Wer sein Zuhause mit Vintage-Design oder Murano-Glas ausstatten und dekorieren möchte, der ist Anfang nächsten Monats bei Quittenbaum an der richtigen Adresse. Vom 2.-4 März versteigert das Münchener Auktionshaus fast 1.000 Lose mit herausragenden, seltenen oder sogar einzigartigen Stücken italienischer und internationaler Schöpfer.

Den Auftakt bildet am 2. März die Auktion "Italienisches Design", in der sich besonders viele Schätze aus den 1960er Jahren tummeln. Aber auch aus den Dekaden davor und danach haben es interessante Stücke in den Katalog geschafft, wie das wandelbare Beistelltischpaar Modular von Pietro Sala aus dem Jahr 1957.

Von Gaetano Pesces Freude, mit Materialien zu experimentieren, zeugt das Sesselpaar I feltri aus schwarzem Filz, der zur Stabilisierung teilweise in Kunstharz getränkt wurde. Das Sesselmodell, das er in New York entworfen hat, gehört zu seinen erfolgreichsten Schöpfungen.

Dass Ettore Sottsass über viele Jahrzehnte hinweg seine Kreativität nie abhanden gekommen ist, widerspiegeln einige Highlights der Offerte, darunter das Spiegel-Leuchtobjekt Ultrafragola von 1970 oder der um 1989 von Zanotta hergestellte Schrank Nairobi, der von Sottsass handschriftlich signiert wurde.

Während er in den 1950er Jahren bei Poltronova mit Fiberglas experimentierte und für Olivetti den ersten italienischen Computer designte, schuf Sottsass auch Keramikarbeiten, von denen einige in der Auktion zum Aufruf kommen. Das Deckelgefäß 198-C von 1955 wird dabei mit dem höchsten Schätzpreis angeboten.

Fahren wir doch mit Keramik fort, wenn wir uns nun der dem internationalen Design zuwenden, das Quittenbaum am 3. März versteigert. Hier sind zwei expressive Vasen des dänischen Designers Axel Salto von 1946 ganz vorne mit dabei.

Mit dem höchsten Schätzpreis geht jedoch der Tisch Minguren II des japanisch-amerikanischen Möbelkünstlers George Nakashima an den Start, der zudem zum ersten Mal in Deutschland auf einer Auktion angeboten wird.

Ein weiterer interessanter Tisch kommt mit jenem um 1959 von der dänischen Designerin Bodil Kjær entworfenen Schreibtisch zum Aufruf, der einen passenden Aktenschrank mit dabei hat. Der Tisch ist ein echter Klassiker und obendrein Filmstar, denn er kam bei den beiden James Bond-Abenteuern Liebesgrüße aus Moskau und Man lebt nur zweimal zum Einsatz.

Um einen Entwurf für einen herrschaftlichen Palast handelt es sich bei Roter Sessel mit Ottomane, den der deutsche (Innen-)Architekt Eckart Muthesius 1931 für den Maharadscha von Indore entworfen hat. In der Auktion kommt ein Exemplar der limitierten Neuauflage der Vereinigten Werkstätten München zum Aufruf.

Am 4. März kehren wir nach Italien zurück. Genauer gesagt auf die venezianische Insel Murano, wo seit Jahrhunderten kunstvolle Glasarbeiten angefertigt werden. Sammler werden erfreut sein, in dieser Offerte gleich zwei der nur selten angebotenen Vasen A fasce di colore von Fulvio Bianconi anzutreffen.

Ebenfalls selten und begehrt ist die Vase Sidone, die Ercole Barovier 1957 für Barovier & Toso entworfen hat. Milchig-opaleszente Rechtecke sind so angelegt, dass sie wie ein gewobenes Muster wirken.

Sogar um ein Unikat handelt es sich bei der Vase Fiori Verdi des japanischen Künstlers Yoichi Ohira von 1998. Ohira war 1973 nach einem Designstudium in Tokio und einen Praktikum in einer Glasbläserei nach Murano gegangen, wo er mit verschiedenen Herstellern zusammenarbeitet.

2011 entwarf der japanische Architekt Tadao Ando ein Set von drei Vasen anlässlich des 90-jährigen Bestehens der Glasmanufaktur Venini & C. Aus der Frühzeit des Unternehmens kommt die grüne Vase A bollicine zum Aufruf, eine Schöpfung von Carlo Scarpa.
Die Versteigerung finden im Auktionshaus Quittenbaum, Theresienstraße 60, in München statt. Beginn ist an allen drei Tagen um 15 Uhr. Vorbesichtigungen sind ab dem 15. Februar möglich.
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