Vom 2. bis 4. Juni präsentiert Bukowskis seinen bereits sehnsüchtig erwarteten Important Spring Sale. Die Kataloge sind prall gefüllt mit interessanten und außergewöhnlichen Objekten und Ihnen bietet sich die Gelegenheit, auf klassisches Kunsthandwerk, Schmuck und Asiatika mitzubieten.
Der erste Auktionstag hat Silber, Möbel und vielfältiges Kunsthandwerk im Angebot, das zum Teil von königlicher Herkunft ist.

Kronleuchter aus versilbertem oder vergoldetem Messing aus der Epoche des Rokoko sind eher selten anzutreffen. Noch seltener ist die Möglichkeit, einen ihrer Hersteller zu identifizieren. Bei diesem Exemplar war es jedoch möglich. Es gilt als Pendant eines Kronleuchters aus der Sammlung von Schloss Drottningholm. Erworben wurden der Drottningholm-Leuchter 1754 von Architekt Carl Fredrik Adelcrantz beim Pariser Steinmetz und Vergolder Pierre Boulanger. Der Leuchter und weitere versilberte Gegenstände zogen in das im selben Jahr fertiggestellte Schloss bei Stockholm ein und wurden im Kabinett von König Adolf Fredrik platziert. 1777 ließ Gustav III. den Kronleuchter in das Blaue Garderobenzimmer von Drottningholm bringen, wo er seitdem hängt.
Bei Bukowskis kommt nun also ein Äquivalent dieses gut dokumentierten Leuchters zum Aufruf. Eine sorgfältige Untersuchung hat ergeben, dass beide Leuchter in Gestaltung, Maßen, Dekor und Konstruktion nahezu identisch sind.

Diese beiden Blei-Porphyr-Urnen wurden im frühen 19. Jahrhundert in Älvdalen in der Provinz Dalarna hergestellt. Porphyr ist ein eruptives, sehr hartes Gestein, dessen Aussehen je nach den Elementen der Mineralkörner seiner Matrix variieren kann. Seit der Antike, als roter Porphyr in Ägypten abgebaut wurde, wird das Gestein für dekorative Zwecke verwendet. Sowohl der Abbau als auch die Verarbeitung von Porphyr sind sehr zeitaufwändig – das Verwandeln eines 60 cm dicken Blocks in eine Tischplatte konnte damals ein ganzes Jahr in Anspruch nehmen und für eine Butterdose mit Deckel musste man über 70 Arbeitsstunden einplanen.
In Schweden konnten mehr als hundert unterschiedliche Farbtöne und Strukturen identifiziert werden. Für sehr exklusive Objekte, darunter auch das Urnenpaar, das bei Bukowskis zum Aufruf kommt, verwendete man häufig Blei-Porphyr.

Die Schmuckofferte hat eine große Auswahl an Pretiosen aus den unterschiedlichsten Epochen im Angebot. Zu den Highlights gehört dieses Paar Ohrringe des deutschen Traditionsunternehmens Hemmerle. Der Ohrschmuck aus dem 19. Jahrhundert besteht aus in Kupfer gefasste Lavastein-Kameen mit antiken Porträts und braunen Diamanten – insgesamt eine sehr schöne Juwelierarbeit.
Am Donnerstag, den 3. Juni, werden unter anderem Gemälde von Carl Larsson, Anders Zorn, Bruno Liljefors, Maria Wiik und Ersnt Josephson versteigert. Auch Skulpturen kommen zum Aufruf, die von Künstlern wie Carl Milles, Jussi Mäntynen und Gudmar Olovson stammen.

