Klären wir zunächst die Frage, was ein "B-Uhr" ist. Erst einmal ist es die Abkürzung für "Beobachtungsuhr" und damit erschließt sich im Grunde auch schon beinahe ihr Verwendungszweck. Beobachtungsuhren gehen auf die frühen leistungsstarken Seechronometer des späten 18. Jahrhunderts zurück und dienten dem Navigator zur Bestimmung des Längengrades auf hoher See. Ihre Verwendung auf Reisen machte es natürlich unerlässlich, dass diese Uhren solide verarbeitet waren und äußerst ganggenau waren - und es auch auf See blieben.

Einen Sprung nach vorn machte die Beobachtungsuhr während der beiden Weltkriege, wo sie dann auch am Handgelenk getragen wurde. Die große Nachfrage durch ihre militärische Verwendung sorgte dafür, dass auch renommierte Unternehmen wie IWC und A. Lange & Söhne produziert wurden. Wollten die Firmen den deutschen Markt beliefern, mussten sie sich an die 1940 herausgegebenen Vorgaben des Reichsluftfahrtministeriums (Fl. 23883) halten. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen B-Uhren zunehmend außer Gebrauch.
Die vorliegende B-Uhr von IWC wird bereits am 5. Oktober bei Eppli am Markt versteigert - eine Auktion mit über 450 Uhren, Schmuckstücken, Gemälden, Grafiken sowie Objekten aus Silber und Porzellan. Neben der B-Uhr von IWC sticht auch eine Vintage Rolex für den Herrn in der Offerte hervor. Die goldene Oyster Day-Date stammt vermutlich aus den 1970er Jahren und verfügt über ein Jubilee-Dial mit Diamantbesatz.

Mit den höchsten Startpreisen des Auktionskatalogs kommen zwei Clipeinhänger zum Aufruf, die sich wunderbar miteinander kombinieren lassen. Die beiden Weißgold-Pretiosen sind mittig mit einem Brillant (ca. 2 ct) bzw. Rubin (ca. 2,3 ct) besetzt, die jweils von einem Kranz aus 10 brillanten umgeben sind.
Die Auktion beginnt um 11 Uhr in der Bärenstraße 6 + 8 in Stuttgart. Ein paar Straßen weiter findet dann am 12. Oktober um 15 Uhr die beliebte Auktion "Luxus aus Privatbesitz" bei Eppli im Königsbau statt.
Hier sind Fashionistas an der richtigen Adresse, wenn beispielsweise ein absoluter Accessoire-Klassiker wie eine Kelly Bag zum Aufruf kommt. Ebenfalls nicht wegzudenken aus der Modewelt ist die Rautensteppung aus dem Hause Chanel, in der Auktion beispielsweise mit der Vintage-Tasche Diana vertreten, die nach der Princess of Wales benannt wurde.

Kein Klassiker aber dennoch ein absoluter Hingucker ist die glänzende Faye von Chloé. Ein weiteres Vintage-Piece ist ein extravaganter Regenschirm von Versace mit dem typisch-exotischen Muster des Modehauses.
Garantiert zum Hingucker wird man mit der ausgefallenen Wendejacke Aux payes des epices aus Seide. Entworfen wurde das auffällige Muster 2001 von Künstlerin Annie Faivre, die auch mehrere der berühmten Halstücher von Hermès gestaltet hat.

Nach einer zweiwöchigen Verschnaufpause geht as am 26. Oktober um 11 Uhr weiter bei Eppli Münzauktionen in der Heilbronner Straße 9-13 in Leinfelden-Echterdingen. Wie der Name bereits verrät, dreht sich in dieser Auktion alles um Münzen, aber auch um Banknoten, Briefmarken und Historika.

Diese Offerte wird angeführt von einem interessanten Konvolut mit 30 Goldmünzen des Deutschen Kaiserreichs. Weniger umfangreich, aber im Originaletui, kommt eine Goldlot mit 4 kanadischen Dollar zum Aufruf. Darauf abgebildet ist u.a. Jacques Cartier, der im 16. Jahrhundert die kanadische Ostküste für Frankreich erkundete.

Ein weiteres interessantes Loe der Auktion ist ein silberner Lunar II aus Australien. Die 1 kg schwere Münze wurde im Jahr 2009 geprägt und hat einen Wert von 30 Australischen Dollar. Seit 1996 prägt Australien jedes Jahr eine solche Kurantmünze, für die bei der Motivwahl auf das jeweils aktuelle Tierkreiszeichen des chinesischen Mondkalenders zurückgegriffen wird. 2009 war das Jahr des Büffels.
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