Voller Elan und hervorragend ausgestattet meldet sich das Zürcher Auktionshaus Schuler in der zweiten Monatshälfte zurück aus der Sommerpause. Los geht es am 18. September mit der Blauen Auktion, auf deren breitgefächerte Offerte von rund 1.500 Losen ausschließlich online mitgeboten werden kann. Vom 20.-22. September kommen dann mehr als 1.000 weitere Lose im Auktionssaal unter den Hammer.
Auch die Saalauktionen zeichnen sich durch ihre Vielfältigkeit aus; insgesamt kommen 19 Kategorien zum Aufruf. Am ersten Tag steht abwechslungsreiche Handwerkskunst auf dem Programm, darunter Tischkultur, Silber, Ikonen, Teppiche und Objets de Vertu.

Der 21. September startet mit Kunst aus Asien, die einen frühen thailändischen Buddhakopf und ein fein geschnitztes Netsuke mit zwei Go-Spielern aus dem 19. Jahrhundert genauso umfasst wie diese Sniff Bottle aus dem China der Qing-Dynastie. Diese Herkunft gilt zumindest für den mit figürlichen Gravuren verzierten Flaschenkörper aus Achat. Der Deckel ist eine europäische Schöpfung und besteht aus weißem Emaille und Gold und wird von einem Chalzedon-Cabochon gekrönt.

Nach der Versteigerung von Antiken, unter denen eine feine rotfigurige Kylix mit Schwanenmotiv hervorsticht, stehen Schmuck, Kleinuhren und Accessoires auf dem Programm. Neben antiken und hochaktuellen Stücken lassen wir uns hier sehr gerne von Vintage-Schätzen verzaubern. In diesem Zusammenhang muss auf dieses Collier hingewiesen werden, das Mitte des 20. Jahrhunderts von den kundigen Juwelieren bei Cartier angefertigt wurde. Ganz aus Gelbgold wurde hier eine filigrane Blütenpracht geschaffen, die mit insgesamt 65 Brillanten von unterschiedlicher Größe bestückt wurde.

Der letzte Auktionstag ist zunächst den Werken von Schweizer und internationalen Künstlern gewidmet.
Die Schweiz wird unter anderem hervorragend vertreten von Niklaus Stoecklin, einem frühen Vertreter der Neuen Sachlichkeit. Das vorliegende Gemälde, Place Bab Souika, Tunis, entstand während Stoecklins Reise durch Nordafrika 1926/27. Es besticht mit seinen klaren Formen und Farben – ein Stil, mit dem Stoecklin auch in seiner Tätigkeit als Plakatkünstler begeistern konnte. Neben diesem exotischen Werk kommt bei Schuler auch ein Motiv aus Stoecklins Heimatstadt Basel zum Aufruf.

Anthony van Dyck, Hans Staudacher und Francesco Guardi sind nur einige der Künstler, die in der Kategorie „Internationale Kunst“ zum Aufruf kommen. Ein weiterer Name lautet Oswald Achenbach und damit haben wir es mit einem bedeutenden Landschaftsmaler des 19. Jahrhunderts zu tun. Wie sein älterer Bruder Andreas gehörte Oswald Achenbach der Düsseldorfer Malerschule an. Während Andreas sich in seinen Landschaften vor allem auf Nordeuropa konzentrierte, malte Oswald hauptsächlich italienische Motive, die er während seiner wiederholten Aufenthalte auf der Apenninhalbinsel entdeckte. Das Motiv für das vorliegende Gemälde fand er in den 20 km südöstlich von Rom gelegenen Albaner Bergen.

450 Exemplare dieses Tellers wurden 1955 hergestellt, eines davon kann jetzt bei Schuler ersteigert werden. Schöpfer des dekorativen Stücks war Pablo Picasso, der sieben Jahre zuvor ins südfranzösische Vallauris gezogen war, um sich der Töpferei zu widmen – und zwar im Atelier Madoura. Entsprechende rückseitige Stempel bestätigen, dass es sich um ein dort von Picasso erschaffenes Original handelt.

Nach Design, Wein, Spirituosen und Möbeln runden schließlich Großuhren die Offerte ab. Hier ist eine Eisenuhr aus dem 17. Jahrhundert hervorzuheben, deren polychrom bemalte Schauseite jene Episode aus dem Jahr 1352 zum Thema hat, in der die Stadt Zug von den Eidgenossen belagert wurde. Die Szene sowie Darstellungen des Zuger Stadtheiligen St. Oswald und des Erzengels Michael umgeben ein größeres Stunden- und eine kleineres Viertelstundenzifferblatt. Darüber ist im bogenförmigen Aufsatz die Mutter Gottes mit Kind zu sehen. Weitere Motive befinden sich an den Seiten.
Die Saalauktionen am 20.-22. September beginnen jeweils um 9 Uhr und finden im Auktionshaus, Seestrasse 341, in Zürich statt. Die Onlineauktionen am 18. September beginnen um 10 Uhr. Die Ausstellung zur Auktion ist vom 9.-15. September geöffnet.
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