Werke aus der Sammlung Erika Pohl-Ströher bei Sotheby’s

In den kommenden Auktionen mit Werken des Impressionismus und der Klassischen Moderne, die Sotheby’s Ende Februar abhalten wird, stammen viele Lose aus bedeutenden europäischen und amerikanischen Sammlungen, darunter jene der „Wella“-Erbin Erika Pohl-Ströher.

Oskar Schlemmer (1888 Stuttgart - 1943 Baden-Baden), Tischgesellschaft, 1923 | Abb.: Sotheby's
Oskar Schlemmer (1888 Stuttgart - 1943 Baden-Baden), Tischgesellschaft, 1923 | Abb.: Sotheby's

Die 2016 verstorbene Erika Pohl-Ströher war die Enkelin des Gründers des Wella-Konzerns, Franz Ströher. Neben ihrer Arbeit als promovierte Biologin und Chemikerin, baute Pohl-Ströher in mehr als 60 Jahren eine umfangreiche Sammlung an Mineralien auf, die sie noch zu Lebzeiten als Dauerleihgaben Museen in Freiberg und Annaberg-Buchholz zur Verfügung stellte. Außerdem vereinte Pohl-Ströhers Sammelleidenschaft europäische Miniaturen vom 16. bis 19. Jahrhundert in einer einzigartigen Sammlung. Der erste Teil dieser Sammlung wurde im vergangenen Dezember bei Sotheby’s erfolgreich versteigert. Zwei weitere Auktionen sind in Planung.

Oskar Schlemmer (1888 Stuttgart - 1943 Baden-Baden), Tischgesellschaft, 1923 | Abb.: Sotheby's
Oskar Schlemmer (1888 Stuttgart - 1943 Baden-Baden), Tischgesellschaft, 1923 | Abb.: Sotheby's

Am Abend des 26. Februars kommt bei Sotheby’s Impressionist & Modern Art Evening Sale in London ein weiteres Kunstwerk aus dem Besitz Erika Pohl-Ströhers zum Aufruf: Tischgesellschaft von Oskar Schlemmer aus dem Jahr 1923. Schlemmer, der mit dem Weimarer Bauhaus verbunden war und dort eine Weile als Leiter der Werkstatt für Wandmalerei arbeitete, untersuchte in seinen Werken im Besonderen die Wechselwirkung von Personen und ihrer räumlichen Umgebung. Weitere Arbeiten Oskar Schlemmers aus dem Besitz Erika Pohl-Ströhers werden bei Sotheby’s am 27. Februar im Impressionist & Modern Art Day Sale versteigert.

Die Begeisterung für moderne Kunst in der Familie Ströher begann mit Erikas Vater Karl Ströher, der Ende der 1960er Jahre damit begann, Werke jener Epoche zu sammeln. Teile dieser Sammlung bildeten 1981 den Grundstock für das Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main.

Egon Schiele (1890 Tulln - 1918 Wien), Triester Fischerboot, 1912 | Abb.: Sotheby's
Egon Schiele (1890 Tulln - 1918 Wien), Triester Fischerboot, 1912 | Abb.: Sotheby's

Weitere Lose des Impressionist & Modern Art Evening Sale sind Triester Fischerboot von Egon Schiele aus dem Jahr 1912, das aus einer amerikanischen Sammlung stammt, sowie Mädchen auf dem Diwan, das Ernst Ludwig Kirchner 1906 malte und sich seit 1993 im Besitz des Museum of Modern Art, New York befand, das es nun zugunsten anderer Anschaffungen veräußern möchte. 

Ernst Ludwig Kirchner (1880 Aschaffenburg - 1938 Frauenkirch-Wildboden), Mädchen auf dem Diwan, 1906 | Abb.: Sotheby's
Ernst Ludwig Kirchner (1880 Aschaffenburg - 1938 Frauenkirch-Wildboden), Mädchen auf dem Diwan, 1906 | Abb.: Sotheby's

Ebenfalls vertreten sind Auguste Rodin, Pablo Picasso, Marc Chagall, Edgar Degas, László Moholy-Nagy, Wassily Kandinsky, Lyonel Feininger, Alexej von Jawlensky und Camille Pissarro. Mit dem höchsten Schätzpreis der Auktion (20 - 30 Millionen GBP) kommt zudem eine venezianische Ansicht zum Aufruf, die Claude Monet 1908 malte. Le Palais Ducal ist eines der 37 Werke, die Monet während seines Aufenthaltes in der Lagunenstadt von Oktober bis Dezember 1908 malte. 

Claude Monet (1840 Paris - 1926 Giverny), Le Palais Ducal, 1908 | Abb.: Sotheby's
Claude Monet (1840 Paris - 1926 Giverny), Le Palais Ducal, 1908 | Abb.: Sotheby's

Le Palais Ducal war 1924 vom Berliner Textilunternehmer und Kunstsammler Erich Goeritz in der Galerie Thannhauser erworben worden und befand sich anschließend im Besitz seiner Erben. 

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