Vier Auktionen an vier Tagen stehen vom 1. bis 4. Dezember im Wormser Auktionshaus auf dem Programm. Zum Aufruf kommt eine spannende und abwechslungsreiche Offerte mit Spielzeug, Numismatik, Militaria und Kunst.
Los geht es am 1. Dezember um 8 Uhr mit der Kunst-Offerte, in der neben Skulpturen und Gemälden vor allem die Lose mit feinem Porzellan ins Auge fallen, die sowohl zahlreiche Teile aus dem Service für Kaiser Wilhelm II., als auch figürliches Porzellan umfasst.

Hier sei zunächst auf diesen bezaubernden Kakadu hingewiesen, der nach einem Modell von Johann Joachim Kändler aus dem Jahr 1752 geformt wurde. Der natürliche Lebensraum von Kakadu ist in Australien sowie in Indonesien und auf den Philippinen, von wo ihn die mit Gewürzen handelnden Ostindienkompanien mit nach Europa brachten.

Ebenfalls auf einem Modell von Kändler beruht dieser figürliche Tafelaufsatz Schneider auf dem Ziegenbock. Ausgeführt wurde diese Variante Anfang des 20. Jahrhunderts jedoch nicht von der Meißner Manufaktur, sondern um eine Kopie der Vereinigte Dresdner Porzellanmalereien Klemm, Donath & Co.

Um ein Jugendstil-Original von Meissen handelt es sich bei dieser Hentschel-Gruppe, die zwei Kinder beim „Backen“ von Sandkuchen zeigt. Die von Konrad Julius Hentschel erdachten Figuren zeigen Kinder in verschiedenen Situation beim Spielen oder Schmusen mit ihren Haustieren.
Im Anschluss an die Kunst-Auktion findet am 1. Dezember um 9 Uhr die Numismatik-Auktion statt, die sowohl antike, als auch neuzeitliche Münzen umfasst.

Zu den letztgenannten gehört diese goldene 20-Mark-Münze aus den Jahr 1906 mit dem Profilbildnis Kaiser Wilhelm II., die in eine ebenfalls goldene Fassung eingearbeitet wurde und als Anhänger getragen werden kann.

Unter den antiken Münzen ist diese makedonische Tetradrachme aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. hervorzuheben. Geprägt wurde sie unter König Philipp III. Arrhidaios (323-317 v. Chr.), der Halbbruder von Alexander dem Großen war und nach dessen frühen Tod dessen Nachfolger wurde, sich letztendlich jedoch gegenüber den Diadochen nicht durchsetzen konnte.

Die Numismatik-Auktion umfasst nicht nur Münzen, sondern auch andere Objekte, bei denen Metall jedoch ebenfalls im Fokus steht. So auch bei diesem Kernstück aus 800er Silber, das aus einer Kaffee- und einer Teekanne, einem Milchkännchen, einer Zuckerdose und einem Tablett besteht. Verziert sind die fünf Teile mit Girlanden, Kartuschen und durchbrochen gearbeitetem Dekor.

Auch auf Schmuck und Uhren darf fleißig mitgeboten werden, darunter auf dieses Chronometer von TAG Heuer, dessen Edelstahlgehäuse und silbernes Zifferblatt mit einem blauem Lederarmband kombiniert werden.
Am 1. Dezember um 11:30 Uhr fällt auch der Startschuss für die Spielzeug-Auktion, die am 2. und 3. Tag des Monats fortgesetzt wird. Die Lose dieser nostalgischen Offerte reichen Modellautos über Eisenbahnen bis Blechspielzeugen. Auch hier haben wir einige Highlights für Sie herausgepickt.

Dazu zählt in jedem Fall dieser VW-Bus Typ 1 von Wiking, dessen durchsichtiges Dach offenbart, dass alle dazugehörenden Figuren nebst Hund und Gepäck mit an Bord sind.

Ein eleganteres Fortbewegungsmittel im Kleinformat ist dieser Mercedes 220 S von Schuco aus der Rollfix-Serie. Das elfenbeinfarbene Modellauto mit rotem Dach fährt nicht mit Batterien, sondern mit einem Schwungradantrieb.

Auf die Schienen geht es unter anderem mit dieser Schlepptenderlok der Königlich-Bayerischen Staatsbahn, die ein Modell der Lokomotive des Hofzug von König Ludwig II. von 1877 darstellt. Die Lok wurde von Micro-Metakit in einer imitierten Auflage von nur 80 Stück produziert.

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Schweizerische Bundesbahnen hat sich Märklin für einen seiner Klassiker etwas ganz besonderes einfallen lassen und die E-Lok Krokodil einfach mal teilvergoldet. Erschienen ist diese glänzende Sonderedition in einer Auflage von 3.500 Stück.

Ein weiterer Schatz von Märklin ist dieser Restaurationswagen, der zwischen 1900 und 1920 hergestellt wurde. Der Wagen versorgt die Fahrgäste der Züge der Spur 1 mit Speisen und Getränken und ist eine schöne Ergänzung für den heimischen „Eisenbahnbetrieb“.
Den Abschluss der Auktionsreihe bildet am 4. Dezember die Militaria-Auktion, die um 9:00 Uhr beginnt.
Die Versteigerungen finden im Wormser Auktionshaus, Weinbrennerstraße 20, in Worms-Pfeddersheim statt. Vorbesichtigungen sind dort noch bis zum 30. November sowie an den jeweiligen Auktionstagen möglich.
Alle aktuellen Lose des Wormser Auktionshauses finden Sie hier bei Barnebys.
