Über 1.500 Lose versteigerte das Stuttgarter Auktionshaus Eppli im November. Und ein Großteil davon fand neue Besitzer, deren Siegergebote die Aufrufpreise nicht selten weit hinter sich ließen.
Zunächst lud Eppli am 6. November zu einer funkelnden und glänzenden Auktion, in der Schmuck und Uhren im Mittelpunkt standen.

Stellvertretend für die vielen schönen Ringe, die zum Aufruf kamen, möchten wir dieses bezaubernde Exemplar erwähnen, dessen Startpreis 1.630 Euro betrug. Der klassische Soltärring aus Platin mit dezent getöntem Altschliff-Diamant von 2,35 ct war einem Schmuckliebhaber schließlich 4.100 Euro wert.

Unter den Armbanduhren der Auktion muss zunächst auf diese gelbgoldene Vintage Rolex Day-Date aus den 1970er oder 1980er Jahren hingewiesen werden, die ihren Startpreis fast verdoppeln konnte. Für 12.500 Euro statt der zunächst geforderten 7.000 Euro wechselte sie den Besitzer.

Eine edle Bi-color-Damenuhr von Carrier konnte ihren Startpreis sogar mehr als verdreifachen. Die Vintage Panthere aus Edelstahl und Gelbgold ging mit 950 Euro an den Start und überquerte sie Ziellinie bei 3.000 Euro.
Am 13. November versammelten sich Modefans schließlich ein weiteres Mal bei Eppli im Stuttgarter Königsbau, um sich an tollen Accessoires der begehrtesten Marken zu erfreuen und diese (hoffentlich) auch mit nach Hause nehmen zu können.

Ihr begehrliches Auge warfen besagte Modefans unter anderem auf diese Umhängetasche von Gucci, deren Neupreis aktuell bei 1.590 Euro liegt. Das sehr gut erhaltene Exemplar, das bei Eppli zum Aufruf kam, war mit einem Startpreis in Höhe von 400 Euro ausgestattet. Man traf sich schließlich mit den erzielten 850 Euro ganz einfach dazwischen.

Ganz ohne Limitpreis ging diese Vintage Birkin Bag von Hermès ins Rennen. Wie es bei einem solch begehrten Klassiker nicht anders zu erwarten war, ließen die Gebote nicht lange auf sich warten. Am Ende fiel der Hammer bei 6.000 Euro.

„Ohne Limit“ war auch das Motto einer Online Only-Auktion, die am 20. November endete. Die Nase vorn in dieser Offerte mit Schmuck, Edelsteinen, Uhren, Silber und Accessoires hatten Konvolute mit Schmuck aus Gelbgold. Darunter dieses 3-teilige Set, bestehend aus zwei mit Brillanten besetzten Ringen und einem Collier, das für 1.800 Euro versteigert wurde.
Die nächste Präsenzauktion fand am 27. November in der Eppli Auktionshalle in Leinfelden-Echterdingen statt. Auf dem Treppchen der besten Zuschläge der vielfältigen Offerte mit Kunst, Kunstgewerbe und Antiquitäten, sind gleich zwei Lose aus dem Bereich „Schach“ anzutreffen.

Die Goldmedaille durfte sich ein filigran gearbeiteter Schachfigurensatz umhängen, der im 19. Jahrhundert im süddeutschen oder alpenländischen Raum aus Elfenbein und Ebenholz geschnitzt wurde. Aufgerufen ohne Limitpreis, fiel der Hammer dafür erst bei herausragenden 26.000 Euro.

Von 0 auf 14.000 Euro ging es für dieses vom Mittelalter inspirierte Schachspiel, das im 20. Jahrhundert in Ungarn angefertigt wurde und das damit die Bronzemedaille der Auktion erlangte. Neben Holz, Metall, teilweise vergoldetem Silber kamen bei Ausführung Granate, Perlen und Emaille zum Einsatz.

Auf den Silberrang schaffte es das Gemälde Der Rufer, dessen Stil und Monogramm auf den deutschen Expressionisten Karl Hofer als Schöpfer hindeuten. Verkauft für 15.000 Euro (Startpreis 11.000 Euro), handelt es sich dabei möglicherweise um eine Studie für das gleichnamige Gemälde aus dem Jahr 1938, das vor sechs Jahren versteigert wurde.

Weitere großartige Ergebnisse gab es auch für Design und Antiquitäten. Dieser frühe Biedermeier-Vitrinenschrank aus Nussholz mit ebonisierten Säulen kam für 1.300 Euro zum Aufruf und schaffte es diesen Preis glatt zu verdreifachen. Ausgeführt wurde das schöne Stück um 1820 im Fränkischen.

Wie bei der Birkin Bag von Hermès handelt es sich auch bei dem Lounge Chair mit Ottomane von Ray & Charles Eames um einen absoluten Klassiker, der sicher sein kann, bei einer Auktionen einen neuen stolzen Besitzer zu finden. So auch in diesem Fall, als der Hammer bei 4.800 Euro fiel, womit der Startpreis von 2.000 Euro weit übertroffen wurde.
Wie gewohnt bildete eine Auktion mit Münzen, Medaillen, Briefmarken und Historika den Abschluss des Auktionsmonats bei Eppli.

Als Top-Los und hervorragendes Investitionsobjekt kam hier eine Sammlung mit 35 100-Euro-Münzen zu je 1/2 Unze Feingold zum Aufruf, die zwischen 2002 und 2013 in den verschiedenen Münzanstalten der Bundesrepublik Deutschland geprägt wurden. Die Investition hatte sich für den Einlieferer bereits gelohnt, als 28.000 Euro statt der geforderten 27.000 Euro erzielt wurde.
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