Am 27. Juni präsentierte Leitz Photographica Auction in der Leica Welt in Wetzlar seine 46. Auktion, die mehr als 400 Lose mit historischen Kameras, Zubehör und anderen sammelbaren Objekten aus der Welt der Fotografie umfasste.
Als absolutes Top-Los kam ein Exemplar aus der von Oskar Barnack entwickelten Leica 0-Serie von 1923 zum Aufruf – ein bedeutender Prototyp auf dem Weg zur ersten seriell hergestellten 35-Millimeter-Kamera der Welt (Leica I), die 1925 ihr Debüt feierte.
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„Anhand dieser Prototypen wurde die wegweisende Leica I entwickelt, die den Fotojournalismus in neue Sphären führte und das Fotografieren vom extravaganten Hobby zum massentauglichen Phänomen machte“, erläutert Alexander Sedlak, Geschäftsführer von Leitz Photographica Auction. „Für unser Auktionshaus ist es ein ganz besonderes Erlebnis, eine 0-Serie, welche zudem nach der Herstellung an Oskar Barnack übergeben wurde, anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Leica I versteigern zu dürfen.“
Insgesamt wurden 25 Exemplare der 0-Serie hergestellt und mit den Seriennummern 101-125 versehen. Von knapp der Hälfte davon ist der Verbleib heute bekannt. Am 27. Juni kam die Nummer 112 zum Aufruf. Bedeutung, Seltenheit und Provenienz führten zu einer Schätzung in Höhe von 1,5-2 Millionen Euro, die jedoch mit dem sensationellen Ergebnis von 7,2 Millionen Euro (inkl. Aufgeld) weit überboten wurde.
Damit ist die Nr. 112 der 0-Serie die zweitteuerste Kamera der Auktionsgeschichte. Übertroffen wird sie nur noch von einer ihrer „Schwestern“, der Nr. 105, die das persönliche Exemplar von Oskar Barnack gewesen war und 2022 in der 40. Auktion von Leitz Photographica Auction für 14,4 Millionen Euro verkauft wurde.
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