Unter den Gemälden, sie Simpson im diesen Februar versteigert, finden sich viele schöne Arbeiten moderner Künstler aus Amerika, Frankreich, Griechenland und Flandern.

Eines der Highlights der Auktion am 9. Februar ist Columbus Circle von Guy Carleton Wiggins. Der in Brooklyn geborene Impressionist ließ sich von seiner Heimatstadt New York inspirieren und präsentierte sie in vielen Gemälden, vor allem in winterlichen Ansichten, bei denen die verschneiten Straßen und Wolkenkratzer im Fokus standen. Das vorliegende Werk ist von 1936, dem Jahr, in dem Wiggins in die National Academy of Design gewählt wurde. Laut des Auktionshauses könnte es sich bei Columbus Circle um die Arbeit handeln, die Wiggins einreichte, um an der angesehen Akademie aufgenommen zu werden.

Georg (oder Georgios) Jakobides war ein griechischer Maler, der den Großteil seiner Karriere in München verlebte. In der bayrischen Hauptstadt besaß er ein eigenes Atelier und gründete 1878 eine Schule für Frauen, die 20 Jahre bestehen sollte. Jakobides war ein Genremaler, der seine Inspiration im täglichen Leben fand und bevorzugt Kinder, Innenräume, Stillleben und Blumen darstellte. Stricken, ein zu Jakobides Zeiten eine weitverbreitete, alltägliche Beschäftigung war, taucht wiederholt in seinen Arbeiten auf. Eine davon, Kleines Mädchen strickend, liegt in der Auktion von Simpson vor. Nach seiner Rückkehr nach Griechenland wechselte Jakobides sein Betätigungsfeld und wurde einer der besten Portraitmaler des Landes. Bei seinem Tod im Jahr 1932 hinterließ Georg Jakobides ein beeindruckendes Œuvre mit fast 200 Gemälden.

Das Leinwandgemälde Pink and Violet Mountains with Lake Front Houses wurde vom amerikanischen Künstler Edgar Payne. Payne bereiste von 1922 bis 1924 Europa, wo er sich vor allem von den französischen Impressionisten inspirieren ließ. In diesem Stil malte er Fischerboote in der Bretagne, die Schweizer Alpen und die Landschaft Venetiens. Anerkennung erhielt Payne beim Pariser Salon von 1923 und kehrte als erfolgreicher Maler in seine Heimat zurück, wo er den Wilden Westen, die amerikanischen Ureinwohner zu Pferde und die Berge Kaliforniens portraitierte.

In der Kategorie "Dekorative Kunst" versammelt Simpson eine Auswahl mit Kunsthandwerk und Möbeln. Zu letzteren gehört eine Kredenz aus Rosen- und Ebenholz, die Pottier & Stymus zugeschrieben wird, einer amerikanischen Möbelmanufaktur des 19. Jahrhunderts. Gegründet wurde die Firma, die sich auf Stücke des Neoklassizismus, der Neorenaissance, des Egyptian Revival und der Neogotik spezialisierte, 1859 vom Franzosen Auguste Pottier und William P. Stymus in New York.

Diese beiden Figuren im Stil Valentino Panciera Besarels stammen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In Auftrag gegeben wurden sie 1883 von Zacharie Olympe Hériot, dem ehemaligen Bürgermeister von Essoyes, einer Gemeinde im Nordosten Frankreichs. Nachdem er das Château de la Boissière (Yvelines) erworben hatte, begann Hériot damit, dessen Innenausstattung nach seinen Vorlieben umzugestalten. Der Auftrag für die beiden vorliegenden Figuren war Teil der Umgestaltungsmaßnahmen.

Diese außergewöhnliche Art déco-Uhr stammt vom berühmten französischen Glaskünstler René Lalique. Der mit Milchglas gestaltete Teil der Uhr stellt zwei Mädchen in antik anmutenden Gewändern dar, die eine Blumengirlande um das Zifferblatt drapieren.
Die Kataloge der beiden Auktionen umfassen außerdem Silber, archäologische Stücke sowie eine schöne Auswahl an Weinen, u.a. Petrus, Clos Vougeot und Vosne-Romanée.
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