Zu Beginn des 18. Jahrhunderts machten Räuber die Straße und Piraten die Karibik unsicher. Drei Lose aus der kommenden Auktion von Probus am 19. April, stammen aus dieser wilden Epoche.
Paar Steinschlosspistolen, Jean de Wyk, Utrecht, frühes 18. Jh.

"HEUREUX QUI ME CHAPE" ("Glücklich ist, der mir entkommt") lautet die Inschrift auf den Mündungsringen dieses Pistolenpaares aus dem frühen 18. Jahrhundert. Das klingt doch geradezu nach Räuber oder Pirat, nicht wahr?
Steinschlosspistole, Hermann Bongarde, Düsseldorf, um 1700

Dass man sich in diesen wilden Zeiten mit den von ihm geschmiedeten Waffen gut verteidigen kann, verrät bereits der Nachname des Düsseldorfer Büchsenmachers Hermann Bongarde ("guter Wächter"). Bongarde war Büchsenmacher am Hof von Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz.
Kombinationswaffe, 2. Hälfte 18. Jh.

Wer Räuber und Piraten in die Flucht schlagen will, sollte eine Waffe mit sich führen, die die eine oder andere Überraschung bereit hält. Diese Kombinationswaffe aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ist so ein "Überraschungsei", denn an die gebläute Klinge des Hirschfängers schmiegt sich eine Steinschlosspistole an.



