Im neuen Auktionsjahr 2024 präsentiert sich Quittenbaum wie gewohnt mit jeder Menge Stil. Dieser stammt von den zahlreichen namhaften Designern und Künstlern, deren Werke das Münchener Auktionshaus für seine aktuellen Versteigerungen zusammentragen konnte und nun am 19. und 20. März in vier Sitzungen anbieten wird.

Zum Auftakt darf am 19. März ab 15 Uhr auf italienisches Design mitgeboten werden. Hervorzuheben ist hier eine Schöpfung von Max Ingrand, der zwar Franzose war, jedoch von 1954 bis 1967 die künstlerische Leitung beim Mailänder Unternehmen Fontana Arte innehatte. Zu seinen frühesten Entwürfen für den Hersteller hochwertiger Glasleuchten und -möbel zählt die vorliegende Deckenleuchte aus milchweißem und blauem Glas, die mit ihrer zeitlosen Eleganz besticht.

Wahren Kultstatus genießen die Designs von Memphis, die mit ihrer von der Pop Art inspirierten Formensprache den Look der 80er Jahre definierten. Zu den Memphis-Kreationen, die häufiger auf dem Auktionsmarkt anzutreffen sind, gehört Ettore Sottsass’ Regal Carlton, das bei Quittenbaum jedoch als interessantes Miniaturmodell vorliegt. Eher selten hingegen stößt man auf den Tisch Pensinsula von Peter Shire, dessen schlichte Glasplatte von einem rot, grün und violett lackierten Tischgestellt getragen wird.
Auch wenn um 18:30 Uhr das internationale Design die Bühne betritt, sind viele bekannte Namen vertreten, darunter Ron Arad, Ingo Maurer und Pierre Chapo sowie aus einer deutschen Privatsammlung Eileen Gray und Eero Saarinen.

Viele berühmte Namen in der Möbel- und Designszene hat Dänemark hervorgebracht. Einer davon ist Verner Panton, der als einer der ersten Möbeldesigner die Pop Art in seine Entwürfe einfließen ließ. 1968/69 entwarf er das zweiteilige skulpturale Sitzmöbel Living Tower, das auf mehreren Ebenen Sitz- und Liegemöglichkeiten bietet und heute eine wahre Ikone des Design darstellt.
Am 20. März geht es um 15 Uhr weiter mit einem ausschließlich Erzeugnissen von der Glaskünstler-Insel Murano gewidmeten Katalog. Dieser wird angeführt von drei Schöpfungen, die mit der Murrine-Technik gestaltet wurden, darunter eine seltene frühe Vase von Ercole Barovier von 1924/25.

Des Weiteren sind zwei Vasen aus den 1950er Jahren zu nennen, die bei Venini & C ausgeführt wurden. Bei der einen handelt es sich um einen Entwurf des Firmengründers Paolo Venini, der dafür sehr kleine türkisgrüne und rote Murrine zu einer Art Schachbrettmuster anordnete (der Name der Vase, A dama, bedeutet im venezianischen Dialekt „Schach“), dieses jedoch an verschieben Stellen verzerrte, was einen an die Op-Art erinnernden Effekt hervorruft.

Statt für eine bauchige Form und ein kleinstteiliges Muster hatte sich Fulvio Bianconi für seine Vase A fiori für eine schlanke Kegelform und große Murrine entschieden, die das Gefäß, aufgeschmolzen in Schwarz und Tiefviolett und kombiniert mit weißem Glas, allseitig verzieren. Stücke mit Murrine sind in Bianconis Œuvre eher selten anzutreffen.

Den Abschluss der Auktionsreihe bildet um 17 Uhr eine Kunstofferte, die eine Privatsammlung mit Werken Alter Meister sowie Kunst des 19./20. Jahrhunderts und Nachkriegskunst umfasst. Bezüglich letzterer sei auf ein Gemälde von Walter Stöhrer aus dem Jahr 1963 hingewiesen. Das abstrakte Œuvre des HAP Grieshaber-Schülers zeichnet sich durch dynamische Kompositionen in lebendigen Farben aus, wofür das vorliegende Werk ein hervorragendes Beispiel ist.
Ebenfalls Teil der Kunstofferte sind ausgewählte Objekte aus einer Privatsammlung, die dem Thema Liebe gewidmet sind, darunter ein Ring mit dem berühmten Schriftzug LOVE von Robert Indiana.
Die Versteigerungen finden am 19. und 20. März bei Quittenbaum Kunstauktionen, Theresienstraße 60, in München statt. Die Möglichkeit einer Vorbesichtigung besteht dort vom 14.-18. März.
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