1902 zog Helene Schjerfbeck ins 50 km nördlich von Helsinki gelegene Hyvinkää. Von der finnischen Hauptstadt hielt sie sich die nächsten fünfzehn Jahre fern, schickte ihre Werke allein zu Ausstellungen und blieb mit Freunden und der Außenwelt nur durch Briefe und durch Abonnements internationaler Kunstmagazine in Kontakt.
Das Porträt Flicka med blått band ("Mädchen mit blauem Band") stammt aus dieser Zeit, die sehr bedeutend für die Entwicklung der Künstlerin war. In der Isolation fand Schjerfbeck ihren eigenen Weg und entwickelte ihre eigentümliche und vereinfachte Formensprache mit modernen Anklängen. Das Gemälde wurde auch von japanischen Holzschnitten beeinflusst, mit denen sich Schjerfbeck um das Jahr 1908 herum beschäftigte.

Hilma af Klints künstlerisches Talent offenbarte sich bereits in jungen Jahren, was im Jahr 1880 zu einem Studium an der Technischen Hochschule (heute Konstfack) in Stockholm und der Ausbildung zur Porträtmalerin führte. Von 1882 bis 1887 setzte sie ihr Studium an der Akademie der bildenden Künste fort. Im späten 19. Jahrhundert war es für Frauen in Schweden noch immer ungewöhnlich, an einer Hochschule zu studieren. 1864 hatte die Akademie die sogenannte Frauenabteilung gegründet, die jedoch nur die sehr begrenzte Anzahl von 18 Studentinnen aufnahm.
Aufgrund ihres guten Studienabschlusses erhielt Hilma ein Stipendium, durch das sie Zugang zu einem Ateliergebäude am Stockholmer Park Kungsträdgården erhielt. Das in der Auktion vorliegende Gemälde Vintervy över Kungsträdgården ("Winteransicht des Kungsträdgården") könnte aus dieser Zeit stammen.

Vier Versionen dieses Motivs befinden sich in Museumssammlungen, eine weitere, größere Version von Trädet och flodkröken ("Baum und Flussbiegung") wurde im Dezember 2019 bei Bukowskis für 12,5 Millionen SEK (ca. 1,8 Millionen Euro) verkauft. Mit dem vorliegenden Werk bietet sich die vielleicht letzte Gelegenheit, eines der Bilder aus Carl Fredrik Hills einzigartiger Seine-Serie zu erstehen. Die dargestellte Flusslandschaft bei Brolles/Bois-le-Roi ist zählt zu jenen Gemälden, die Hill auf dem Höhepunkt seines Schaffens als Landschaftsmaler in Frankreich ausführte.
Das Gemälde entstand im Sommer 1877, nur wenige Monate nachdem Hill in die ländliche Idylle südöstlich von Paris gezogen war. Es war dieser ganz bestimmte Aussichtspunkt mit Blick auf die Seine, die den Künstler zu einer ganzen Reihe ähnlicher Landschaftsbilder inspirierte. Wie die meisten Landschaftsgemälde von Hill zeichnet sich auch dieses durch seinen Sinn für Licht und Atmosphäre aus.

Tintoretto, eigentlich Jacopo Robusti, war ein Maler der Venezianischen Schule. Seinen Spitznamen Tintoretto ("Kleiner Färber") hatte er dem Umstand zu verdanken, dass er als Sohn eines Färbers (tintore) zur Welt gekommen war. In seinen Werken neigt Tintoretto häufig zu Übertreibungen, sowohl was die Farbgebung als auch die Komposition betrifft. Das vorliegende Gemälde wurde von den Mitarbeitern in Tintorettos Werkstatt gemalt und zeigt Adonis, der von Kriegsgott Mars in einem Anfall von Eifersucht getötet wurde, nachdem sich Venus in den schönen Knaben verliebt hatte.

Die Auktionsreihe endet am 4. Juni mit der Versteigerung von asiatischer Keramik und Kunsthandwerk. Zum Aufruf kommen Objekte aus mehreren Privatsammlungen, wie Buddha-Statuen, japanische Paravents und verschiedene Gefäße.
Entdecken Sie alle aktuellen Lose von Bukowskis gleich hier!



