Eine Installation vereint Kinder an mexikanisch-amerikanischer Grenze

Eine zeitlang konnten Kinder aus Mexiko und den Vereinigten Staaten miteinander spielen - trotz einer Mauer zwischen ihnen.

Eine Installation vereint Kinder an mexikanisch-amerikanischer Grenze

Am vorletzten Wochenende gingen drei pinke Wippen in den sozialen Netzwerken viral. Hinter der Installation steckte Architekturprofessor Ronald Rael, der 2017 zusammen mit seinem Architekturbüro Rael San Fratello das Buch Borderwall as Architecture: A Manifesto for the U.S.-Mexico Boundary verfasst hatte.

Für Kinder ist die Installation ein großer Spaß | Foto via Ronald Raels Instagram
Für Kinder ist die Installation ein großer Spaß | Foto via Ronald Raels Instagram

Die Idee hinter dem Projekt war eine temporäre Verbindung an der Grenze zwischen den USA und Mexiko. Das Ergebnis waren drei Wippen, die zwischen den Pfeilern der Mauer platziert wurden, sodass Kinder, aber auch Erwachsene, auf beiden Seiten der sie trennenden Grenze spielerisch mit einander agieren konnten.

Drei rosa Wippen verbinden die Menschen auf beiden Seiten der Mauer | Foto via Ronald Raels Instagram
Drei rosa Wippen verbinden die Menschen auf beiden Seiten der Mauer | Foto via Ronald Raels Instagram

Die Installation der Teeter-Totter Wall dauerte gerade einmal 30 Minuten und wurde ständig von Grenzpolizisten überwacht. Die Agentur Rael San Fratello berichtete:

"Die Mauer und die miserable Politik dahinter trennen nicht nur Länder, sondern auch Regionen, Städte, Nachbarschaften, Familien und in jüngerer Zeit auch Kinder von ihren Eltern."

Im Gegensatz zu den herzzerreißenden Bildern, die täglich von der mexikanisch-amerikanischen Grenze um die Welt gehen, hat Teeter-Totter Wall einen Moment voller Glücksgefühle geschaffen.

Nachdem die Pläne dafür bereits seit 2009 existierten, erfolgte die Vorbereitung, Montage und Installation des Kunstprojektes in kurzer Zeit, sodass das Architekturbüro noch weitere Projekte dieser Art plant, darunter die Burrito Wall, bei der Menschen auf beiden Seiten der Mauer an einem Esstisch Platz nehmen können, sowie die Wildlife Wall, bei der es Tieren durch spezielle Öffnungen ermöglicht werden soll, sich auf beiden Seiten der Mauer frei zu bewegen.

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