Seit es 1978 seine Pforten öffnete hat sich das familiengeführte Auktionshaus Stahl zu einer führenden Adresse für die Versteigerung von Kunst, Schmuck und Uhren in der Hansestadt Hamburg entwickelt. Am 28. Februar und 1. März ist es wieder soweit und eine schöne Offerte mit über 500 Losen wartet darauf, von Ihnen entdeckt zu werden.
Den Auftakt bilden am 28. Februar ab 11 Uhr Schmuck und Armbanduhren sowie Mode und Accessoires. Hier funkeln zunächst Ohr- und Fingerringe, Colliers und Anhänger sowie Armreifen und Broschen um die Wette.

Ein überaus farbenfrohes Highlight kommt mit diesem aus einem Paar Ohrringen und einem Collier bestehenden Schmuckset zum Aufruf. Hier ziehen edle Steine in unterschiedlichen Farben die Aufmerksamkeit auf sich, wobei es sich jedoch ausnahmslos um Turmaline handelt, die in verschiedenen Varietäten – und damit Farben – ausgewählt wurden. Die 59 Cabochons in Rosa, Grün, Gelb-Braun und Blau sind zudem von 612 Kleinstdiamanten von zusammen ca. 4 ct umgeben.

Die Armbanduhren der Offerte stammen von renommierten Herstellern wie Rolex, Jaeger-LeCoultre, Blancpain, Omega und Chopard. Und auch Audemars Piguet darf hier nicht fehlen. Die Schweizer Marke ist mit einem wahren Klassiker vertreten, einer Royal Oak-Damenarmbanduhr aus Gelbgold und Edelstahl. Die sportliche Uhr wurde 1972 von Gérald Genta designt und zählt zu den meistgesuchten Uhren auf dem Auktionsmarkt.
Interessanter Modeschmuck von Chanel bildet den Übergang zur letzten Kategorie des Tages: Mode und Accessoires. Als weitere Highlights der Pariser Maison sind hier eine seltene Vintage Tweed-Jacke mit aufwändigen Applikationen von 1987 sowie die Flap Bag Byzance aus einer Limited Edition von 2011 zu nennen.
Der 1. März ist ab 11 Uhr ganz der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts gewidmet.

Mit fünf Prägedrucken ist hier Günther Uecker vertreten, darunter Aufbruch I - IV von 1992. Besonders hervorzuheben ist jedoch Strömungen aus dem Jahr 2003, für das die für Ueckers Werk charakteristischen Nägel zum Einsatz kamen. Doch statt wie bei Ueckers berühmten Nagelbildern Teil des Endergebnisses zu sein, wurden die Nägel hierbei in dynamischen Linien, die an Luft- oder Wasserströme erinnern, auf die Druckplatte aufgebracht, sodass sie im Bildträger nur als dreidimensionaler Abdruck erhalten sind.
Interessanterweise kommt von Heinz Mack mit Rasterströmung ein dazu passendes Werk zum Aufruf. Mack setzte jedoch auf die Technik der Frottage, bei der ein reliefartiger Untergrund mithilfe von Kreide oder Bleistift auf das darüber gelegte Papier abgerieben wird. Mack bannte seine unterschiedlichen Strömungslinien in ein Raster aus vierzig Quadraten.

So farbenfroh wie das oben vorgestellte Schmuckset präsentiert sich auch die Kunst von Ivo Hauptmann. War er zu Beginn seiner künstlerischen Laufbahn nach Aufenthalten in Paris noch stark vom Pointillismus Paul Signacs beeinflusst, entwickelte Hauptmann nach dem Ersten Weltkrieg unter dem Einfluss des nordischen Expressionismus einen eigenen Stil, der von bunten, häufig mit dunklen Konturen akzentuierten Farbflächen gekennzeichnet ist. Das vorliegende Ölgemälde Blick auf den Genfer See von 1959 entstand im Zuge einer Reise in die Schweiz. Hauptmanns Heimathafen war seit 1920 jedoch Hamburg, dessen schöne Ecken er immer wieder malte und so zu einem wichtigen Porträtisten der Stadt wurde, der für sein Werk mehrfach ausgezeichnet wurde.
In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass das Auktionshaus norddeutschen Künstlern, darunter Poppe Folkerts, Fritz Overbeck und Friedrich Kallmorgen, wie gewohnt einen besonderen Platz einräumt.

Ein weiteres Highlights der Auktion stammt von jenseits des Großen Teichs: Andy Warhols Siebdruck Jacqueline Kennedy III aus dem Jahr 1966, der vier Porträts der ehemaligen First Lady vereint. Warhol reagierte damit auf die überwältigende Berichterstattung, die auf das tödliche Attentat auf John F. Kennedy im November 1963 folgte, und die aus Jackie Kennedy, die als First Lady zur Stilikone geworden war, nun eine amerikanische Märtyrerin machte. Für sein Werk bediente sich Warhol an Pressebildern, die Jackie Kennedy vor dem Attentat sowie in der Zeit danach, unter anderem während der Beerdigung JFKs, zeigten.
In der Kategorie „Design“, die das Angebot abrundet, dominieren Sitzmöbel bedeutender Designer wie Arne Jacobsen, Le Corbusier und Charles und Ray Eames sowie vielfältige Beleuchtung von italienischen Kreativen wie Gio Ponti, Achille Castiglione und Gae Aulenti.

Letztere kreierte 1965 die Tischleuchte Pipistrello für die Ausstellungsräume von Olivetti in Paris und Buenos Aires, anschließend produzierte Martinelli Luce sie in Serie. Als Inspiration hatten Aulenti die Flügel von Fledermäusen gedient, worauf auch der Name der Leuchte – pipistrello bedeutet „Fledermaus“ auf Italienisch – hinweist. Neben dem organisch geformten Schirm ist der besondere Clou der Leuchte ihr ausziehbarer Schaft, wodurch sich die Höhe individuell einstellen lässt.
Die Versteigerungen finden am 28. Februar und 1. März im Auktionshaus Stahl, Graumannsweg 54, in Hamburg statt. Vorbesichtigungen sind dort vom 24.-27. Februar möglich.


