Bei der Zusammenstellung dieses 228 Lose starken Katalogs, der am 2. Dezember versteigert wird, legten die Experten von Rossini großen Wert auf Prestige und wählten die Objekte aus den Bereichen Schmuck, Uhrmacherkunst, Silberwaren und Numismatik dementsprechend aus.

Dieses gelbgoldene Set, das um 1870 in Rom hergestellt wurde, ist mit den ägyptischen Symbolen der Macht und der Unsterblichkeit, Pharaonenköpfe und Skarabäen, verziert. Sein Schöpfer folgte damit dem bei römischen Juwelieren seit dem 18. Jahrhundert verbreiteten Trend, Mikromosaikschmuck mit antiken Mosaik zu kreieren. Um thematische Dekore wie Landschaften, Tiere oder Ansichten von Denkmälern erstellen zu können, gaben sie die traditionelle Verwendung von farbigen Steinen auf und ersetzten sie durch dünne Stäbchen aus getöntem Glas.

Die in die Stadt strömenden Touristen waren begeistert von diesen Kreationen und nahmen sie als Souvenir mit nach Hause. Das vorliegende Set besteht aus einem Paar Ohrhängern und einer Anhängerbrosche. Seine Originalschatulle verrät, dass es aus dem Haus Cesare Tomnini stammt. Ähnliche Stücke wurden in den Publikationen "Micromosaics: The Gilbert Collection" von Jeannette Hanisee Gabriel sowie "Roman Mosaic" von Roberto Grieco und Arianna Gambino vorgestellt.

Der Pariser Juwelier und Goldschmied Gustave Roger Sandoz, der ab 1895 in der Rue Royale ansässig war, zeichnete sich auf der Weltausstellung von 1900 nicht nur durch seine außergewöhnlichen Jugendstilstücke aus, sondern auch durch seine Teilnahme als Jurymitglied.
Eine Zusammenarbeit verband ihn mit dem Meister der Glaskunst Émile Gallé in Nancy, für den er vergoldete Rahmen herstellte. In der Auktion ist er mit dem oberen Teil einer Anhängerbrosche vertreten, die von seiner Virtuosität auf dem Gebiet des Jugendstildekors zeugt. Als Motiv diente eine japanische Landschaft mit Seerosen, Schwalben und der untergehenden Sonne in einem floral gestalteten Rahmen.

Gustave Roger Sandoz war in die Fußstapfen seines Vater, eines Schweizer Uhrmachers, getreten und gab sein Wissen wiederum an seinen Sohn Gérard weiter, der sich später als einer der bemerkenswertesten Juweliere des Art déco etablieren sollte.

Stücke von Boucheron und Cristofol ergänzen die Auswahl an signierten Pretiosen, deren Provenienzgeschichte den Namen Marie-Hélène de Rothschild umfassen soll.
Aus dem Hause Boucheron stammt auch dieses Paar Weißgoldohrringe mit dem Namen Cinna Pampilles, das mit Diamanten im Brillant- und Tropfenschliff verziert ist.

Im Mittelpunkt dieser beiden Gelbgoldarmreifen steht jeweils eine Achat-Kamee mit einem Profilbildnis, die mit Rubinen und Diamanten verziert ist. Entsprechende Marken weist das Armreif-Duo als Arbeit der Cristofol-Werkstatt aus, einer der ältesten Hersteller für gehobenen Schmuck in Paris (gegründet 1830).

Die Perle galt und gilt in vielen Kulturen als heilig. Es war jedoch Alexander der Große, der sie während seiner Eroberung des Orients im 4. Jahrhundert v. Chr. als Schmuck populär machte.
Von den Griechen mit dem Beinamen "Tränen der Aphrodite" versehen, waren Perlen ein Symbol für Reichtum und Macht im alten Rom, wo es nur Angehörigen der obersten sozialen Schichten vorbehalten war, sie zu tragen. Die Perle blieb über alle Jahrhunderte hinweg populär und kommt für die Schmuckherstellung auch heute noch viel zum Einsatz.
Bei Rossini kommt unter anderem ein Collier aus 67 feinen Perlen zum Aufruf, dessen Verschluss aus Platin mit Diamanten im Rosenschliff verziert ist. Eine LFG-Analyse ergab zudem, dass es sich um "feine Meerwasserperlen" handelt, die "keine Hinweise auf eine Behandlung" aufweisen.

In der Uhrenofferte ist der Fokus auf Modelle großer Marken wie Omega, Rolex, Jaeger LeCoultre, Chopard und Longines gerichtet.
Hervorzuheben ist hier eine hervorragende Rolex Day Date Ref. 1807 aus 18-karätigem Gelbgold, deren champagnerfarbenes Zifferblatt mit aufgesetzten Indizes ausgestattet ist.

Zum Schluss sei noch auf eine Kreation aus dem Hause Fabergé hingewiesen, die dort um 1900 vom Silberschmiedemeister Michael Perchin entworfen wurde. Das zylindrische Objekt weist ein gedrehtes Dekor aus rotem und weißem Emaille auf. An beiden Enden befindet sich jeweils eines Diamantrose.
Die Versteigerung der 228 Lose findet am 2. Dezember bei Rossini hinter verschlossenen Türen statt, wird jedoch live übertragen. Bieten Sie online oder telefonisch mit!
Alle aktuellen Lose von Rossini finden Sie hier bei Barnebys.



