Rekord für Max Beckmann: Die „Hölle der Vögel“ bei Christie’s

Bei Christie’s Auktion mit Kunst des Impressionismus und der Klassischen Moderne wurden 94% der angebotenen Lose versteigert. Eines davon war das verstörende Werk von Max Beckmann, das einen neuen Rekord für den Künstler erzielte.

MAX BECKMANN (1884 Leipzig - 1950 New York City) - Hölle der Vögel, Öl/Lwd., 1937/38 © DACS 2017
MAX BECKMANN (1884 Leipzig - 1950 New York City) - Hölle der Vögel, Öl/Lwd., 1937/38 © DACS 2017

Hölle der Vögel war der unbestrittene Star des Abends. Das Werk von 1937/38 war Beckmanns verstörende Visualisierung der Nazi-Herrschaft in seiner Heimat.

MAX BECKMANN (1884 Leipzig - 1950 New York City) - Hölle der Vögel, Öl/Lwd., 1937/38 © DACS 2017
MAX BECKMANN (1884 Leipzig - 1950 New York City) - Hölle der Vögel, Öl/Lwd., 1937/38 © DACS 2017

Das Gemälde wurde für 36.005.000 GBP (ca. 41 Millionen EUR) versteigert, was sowohl einem Rekord für ein Werk von Beckmann als auch für ein Werk des Expressionismus entspricht. Beckmanns bisheriger Rekord von 2001 lag bei 20,4 Millionen Euro.

„Der Verkauf eines historisch so bedeutsamen Gemäldes wie es Beckmanns Hölle der Vögel darstellt, zeigt Christie’s führende Befähigung bei der Versteigerung von Meisterwerken, die auf internationale Resonanz stoßen“, sagt Adrian Meyer, internationaler Leiter der Abteilung für impressionistische und moderne Kunst von Christie’s in New York. „Das Bild wurde einstimmig als die Guernica des Expressionismus anerkannt und der internationale Appetit darauf wurde durch das lebhafte Bieten im Auktionssaal und am Telefon erkennbar.“