der das Möbelstück zwischen 1910 und 1920 schuf.

um 1907 begann sich der französische Jugendstilkünstler Jules-Auguste Habert-Dys, der nicht nur sehr talentiert, sondern auch ein echter Workaholic war, mit Glas zu beschäftigen. Für seine Glasarbeiten, die er mit metallenen Elementen kombinierte, wurde er 1913 im Pariser Salon mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Auch die in der Auktion angebotene signierte Vase scheint mit ihrem "herab tropfendem" Relief am oberen Gefäßabschluss wie aus zwei Materialien gefertigt, besteht jedoch gänzlich aus Bronze und ist mit kleinen Rubinfragmenten verziert.

Zu den weiteren Highlights zählt der Flag Halyard Chair (Modell GE 225) von Hans J. Wegner, den der Einlieferer 1968 erworben hatte. Das Modell, aus Stahlrohr und Flaggenschnur, wurde 1950 auf der Arts & Crafts Spring Exhibition im dänischen Designmuseum vorgestellt. Hans J. Wegner wird am häufigsten mit seinen Holzmöbeln in Verbindung gebracht, doch der Flag Halyard Chair war für den dänischen Designer eine Möglichkeit, den frühen Modernisten wie Le Corbusier, Mies van der Rohe und Marcel Breuer Tribut zu zollen.
Im Katalog finden Sie auch einen frühen und seltenen Shell Chair von Wegner aus orange lackierter und laminierter Buche. Entworfen wurde das Modell 1963 für Johannes Hansen und noch im selben Jahr präsentierten Hansen und Wegner es gemeinsam auf der Copenhagen Cabinetmakers' Guild Exhibition. Sie zeigten vier Stühle in verschiedenen Farben, die um einen Shell Table gruppiert waren. Trotz seines skulpturalen Aussehens und der Tatsache, dass er wirklich bequem ist, wurde der Shell Chair ein kommerzieller Flop. Doch Geschmäcker verändern sich im Laufe der Zeit und heute gilt der Shell Chair als eines der interessantesten Möbelstücke von Hans J. Wegner.

Neun unikale Exemplare einer nicht näher betitelten Edition führte Günther Förg im Jahr 2001 aus, wobei die Farben variierten. Als Material diente Acrylfarbe, als Untergrund eine mit Blei bedeckte Holzplatte. Bei Bruun Rasmussen kommt nun das zweite Exemplar der Reihe zum Aufruf. Förg begann schon früh mit unterschiedlichen Bildträgern wie Blei oder Aluminium zu experimentieren, die für ihn Teil des Ausdrucks seiner Werke waren.

Nach dem Erfolg seiner Campbell's Soup-Serie in den frühen 1960er Jahren begann Andy Warhol damit, Siebdrucke nach den Porträts von stars wie Marilyn Monroe, Elvis Presley und Elizabeth Taylor anzufertigen. Seine Faszination für die Popkultur begann in seinem Werk eine immer wichtigere Rolle zu spielen. 1983 erhielt Warhol von einer schwedischen Kunstgalerie den Auftrag, einen der größten Stars des Landes zu porträtieren: Ingrid Bergman. Sein Porträtstil hatte sich bis zu jenem Zeitpunkt dahingehend entwickelt, dass er Details des Gesichts, der Haare und der Kleidung mit feinen Konturstrichen hervorhob und den Hintergrund mit kräftigen, geometrischen Blöcken füllte. Andy Warhol schuf drei Porträts von Ingrid Bergman: With Hat,The Nun und Herself. Als Vorbild dienten ihm verschiedene Quellen: der Film Casablanca (With Hat), ein Standbild aus Die Glocken von St. Marien (The Nun) und ein Werbefoto der Schauspielerin (Herself).

Im Alter von 14 Jahren malte Karel Appel sein erstes Kunstwerk, ein Stillleben mit Obstkorb. Im Jahr darauf schenkte ihm sein Onkel, ein Amateurmaler, Farben und eine Staffelei zum Geburtstag und unterrichtete ihn in Malerei. 1940 begann Karel Appel an der Rijksakademie van beeldende kunsten in Amsterdam zu studieren. Seine ersten Inspirationsquellen waren Henri Matisse, Jean Dubuffet und Pablo Picasso, doch einige Jahre nach seinem Studium, begann er sich anderweitig umzusehen. 1948 gründete er gemeinsam mit Ansgar Jorn, Pierre Alechinsky und Constant die Gruppe CoBrA, deren Name sich aus den Anfangsbuchstaben der Heimatstädte der Künstler zusammensetzte (Kopenhagen, Brüssel, Amsterdam). Die Gruppe arbeitete mit der Theorie, dass Kunst in direktem Zusammenhang mit der menschlichen Psyche und der Stimmung des Künstlers steht. Inspirieren ließen sie sich von Künstlern wie Paul Klee und Joan Miró, aber auch von Volkskunst und Kinderzeichnungen. Karel Appels Kunstwerke sind oft farbenfroh und expressionistisch und zeigen verschiedene Figuren. Ein Beispiel dafür ist das bei Bruun Rasmussen angebotene Gemälde Colombes von 1985.

Als 1969 die Omega Bullhead auf den Markt kam, wurde die Armbanduhr als Rallye-Modell vermarktet. Die Uhr war einzigartig im Design, mit einem sich nach unten verjüngenden Gehäuse. Heute ist die Omega Seamaster Bullhead sehr gefragt, vermutlich, da sie nur für einen eher kurzen Zeitraum (lediglich ein Jahr lang) hergestellt wurde, aber auch wegen ihres interessanten Design.
Entdecken Sie die aktuellen Kataloge von Bruun Rasmussen hier bei Barnebys!

