Vom 23. bis 25. April versteigert die Austin Auction Gallery über 1.400 Lose mit europäischen Gemälden, Skulpturen, Bronzen, Antiquitäten und Schmuck. Viele der Objekte stammen aus der bekannten Sammlung eines Geschäftsmanns aus Dallas, die sie in den 1990er und 2000er Jahren in London und Frankreich erworben hatte. Mit Schätzen aus allen Ecken Europas und aus verschiedenen Jahrhunderten, hält diese Auktion etwas für jeden Sammler bereit.

Das Top-Los der Auktion ist die klassizistische Marmorskulptur Le Triomphe d'Ariadne, die, laut ihrer Signatur, vom französischen Bildhauer Jean-Baptiste Auguste Clesinger (1814-1883) in Rom ausgeführt wurde. Clesinger war bekannt für seine großformatigen Skulpturen aus Marmor und Bronze, die heute an verschiedenen Orten in Paris bewundert werden können, darunter das Musée d'Orsay, das Petit Palais und der Jardin du Luxembourg. Die Skulptur stammt aus dem Jahr 1866 und stellt Ariadne nach ihrer Rettung auf Naxos auf dem Rücken von Dionysos' Panther dar. Die Skulptur wurde in Frankreich erworben und nach Dallas gebracht. Bronzene Versionen von ihr befinden sich in verschiedenen Museumssammlungen, u. a. im Russell Cotes Art Gallery & Museum, dem Musée des Beaux-Arts Jules Cheret. Ein Abguss des bedeutenden Bildgießers Ferdinand Barbedienne kann im Musée Camille Claudel in Nogent-sur-Seine bewundert werden.

Freunde der Kunst von Peter Paul Rubens werden sich für dieses Gemäldepaar interessieren, das nach Rubens Werk Die Nilpferdjagd geschaffen wurde. Das Gemäldepaar wurde 1615 in Auftrag gegeben, um einen Raum in Schloss Schleißheim, die Sommerresidenz der bayerischen Kurfürsten, zu schmücken.

Ein weiteres großartiges Kunstwerk der Offerte ist das Monumentalgemälde Pretty in Pink, Portrait of Marie Volejnikove With Her Children von Frantisek (Franz) Dvorak (1862-1927), das mit Rahmen 282 x 224 cm misst. Dvorak studierte in Prag, Wien und München bevor es ihn nach Italien, Frankreich und in die Vereinigten Staaten zog, wo er sich beim amerikanischen Publikum schon bald einen Namen als Porträtist machen konnte. 1905 kehrte er nach Prag zurück, wo er an seine Erfolge anknüpfen konnte. Das vorliegende Gruppenbild war zuletzt im Jahr 202 bei Christie's versteigert worden.

Aus dem späten 18. oder frühen 19. Jahrhundert stammt dieses Paar italienischer porta palma-Garnituren aus vergoldetem Holz. Über das geschnitzte Holz wurde hierbei zunächst eine Schicht Gesso, eine Mischung auf der Basis von Gips oder Kreide, die auch als Grundierung von Leinwänden verwendet wird, aufgetragen, die anschließend mit einer goldsilbernen Schicht überzogen wurde. Die eleganten Garnituren zeugen mit ihrem detaillierten Schnitzwerk, das Rosen, Geranien und Tulpen zeigt, auf ein hohes künstlerisches Können hin.

Dieses englische Architekturelement stellt das Wappen der Versicherungsgesellschaft Lloyd's of London dar, die 1686 als Versicherer für die Seefahrt gegründet wurde. Das Wappen zeigt zwei Seelöwen, die das Stadtwappen Londons (St. Georgs-Kreuz mit Schwert) und einen Anker flankieren. Darüber ist die H.M.S. Lutine, ein französisches Schiff, das von den Briten im späten 18. Jahrhundert gekapert worden war, zusehen, darunter das Motto von Lloyd's: Fidentia (Vertrauen).
Die Auktion mit europäischer Kunst findet vom 23. bis 25. April in Austin, Texas statt.

