Gegründet im Jahr 2007 als Ableger der Messe PAD Paris, darf sich die PAD London rühmen, die einzige Messe im Vereinigten Königreich zu sein, die ausschließlich historischem und zeitgenössischem Design gewidmet ist. PAD steht für “Pavilion of Art & Design” und findet seit 2009 auf dem Berkeley Square in dem vom Kunsthandel geprägten Viertel Mayfair statt. 2026 kehrt PAD London vom 13.-18. Oktober dorthin zurück, um wie gewohnt eine spannende Mischung aus historischem und zeitgenössischem Design und Kunsthandwerk zu präsentieren, die Sammlern und Ästheten vor Augen führt, wie individuelle und epochenübergreifende Interieur-Konzepte umgesetzt werden können.
Die 18. Ausgabe von PAD London begrüßt 67 Aussteller aus 18 Ländern: vom Vereinigten Königreich über Europa und den Nahen Osten bis Asien und Amerika. 12 Gallerien sind zum ersten Mal dabei und bereichern so das sorgfältig kuratierte Angebot mit ihren anspruchsvollen Konzepten.
Eröffnet wird die Messe am Vormittag des 13. Oktober mit der Jury Visit, die der Jury, geleitet von Interior Designer Veere Grenney, die Gelegenheit gibt, die Stände der Ausstellung in Augenschein zu nehmen. Im Zuge der PAD London werden mit dem Stand Prize, dem Contemporary Design Prize und dem Historic Design Prize drei Auszeichnungen vergeben, die jeweils die Gestaltung, die Qualität der präsentierten Stücke und den Beitrag zum Gesamtkonzept der Messe honorieren.

Dem kritischen Blick der Jury stellen sich Aussteller wie JCRD Design (UK), das einen Tisch von Martin Eisler und die Rio Chaise Longue (ca. 1970er Jahre) von Oscar und Anna Maria Niemeyer präsentiert, und die Galerie Jacques Lacoste (FR), an deren Stand der Pommeaux de canne-Lehnstuhl von Diego Giacometti (ca. 1970), ein Kabinettschrank von Robert Pansart (ca. 1948) und ein Keramikteller von Pablo Picasso (1957) zu finden sein werden.

Laffanour | Galerie Downtown (FR) konzentriert sich ganz auf Möbel, die von bedeutenden Architekten des 20. Jahrhunderts entworfen wurden, darunter Charlotte Perriand, Le Corbusier und Jean Prouvé. Eine große Bandbreite erwartet das Publikum auch am Stand von Rose Uniacke (UK), wo Stühle im neo-baskischen Stil von Victor Courtay (ca. 1950) auf einen bemalten Art déco-Spiegel von George Fuchs und einen Servierwagen der amerikanischen Moderne aus den 1930er Jahren treffen.

Gleichermaßen stylisch als auch gemütlich geht es bei Meubles et Lumières (FR) zu, wo neben dem Octa Seating Ensemble von Bernard Govin (1970) auch das Kronen-Sofa von Flemming Agger (c. 1967) präsentiert werden wird, während Modernity (UK, SE) Hans J. Wegners The Flag Halyard Chair (1950) sowie ein Paar von Kara Klines Sesseln Model 5313 (ca. 1930er Jahre) und eine Deckenleuchte von Paavo Tynell (ca. 1950er Jahre) im Gepäck hat.

Erhellende Momente kann man auch am Stand der Galerie Mathivet (FR) erleben, wo Maurice Dufrênes Tischleuchte Chrysanthemums (ca. 1913) weitere spannende Objekte wie den Wandteppich 2 Acres Jaune et Orange von Josef Albers (ca. 1970) und den Tisch Brochet von François-Xavier Lalanne (ca. 1973) beleuchtet (siehe Titelbild).

Zu den Erstausstellern gehört die Galeria Bessa Pereira (PT, IT), die u.a. den Lehnstuhl Reversível von Carlo Hauner (1950er Jahre) präsentiert.
Zur Erinnerung: die diesjährige PAD London findet vom 13.-18. Oktober auf dem Berkeley Square in London statt. Wer dieses wunderschön und überaus qualitätsvoll bestückte Design-Event nicht verpassen möchte, sollte sich hier noch schnell eine Eintrittskarte sichern.
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